Baphomets
Fluch 4
Der Engel des Todes
Erscheinungsdatum: 15. September 2006
Entwickler: Revolution
Software / Sumo Digital
Publisher: THQ
Spielsprache: Multilingual (Deutsch, Englisch, Französisch)
Handbuch: Deutsch
USK Freigabe: ab 6 Jahren
PEGI: 12+
Homepage
Boxshots
Ein Review von MaryScots 25. November 2006
Die Baphomets Fluch-Reihe hat schon einen besonderen
Stellenwert im Adventure-Genre.
Erstens kamen bis heute über einen Zeitraum von immerhin 11 Jahren
vier Teile heraus, zweitens stammt die Serie weder aus dem Hause Sierra noch Lucas Arts
oder Cyan Worlds, und drittens sind zumindest die ersten beiden Teile zwei der wenigen
klassischen Point & Click-Adventures, bei denen relative Einigkeit in der
Spielergemeinde herrscht, was ihre hohe Qualität betrifft. Sie gehören eben zu den ganz
Großen. Punkt. Der dritte Teil vermochte die Massen zu spalten, wie nur wenige andere
Adventures und auch die Entwickler mussten unter den Konsequenzen ihrer großspurig
angekündigten Neuerungen und deren zu großem Misserfolg leiden - Voll-3D-Grafik und dazu
noch zwingend Tastatur- bzw. Gamepad-Steuerung gefällt eben nicht jedem Abenteuerfreund.
Die Folge waren Personalkürzung und verbale Schläge aus der Adventure-Fangemeinde. Umso
erstaunlicher und erfreulicher war anlässlich der Games Convention 2005 die
überraschende Ankündigung eines vierten Teils, um den aber dann wieder längere Zeit ein
Geheimnis gemacht wurde. Noch beim Gespräch auf der diesjährigen Games Convention sagte
Revolution-Chef Charles Cecil zu mir, dass es ein großer Fehler war, Point & Click
für tot zu erklären. Es tat mir fast wieder leid, dass auch ich über die
Tastatursteuerung geflucht hatte, aber dafür hatte er ja nun gute Nachrichten und den
nigelnagelneuen vierten Teil der Reihe im Gepäck, zwar immer noch in 3D, aber dafür mit
Point & Click, basierend auf einer völlig neuen Engine und ich hörte und
staunte multilingual!
Jetzt habe ich aber genug aus dem Nähkästchen geplaudert! (Das
liegt nur daran, dass ich aufgrund der eine Woche vorgezogenen Veröffentlichung des
Spiels im September, keine GC-Preview mehr geschrieben habe.) ;-) Legen wir also los!
New York im Regen...
Welten liegen zwischen der friedlichen Herbststimmung zu Beginn
seines ersten Abenteuers in Paris vor ein paar Jahren und dem regengetrübten Ausblick auf
die New Yorker Skyline hinter der berühmten Silhouette der Brooklyn Bridge heute. George
wurde nach seinem letzten Abenteuer vom Pech verfolgt. Er hat seine Freundin und
Gefährtin Nico aus den Augen verloren und beruflich ging es für ihn steil bergab. Seinen
Job als Patentanwalt musste er an den Nagel hängen und arbeitet nun in einem kleinen
Kautionsbüro in Brooklyn. Doch würde das Spiel ja nicht an diesem Tag beginnen, wenn
sich nicht wieder einmal plötzlich und unerwartet alles ändern sollte...
Als George sein Büro betritt, wartet dort bereits eine hübsche,
junge Frau namens Anna Maria auf ihn. Sie behauptet, von Gangstern verfolgt zu werden,
weil sie im Besitz eines wertvollen, alten Manuskriptes sei, dass schon seit Generationen
ihrer Familie gehöre und den Weg zu einem Schatz weisen soll, den sie natürlich auch
finden will. Sie bittet George um Hilfe. Ihm bleibt keine Zeit mehr, sich weitere Gedanken
zu machen, da just in dem Moment die Gangster auch schon auf der Matte stehen. Die beiden
können nur noch die Beine in die Hand nehmen und sich schnellstmöglich in Sicherheit
bringen.
