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Brain Dead 13
Stirb langsam
Readysoft - das ist diese Firma, die uns mit den Space Ace- und Dragons Lair-Serien
ein Festival der Interaktivität nach dem anderen beschert hat. Vorläufiger Höhepunkt
dieses Treibens ist Brain Dead 13 - und dieser Titel wurde sicher nicht ohne Grund
gewählt, wie unser Test zeigt.
Gewerbsmäßige Computer-Klempner sind ja generell einiges gewohnt und lassen sich so
schnell nicht unterkriegen. Neu ist die Erfahrung, die der Knabe Lance machen muß: Des
Nächtens wird er zu einem Einsatz in ein schauriges Gemäuer jenseits jeglicher
Zivilisation gebeten, in dem Dr. Nero Neurosis zusammen mit Kumpel Fritz (halb Mensch,
halb Tier) und anderen zwielichtigen Gestalten haust. Irgendwie kriegt Lance spitz, daß
der Doc die Weltherrschaft anstrebt, was natürlich keinesfalls geduldet werden kann.
Fritz wird auf den naseweisen Jüngling angesetzt und jagt ihn von einem Gewölbe ins
andere, wobei Lance tausend Tode stirbt; u. a. trifft man sich im Garten, bei
experimentierfreudigen Hexen, in unheimlichen Kellern und in der Bibliothek - insgesamt
elf handgemalte Locations werden abgeklappert.
Leben und sterben lassen
Ihre Aufgabe beschränkt sich darauf, Unmengen kurzer Zeichentrick-Sequenzen
mitzuverfolgen und dann rechtzeitig auf eine Taste zu hauen. Thats it! Mit den
Cursortasten schlägt man eine bestimmte Richtung ein, die Leertaste löst
Spezialfunktionen wie Hoch-
hüpfen oder das Öffnen von Türen aus. Ein akustisches Signal verrät Ihnen, daß Sie
richtig geraten haben - das ist Try & Error, wie es unverfälschter und frustrierender
nicht sein könnte, weil es keinerlei Anhaltspunkte für die jeweils vorgesehene Lösung
gibt. Eine Warnung noch an verantwortungsvolle Eltern: Die vertrauenserweckende VGA- bzw.
SVGA-Grafik tendiert qualitativ verdächtig nahe zum Disney-Niveau. Doch Vorsicht - die
technisch herausragenden Animationen werden in ihrer Brutalität nicht einmal vom
Vormittagsprogramm der Privatsender getappt: Von aufgeschlitzten Leibern über zerquirlten
Köpfen bis hin zu abgehackten Körperteilen reicht das einfallsreiche Repertoire an
gnadenlos verniedlichten Horror-Szenen - und das sind noch die harmloseren Varianten.
Brain Dead 13 funktioniert sowohl mit DOS (Fullscreen, 256 Farben) als auch unter Windows
95 (Fullscreen bzw. im Fenster mit 32.000 Farben) und ist u. a. als komplett
synchronisierte deutsche Version erhältlich.
Petra Maueröder
Grafik 90%, Sound 85%, Handling 50%, Spielspaß 36
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PC Games 4/96
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