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Black Mirror 2
Entwickler: King Art/ Cranberry Productions
Releasedatum: 24.09.2009
Publisher: dtpSpielsprache: deutsch
USK: ab 16 Jahren
PEGI: 12+
Ein Review von slydos 07. Oktober 2009
Langersehnt, heißerfleht war die Fortsetzung des Adventurehits Black Mirror. Legt man die tschechische Urversion von Future Games/Unknown Identity zu Grunde, hat es sogar ganze 7 dunkle Jahre bis zu einer erneuten Realisation gedauert. Für den deutschen Publisher dtp blieb die Lizenz seit dem deutschsprachigen Erfolg im Jahre 2004 ein wichtiger finanztechnischer Aktivposten, um Geldgeber zu weiteren Investitionen zu animieren, unabhängig von der realen Umsetzung. So wanderte denn auch das Recht zur Weiterentwicklung und Ausformulierung von den Originalkreativen über den Publisher an andere Entwickler weiter, mit der heute üblichen Arbeitsteilung von kommerziell konzipierten Produkten.
Für mich stellte sich in diesem Zusammenhang primär die Frage, ob der Erfolgszwang durch das Investorenkorsett gleichzeitig auch genügend evolutionäres Einfühlungsvermögen für ein Spiel im Sinne der Fans des ersten Teils in sich vereinen könne bzw. welche Ideen auf der vorgegebenen Plattform des Vorgängers wachsen könnten. Die Macher haben hier ein großes Geschick bewiesen, auf die vielen offenen Fragen des ersten Teils und dessen zwar extrem spannenden, aber letztlich unlogischen Plot zu antworten. So entstand mit Black Mirror 2 eine Hommage an den ersten Teil, die sehr empathisch eine Vielzahl von verbindenden Fäden spinnt und Erklärungen anbietet, die aber trotz ihrer Logik und einleuchtenden Anlage nicht final festzunageln sind, was sich im Schlußsatz "to be continued" manifestiert.
Geschichte
Nachdem uns das Intro an die Geschehnisse von vor 12 Jahren erinnert hat, werden wir in den Küstenort Biddeford in Maine des Jahres 1993 versetzt, wo Physikstudent Darren Michaels seinem Ferienjob in einem Fotoladen nachkommt. Krimikenner werden aufhorchen, da Maine Heimat und Wohnsitz von Stephen King ist, der seine Leser gerne mit den schauerlichen Abgründen hinter den sauberen ländlich-bürgerlichen Fassaden schockiert. Und so ist es dann auch in unserem Spiel - das Böse lugt ganz unverfroren auch um die Ecken von Biddeford. Dies ist vielleicht nicht ganz die Publicity, die sich die realen Einwohner des Ortes wünschen, aber sicher angenehmer als die Schlagzeilen, die das Städtchen 1969 wegen einer Verbindung mit der Manson-Family in das Licht der Öffentlichkeit zogen. Die Realität ist zuweilen schlimmer als die Fiktion. Und so wird im Biddeford von Black Mirror 2 zunächst 'nur' ein sowieso schon verhaßter Zeitgenosse umgebracht. Wie das alles mit der hübschen Angelina, einem mysteriösen Fremden, Darrens Mutter und schließlich Samuel Gordon und Black Mirror zusammenhängt, soll natürlich an dieser Stelle nicht verraten werden.
Für Kenner des ersten Teils werden sich Anspielungen und Verbindungen bereits in dem kleinen Neuenglandstädtchen ausbreiten und schließlich in vielen befriedigenden Ansichten altbekannter Orte und Charaktere münden. Neueinsteigern ist eigentlich zu raten, den ersten Teil vorab zu spielen, auch wenn sie dann möglicherweise schneller hinter die Geheimnisse des zweiten Teils kommen werden. Black Mirror 2 entwirrt die Zusammenhänge langsam, führt die Spieler aufs Glatteis und spart nicht mit überraschenden Wendungen an den richtigen Stellen. Ich kann mir bei der gegebenen Ausgangslage nicht vorstellen, daß die Geschichte glaubhafter hätte weitererzählt werden können.
Charaktere
Darren Michaels, unser Protagonist, wird als zorniger junger Mann mit City-Slickers-Benehmen (dt. ~ Besserwessi) dargestellt, der sich einmischt und somit prädestiniert ist für eine Rolle als Abenteuerprotagonist. Seinen Unmut tut er gerne mit 'bösen' 'F'- oder 'Sch'-Wörtern kund, oder sagen wir mal wegen des Einfallsreichtums lieber 'A-Z'-Wörtern, was ihn menschlich und echt erscheinen läßt. So ist unser Mini-James-Dean in der Lage, seinem rücksichtslosen Arbeitgeber zumindest verbal Paroli zu bieten; sonst ballt er lieber die Faust in der Tasche, um zunächst seiner kranken Mutter ihre Bemühungen um diesen Ferienjob zu danken. Er ist ein guter Sohn, der sich seiner Mutter verpflichtet fühlt und auch nie viele Fragen gestellt hat. Schließlich hat sie ihn alleine durchgebracht und ihm ein Studium ermöglicht.