Das ist der Beginn eines abenteuerlichen Wettlaufs gegen die Zeit,
der George, Anna Maria und erratet Ihrs? Klar! etwas später auch
Nico, von New York über Istanbul nach Rom - mit einem kleinen Abstecher nach Phoenix -
bis in die geheimen Kammern des Vatikan führt.
Installation/Steuerung
Ohne mich diesmal weiter groß über die lieblose Verpackung der
Spiel-DVD nebst ausführlichem und mit Einstiegshilfe versehenen Handbuch in einer
langweiligen DVD-Hülle aufzuregen...ähem, komme ich ohne Umschweife zur Installation,
die auf meinem Rechner rasch und problemlos vonstatten ging. Fremdsprachenbegeisterte und
begabte Spieler werden sich darüber freuen, dass auf der DVD nicht nur die komplett
lokalisierte deutsche Version enthalten ist, sondern auch eine ebensolche englische und
französische Version. Die italienische und spanische Version beschränkt sich allerdings
auf entsprechende Untertitel bei englischer Sprachausgabe. Ich erwähne die verschiedenen
Sprachen bewusst an erster Stelle, da wir uns bereits bei der Installation entscheiden
müssen, was wir hören bzw. mitlesen möchten. Nachträglich kann nämlich nur noch die
Menüsprache geändert werden.
Im Hauptmenü mit den üblichen Funktionen Spielstart, Laden,
Beenden, finden wir neben Extras in Form von Artworks, Credits und Links, auch das
Optionsmenü, in dem Grafik- und Soundeinstellungen vorgenommen, Untertitel aktiviert und
auch die Steuerung nach Belieben eingerichtet werden kann. Wie bereits in den Teilen 1 und
2 steuert man auch hier wieder George und später auch Nico aus 3rd-Person-Sicht. Wer
Spaß an der Tastatursteuerung des Vorgängers hatte, kann sie auch jetzt wieder nutzen,
allerdings nur in Verbindung mit der Maus, die für alle anderen auch solo zur Verfügung
steht. Nur auf das Gamepad hat Revolution diesmal verzichtet na, man kann wohl
nicht immer alles haben. Sehr praktisch - und manchmal auch sehr nötig - ist die
Rennen"-Funktion, die man auf dem Scrollrad der Maus aktivieren kann oder durch
die Strg"-Taste, wenn man per Keyboard spielt. Speichern können wir, außer
während eines Hackingrätsels, überall im Spiel. Dazu drückt man ESC, klickt auf den
nächsten freien - der im übrigen unbegrenzt vorhandenen Speicherplätze und
erhält einen Eintrag mit Bild, Ortsangabe, Datum und Uhrzeit, den man ebenfalls per Klick
später wieder laden kann, oder einfach Weiter"-spielt.
Grundsätzlich führen wir alle Aktionen mit einem Klick auf die
linke Maustaste aus. Wie bereits in Teil 3, bieten viele Hotspots mehrere
Interaktionsmöglichkeiten, die uns jetzt in einem Kontextmenü per Druck auf die rechte
Maustaste angezeigt werden, sobald wir ein Objekt anvisieren. Dann nämlich ändert der
Cursor seine Pfeilform in ein Kreuz. In diesem Menü können wir dann zum Beispiel
nun wieder mit Links ein Auge zum Ansehen, einen Mund zum Sprechen, oder auch ein
Zahnrad zum Handeln auswählen. Das Hotspot-Kreuz wird sonst immer mit dem naheliegendsten
Icon ausgestattet, also zum Beispiel mit einem Mund zum Sprechen, wenn wir den Cursor
über einen Charakter bewegen. Seltsam ist speziell dabei, dass sich der Cursor nur über
dem Kopf der Person verwandelt. Um Gegenstände, oder im Fall eines Partnerrätsels auch
den Partner, aus dem Inventar auszuwählen und anzuwenden, bewegt man die Maus an den
oberen Bildschirmrand, wo dann das Inventar erscheint, klickt mit der linken Maustaste auf
das gewünschte Objekt und anschließend auf den zu manipulierenden Hotspot.