Etwas 'too much' erscheint dagegen die schlechte Laune bei den Bürgern von Biddeford, die wohl nicht 'Hier!" geschrien haben, als der amerikanische Dienstleistungsgott die Kundenfreundlichkeit verteilte. Außer der ebenso kontaktfreudigen wie gutaussehenden Angelina ist also niemand vorhanden, der den Charmeur und schließlich den Beschützer aus Darren herauskitzeln kann.
Auch die Darstellercrew von Willow Creek gehört nicht zur philantropen Sorte, aber das sind halt Engländer! ;-) Brummig, schrullig, verrückt, auf den eigenen Vorteil bedacht ..., da muß man schon suchen, bis man jemanden findet, der einem ohne Vorleistungen hilft oder Auskunft gibt. Fans des ersten Teils werden trotzdem ganz sicher über das Wiedersehen mit einigen bekannten Charakteren begeistert sein.
Dialoge/Texte/Sound
Die gesprochenen Texte von Black Mirror 2 gehen vom Ohr in den Bauch. Die große Menge von Dialogen und Kommentaren ist nicht nur ausgezeichnet geschrieben sondern wurde auch ebenso ausgezeichnet bis in die Nebenrollen interpretiert.
Wie im ersten Teil verschwinden nicht spielrelevante Hotspots nach ein- oder mehrmaligem Anklicken und jedesmal unterschiedlichen Kommentaren. Auch die Bemerkungen zu Anwendungsversuchen von Inventarobjekten sind vielfältig und meist individuell auf die Situation bezogen.
Im Zusammenhang mit der ausgezeichneten Synchronisation sei darauf hingewiesen, daß in Kürze ein Hörspiel zu Black Mirror 1 im Lübbe Audio Verlag erscheinen soll und später in diesem Herbst die bisher noch unbekannte Vorgeschichte unter dem Titel "Black Mirror - Das Geheimnis der Gordons". Produziert wird alles von Oliver Rohrbeck und gesprochen von David Nathan, Anne Moll und weiteren Originalstimmen der Computerspiele. Hörspielfans die gerne Adventures spielen und Adventurefans, die gerne Hörspielen lauschen, wird das natürlich doppelt freuen. Ich bin dabei!
Neben den guten Texten und deren exzellenter Ausführung ist die Musik das dritte Highlight im Bunde. Ein monumentaler Soundtrack voll aufwühlender, kinoähnlicher Dramatik in den Videoszenen wechselt die Stimmung mit melancholischen Pianoklängen im Spiel. Beim Start stimmt eine traurige Spieluhr auf die kommenden Szenen ein. Neben den realistischen Geräuscheffekten und der passenden Basis-Audiokulisse werden auch Menüaktionen der Spieler mit kleinen Geräuscheffekte unterlegt. Hilfetexte, die sich ins Bild schieben, erhalten einen Erkennungssound, genauso wie etwa Einträge ins Tagebuch. Die perfekte Musik- und Sounduntermalung hat Syberia-Qualität.
Grafik
7 Jahre nach der Urfassung hat die Grafik natürlich auch einen Sprung nach vorne gemacht. Die Hintergründe sind noch stimmungsvoller vorgerendert und verwöhnen die Augen mit einer Fülle von Details und auch einigen Animationen. Downtown Biddeford zeigt das Originalrathaus der kleinen Stadt und auch das Hotel auf den Klippen entspricht einem Originalgebäude des Ortes. Häuser, Shops und Diner könnten so oder ähnlich tatsächlich dort gestanden haben. Wolken, Wind, Vogelschwärme versetzen die Spieler in einen echten neuenglischen Küstenort. Bei den englischen Szenen hat man es verstanden, die Wiedererkennung trotz des Zeitfortschritts von 12 Spieljahren zu gewährleisten. Ahs und Ohs der Fans sind bei der Begegnung mit den alten Schauplätzen also garantiert! Neue Perspektiven und neue Schauplätze ergänzen das Bad in der Erinnerung. Das Side-Scrolling mancher Spielszenen aus dem ersten Teil wurde auch in Black Mirror 2 beibehalten, ebenso das realistisch wirkende Manipulieren oder Einstecken von Objekten. Wir sehen also auch am Bildschirm, wenn Darren ein Notizbuch in die Hand nimmt und liest oder ein Objekt einsteckt. Toll auch in diesem Zusammenhang eine Entfesselungsszene vom Stuhl aus.