In Der Engel des Todes bietet Revolution den
effektbegeisterten und hardwaretechnisch entsprechend ausgerüsteten Spielern eine
besondere Neuerung das Zauberwort lautet amBX. Einige werden diese Technologie
bereits vom Fernsehen her kennen. Leider bietet das Handbuch keinerlei Informationen
darüber, inwieweit amBX im Programm eingesetzt wurde und da mein Rechner in dieser
Beziehung noch nicht auf dem neuesten Stand ist, konnte ich sie auch nicht ausprobieren
nur, unter den Tisch wollte ich diese Information eben auch nicht fallen lassen.
:-)
Grafik/Sound
Manche Adventure-Reihen haben ja doch eine ziemliche grafische
Entwicklung hinter sich. Da wäre Sierras Gabriel Knight, der sowohl in VGA, als
auch in FMV und zuletzt in Voll-3D eine gute Figur machte, oder auch Lucas Arts
Guybrush Threepwood, der in Monkey Island zwischen VGA und 3D als 2D-Comicpirat
sein Unwesen trieb. Die meiner bescheidenen Meinung nach unbestritten schönsten
2D-Zeichentrick-Adventures sind aber Baphomets Fluch 1 und 2. Doch auch vor
George und Nico machte die technische Entwicklung in der Computergrafik nicht halt und so
präsentierten sie sich bereits im dritten Teil der Reihe in Voll-3D, was ich zwar recht
gelungen fand, aber die Gewöhnung an die neue Optik und Steuerung, neben ein paar anderen
Kleinigkeiten, wollte bei mir nicht das richtige Baphomet-Feeling aufkommen lassen.
Teil 4 jedoch hat mich wieder ein wenig versöhnt. Immer noch in 3D,
aber mit komplett neuer Engine, die äußerst gelungene Effekte zaubert wenn man
die ausreichende Hardware für die doch recht hohen Systemanforderungen vorweisen kann
, helfen letztere und die zum großen Teil zurückgekehrte Liebe zum Detail der
Atmosphäre schon ordentlich auf die Sprünge, machen aber in diesem Punkt sicher nicht
den Braten fett. Denn testet man Auge um Auge und Zahn um Zahn, wird ein positiver Aspekt
gleich wieder durch einen negativen zunichte gemacht. Zum Beispiel in einem Dampfbad: der
wabernde Dampf wirkt überzeugend und wird sogar für eine Rätsellösung benötigt (daher
wäre es spätestens hier sinnvoll, eine leistungsstarke Grafikkarte sein Eigen zu
nennen), macht aus der Steuerung und Geschwindigkeit unserer Maus und unseres Helden
hingegen ein Geduldsspiel. Der Mauscursor wabert nämlich gleich mit dem Dampf über den
Monitor. Dann wären da noch die Kameraeinstellungen, die zwar in den Filmszenen, vor
allem bei manchen Perspektiven, ziemlich genial sind, mich während des Spielens selbst
aber durchweg genervt haben, und zwar so sehr, dass ich mir starre, vorgerenderte
Hintergründe zurückgewünscht habe. Mag sein, dass Voll-3D einen Spieler stärker ins
Geschehen hineinzieht, aber wenn mir bei den plötzlichen, weil unerwarteten und recht
häufigen Perspektivwechseln nach jedem zweiten Schritt vor Schwindelgefühl fast das
Essen wieder aus dem Gesicht zu fallen droht, finde ich das nicht besonders entspannend.