Schlecht war seinerzeit die Darstellung bzw. Animation der Charaktere. Man konnte also erwarten, daß dies im zweiten Teil besser realisiert würde. So ist es natürlich auch. Darren bewegt sich allerdings auch noch nicht hundertprozentig realistisch: sobald man ihn mit Aktionen beauftragt, muß er sich erst einmal schrittchenweise ausrichten bevor er in fließende Bewegungen übergeht. Lippenbewegungen, Mimik oder sprachunterstützende Gestik sind durchaus noch ausbaufähig. Großaufnahmen und Gefühlsregungen à la Sherlock Holmes z.B. bekommt man höchstens in den etwas unscharfen Videoszenen zu Gesicht. Bei den Rückblenden mit Samuel Gordon hat man übrigens manchmal das Gefühl, er habe einen nassen Wischmopp auf dem Kopf! Dann wiederum fliegen seine Haare, als ob unterschiedliche Hersteller am Werke gewesen wären. Sehr ausdrucksvoll ist die Darstellung seiner Frau im Intro und die erschreckende Nahaufnahme von Darren beim Gameover, wenn er hörbar sein Leben aushaucht und sich sein Lebenssaft an unsere Monitorscheibe klebt. Allerdings hätte man ihm auch mal ein anderes Bild gewähren können, denn der Tod kann ihn durchaus auch unblutig ereilen.
Es kommen blutige und gewalttätige Szenen vor, angsteinflößende Visionen und Spielsequenzen sowie Vulgärsprache. Diesmal ist die USK-Einstufung mit 16 Jahren korrekt, während die PEGI Black Mirror 2 für Kinder ab 12 Jahren für unbedenklich hält. Was würde den Black-Mirror-2-Charakteren dazu einfallen? Richtig: Fuck it!
Rätsel
Black Mirror 2 kann in zwei Schwierigkeitsstufen gespielt werden: mit Online-Hilfen oder normal. Man kann dies zu Beginn einstellen aber auch überall im Spiel, indem man die zusätzlichen Spielhilfen über den Menüpunkt "Erweiterte Spielhilfe" des Optionsmenüs wählt. Während eines der sogenannten Spezialrätsel kam ich auf die Idee, diese zusätzlichen Hilfen einzuschalten, mit der Vermutung, daß man einen Tipp in Form der sonst kurz eingeblendeten Steuerungshilfen oder übers Tagebuch bekommt. Als ich zurückkehrte und kurz auf einen interessanten Hebel klickte, der mir vorher nicht aufgefallen war, war das Rätsel automatisch gelöst! Eine Online-Vorwarnung wäre mir lieber gewesen! Das Überspringen von Rätseln wird auch in anderen Adventurespielen angeboten, aber da steht's dann dran. Wenn eine automatische Rätsellösung eingebaut wird, wäre es nicht übel, wenn dabei der Lösungsweg nachvollziehbar angezeigt würde, sonst könnte man's ja gleich weglassen.
Die puzzleartigen Rätsel werden zum Schluß hin häufiger, je näher man dem Mysteryteil der Geschichte kommt. Es beginnt mit einem einfachen Schieberätsel, Jigsaw-Puzzle, Phantombildspiel und Safeknacken, wird fortgesetzt mit etwas komplizierteren Logik- und Dekodieraufgaben, die meist passend in den Handlungsablauf eingebettet sind.
Mit den Spielhilfen, zu denen noch die Hotspotanzeige hinzugerechnet werden muß, sollte sich der Gedanke an eine Komplettlösung erübrigen, da die Objekt- und Inventarrätsel keine Hürde bedeuten. Dies liegt nicht nur an der strengen Handlungs- und Rätsellinearität sondern auch daran, daß alle nichtspielrelevanten Hotspots nach mehrfachem Anklicken verschwinden und dann nur noch der harte interaktive Rätselkern übrigbleibt. Da die Aufgabenstellung immer klar ist, ergeben sich dafür in den überschaubaren Locations die Interaktionspunkte fast von selbst. Sollte man nicht vom einfachen Hinschauen drauf kommen, färbt sich der Cursor dann auch noch über ihnen rot und wir erhalten eine Textbeschreibung.
Der Schwierigkeitsgrad der Rätsel liegt somit zwischen sehr leicht und mittel. Man hat sich meist damit zu beschäftigen, irgendwo hinein- oder herauszukommen, Ablenkungsmanöver zu installieren oder Informationen bzw. Objekte gegen Informationen bzw. Objekte zu tauschen. Seltener tauchen in bereits abgearbeiteten Szenen neue Hotspots auf, manchmal versteckt, manchmal offensichtlich. Vieles leitet sich aus Allzubekanntem ab, wie z.B. ein Abführmittel in einen Drink zu mischen. Einige Aufgaben erfreuen das Spielerherz aber dann doch durch so noch nie Dagewesenes, durch Überraschendes und Einfallsreiches. Lobenswert ist, daß die Macher immer versucht haben, die Rätsel logisch der Situation anzupassen - sobald irgendetwas mal nur von weitem irgendwie an den Haaren herbei gezogen ausschauen könnte, babbelt Darren es uns passend.
Während des Märchenrätsels hatte ich für einen Moment die Vision, daß die Entwickler erwarten würden, daß sich die Spieler die Lösung draußen im eigenen Bücherschrank oder Internet besorgen müßten. Ich strafte mich natürlich umgehend für diesen perversen Gedanken. Selbst wenn Spieledesigner im stillen Kämmerlein an sowas wie Eigeninitiative und kreative Ansätze in Spielern glauben würden, kämen sie nicht auf die Idee, dies tatsächlich in einem Spiel auch zu fordern. Dann hatte ich die ... ja, ich geb's zu, abwegige Idee, daß die Spiellogik es eventuell zuließe, mit einem extern gelösten Wissensrätsel im Spiel optional auch weiterkommen zu können! Optional? Woran erinnert das noch mal? Entscheidungsfreiheit, Nichtlinearität? Was würden Black-Mirror-2-Charaktere dazu sagen? Richtig:... Fuck it!
Darren kann sterben. Manchmal ist man darauf gefaßt, oft jedoch nicht. Keine Sorge, Black Mirror 2 legt automatische Speicherstände an, sollte man in diesen Fällen nicht selbst tätig geworden sein. Es gibt Verfolgungs- und Schleicheinlagen in denen Darren wachsam in die Knie geht. Ich vermute, daß hier auch ein Zeitfaktor eingebaut ist, konnte aber auch diese spannungsgeladenen Sequenzen mit ruhigen Klicks meist ohne GameOver absolvieren.
Handling/Steuerung
Die Bedienung von Black Mirror 2 ist äußerst komfortabel. Alle Steuerfunktionen sind mit der Maus zu bewältigen, genauer gesagt, mit der linken Maustaste. Viele Menü- und Hilfsfunktionen können aber ebenso per Tastatur aufgerufen werden. Sehr angenehm, daß Darren sich nur relevanten Hotspots nähert und entfernte Objekte einfach aus dem Stand kommentiert. Ein Doppelklick auf Hotspots oder Szenenausgänge unterdrückt Darrens Laufszenen, kann allerdings auch gleichzeitig wichtige Spielsequenzen überspringen.
Der animierte Standardspielcursor wird um Zusatzsymbole für die jeweils möglichen Aktionen erweitert. Ich habe allerdings im Optionsmenü dankbar die Möglichkeit des klassischen Black-Mirror-Mauszeigers gewählt. Er ist statisch, hat nur drei Symbolformen, verfärbt sich aber auch rot über interaktiven Elementen. Alle Objekte und Hotspots zeigen bei Mausberührung auch ihre Textbeschreibung. Aus Performancegründen kann man darüber hinaus auch eine Hardware-Cursor-Option nutzen.
Inventarobjekte werden mit einem Linksklick an den Cursor geheftet und können mit dem Mausrad über Objekten schnell durchgescrollt werden. Im Inventar kann man sie mit der rechten Maustaste näher betrachten oder lesen. Das Inventar erscheint im unteren schwarzen Bildstreifen, sobald man mit der Maus dorthin fährt. Hat man die Dialogtextanzeige eingeschaltet, werden die Sätze in unterschiedlichen Farben im Spielbereich angezeigt - man wird also nicht verdonnert, seine Augen für Untertitel vom Spielgeschehen abzuwenden.
Auch wenn die Schauplätze in Maine und England nicht wirklich weitläufig sind, kann man neben Darrens Schnellsprungfunktion seine Wege zusätzlich mittels Karten im Inventar abkürzen. Hier erfährt man dann auch schnell, wenn man in einem Bereich noch nicht alles erledigt hat ... das Verlassen des Aufenthaltsortes ist dann nicht möglich und Darren erklärt uns meist auch, warum.
Ein umfangreiches, automatisch geführtes Tagebuch enthält Notizen und Aufgaben. Erledigte Aufgaben werden durchgestrichen.
Darrens Fotoapparat dient nicht nur als Gegenstand in Rätselaufgaben, sondern bietet auch die Möglichkeit, damit im Spiel Fotos zu machen. Einen Teil des Bonusmaterials, wie z.B. Artwork, wird durch das Auffinden von Kamera-Spots freigeschaltet und kann im Extras-Menü angeschaut werden. Übrigens hat man die Windows-Screenshot-Funktion abgegriffen: sobald die Druck-Taste benutzt wird, erscheint der Text "Bildschirmfoto erstellt". Diese Screenshots werden neben den Savegames im Black-Mirror-2-Verzeichnis abgelegt.
Gespeichert wird entweder über das Speicher-Lade-Icon, automatisch oder per Schnellspeichertaste. Man kann den Savegames eigene Namen geben (Umlaute erlaubt) und sie auch wieder löschen. Die Anzahl der Speicherstände scheint nicht begrenzt. Der neueste Spielstand steht ganz oben, meist ist es ein automatisch angelegter, gefolgt von dem eigenen, manuell erfassten Savegame.
Vier Symbole erscheinen in der rechten Ecke bei einer Mausbewegung in den oberen schwarzen Bildschirmstreifen: das Speicher-Lademenü, das Hauptmenü, das Tagebuch und die Lupe für die Hotspotanzeige. Über das Hauptmenü erreicht man das dreigeteilte Optionsmenü für Grafik, Sound und Spielfunktionen. Zwar werden automatisch beim Spielstart die besten individuellen Voreinstellungen konfiguriert, hier kann man aber noch weitere Merkmale von Grafik und Sound einstellen. Das Soundmenü hat allein 5 Unterpunkte.
Nicht nur die Menüs sind schnell erreichbar und einfach zu bedienen, auch das Starten und Verlassen des Spiels geht fix. Die Wartezeiten beim Laden eines Spielstandes oder eines neuen Kapitels bewegen sich in einem durchaus tolerierbaren Bereich. Die Spiel-DVD muß während des gesamten Spiels im Laufwerk belassen bleiben.
Das 52seitige, schwarz-weiß bebilderte Handbuch beschreibt alle Spielfunktionen, gibt Schnellstart-Tipps und eine kurze Spieleinführung.
Fazit
Black Mirror 2 ist fraglos ein ausgezeichnetes Adventurespiel und ein würdiger Nachfolger, der fast alles richtig macht. Fans des Schwarzen Spiegels werden mit dieser Fortsetzung sehr zufrieden sein, Neuspieler sowieso.
Aber befrage ich dazu mein Spieglein an der Wand, "Welches ist das schönste Adventure im Land?", dann antwortet es: "Black Mirror 2, Ihr seid das schönste Spiel im Land. Aber The Lost Crown ... ist noch tausendmal schöner als Ihr."
Diesen Tropfen Wermut im süßen Lobeswein muß Black Mirror 2 aushalten, denn das Spiel ist zwar so gut, wie erwartet, ohne aber wie sein Vorgänger durch den Zauber des Neuen aus sich selbst zu leuchten.
Meine Gesamtbewertung: 86%
Bewertungssystem Adventure-Archiv:
- 80% bis 100% sehr gutes Spiel (sehr empfehlenswert)
- 70% bis 79% gut (empfehlenswert)
- 60% bis 69% befriedigend (bedingt empfehlenswert, mit Abstrichen)
- 50% bis 59% ausreichend (nicht gerade empfehlenswert)
- 40% bis 49% ziemlich schlecht (eher abzuraten - etwas für Hardcore-Adventure-Freaks und Sammler)
- 0% bis 39% grottenschlecht (lieber die Finger davon lassen)
Minimale Systemvoraussetzungen:
- Pentium IV 1,4 MHz
- Windows XP/Vista
- 512 MB RAM / Vista 1 GB
- DVD-Laufwerk
- 128 MB DirectX-kompatible Grafikkarte
- DirectX-kompatible Soundkarte
- DirectX 8 oder höher
- 6 GB freier Festplattenspeicher
- Maus, Tastatur, Lautsprecher
gespielt mit:
- Windows XP
- Pentium IV 3,6 GHz
- 2 GB RAM
- 48x DVD-ROM
- NVidia GeForce 7600GS 256 MB
- Soundkarte DirectX-kompatibel
Copyright © slydos für Adventure-Archiv, 07. Oktober 2009
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Wer Black Mirror liebt, der schiebt!
Der Fotoladen hat natürlich auch eine Dunkelkammer
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