Schon gut, es muss ja nicht jedem so gehen, aber dazu kommt, dass es
die Orientierung in den Locations unnötig erschwert. Ständig rennt unser Spielcharakter
an dem gewünschten Punkt vorbei oder vielleicht sogar gegen Wände, die wir aus dem
Winkel, in dem er loslief, nicht sehen konnten. Auch das erschwert unter Umständen das
Rätsellösen, da man einfach die Umgebung kaum überblicken kann und dadurch
möglicherweise den ein oder anderen Hotspot etwas länger sucht. Diverse kleinere
Clipping-Fehler will ich jetzt mal nicht so ins Gewicht nehmen, aber besser
Clipping-Fehler als gar keine Animationen, oder?! Naja, die Übertreibung ist jetzt etwas
gemein, denn die per KI gesteuerten Tauben, die man so ziemlich überall herumscheuchen
kann und zuweilen sogar muss, sind schon nicht übel und auch der New Yorker Regen ist
sehr gut gelungen, doch sonst bewegt sich leider nicht allzu viel. Ausgleichend sollte ich
allerdings erwähnen, dass mir bisher noch kaum ein 3D-Adventure unter die Augen gekommen
ist, was in diesen Punkten Animationen und Fehlerfreiheit - perfekt gewesen wäre.
Ziemlich witzig fand ich sogar eine Stelle im Spiel, an der man unter einer Treppe steht
und den darüber befindlichen und weder für uns noch unseren George sichtbaren Hotspot
anklicken konnte.
Aber genug geknöttert, es gibt auch noch schöne Dinge zu
berichten. Da wären die Filmsequenzen. Respekt, sage ich und nenne sie cineastisch, ein
zugegebenermaßen schon ziemlich abgenutzer Begriff in den meisten Reviews zu aktuelleren
Spielen. Aber es ist nun mal so, großes Kino mit einer sehr gelungenen Kameraführung,
dramaturgisch gut eingesetzten Perspektivwechseln und Zooms. Außerdem habe ich zum
Beispiel noch nie so perfekte Spiegelungen wie in diesem Spiel gesehen. Da stand ich eine
ganze Weile wie festgenagelt mit George im Hotelrestaurant in Istanbul und stierte in den
Wandspiegel, in dem ich haargenau und perspektivisch echt beobachten konnte, was die
Rezeptionsdame auf der anderen Seite der Halle so trieb - nix interessantes zwar, aber es
ist schon ein technisches Schmankerl. Die Charakteranimation ist ebenfalls absolut
glaubwürdig durch das heutzutage kaum noch wegzudenkende Motion Capturing. Wenn Nico so
hin und her wandert, wird man unweigerlich an ihre frühe Version erinnert. Egal also, in
welcher Art Grafik die beiden unterwegs sind, sie bleiben sie selbst.
Apropos sie selbst bleiben", auch die Stimmen von George
und Nico wurden wieder von Alexander Schottky und Franziska Pigulla übernommen. So wusste
ich bereits, dass mir" Nico gegenübersteht, bevor ich sie richtig gesehen
hatte. Man fühlt sich irgendwie wie zuhause". :-) Aber auch alle anderen
Sprecher haben ihre Sache gut gemacht. Die gelungene Lokalisation freut einen sicher auch,
allerdings nur einmal. Dummerweise können Dialoge und Kommentare nämlich nicht
abgebrochen werden, falls man feststellt, dass man sie schon gehört hat und sie nur aus
Versehen ein zweites, drittes, viertes usw. Mal ausgelöst hat. Musikalisch begleitet uns
das eingängige Baphomet-Thema in vielen Locations, z.B. auch, wenn wir George von einer
Ecke eines Platzes in die andere laufen lassen und dabei feststellen können, dass seine
Schritte auf dem Pflasterbelag anders klingen als auf der Wiese, eben immer passend.
Letzteres gilt im Übrigen für so ziemlich alles im Spiel, was ein Geräusch machen kann.
Rätsel
Dann will ich mal zu den Rätseln kommen. Freunde des
Kistenschiebens in Baphomets Fluch 3 werden
öhm, nicht völlig enttäuscht
;-), um das gleich mal vorweg zu nehmen. Es hält sich aber wirklich in Grenzen und wird
nur da eingesetzt, wo es auch hin passt. Dafür haben die Entwickler eine neue"
Obsession, die Hackerspielchen. Nun, so neu ist sie jetzt wieder nicht. Spieler
jedenfalls, die bereits das Vergnügen mit Largo Winch hatten, kennen so was schon
zur genüge. Dafür sind diese hier einfacher und bis auf eines auch nicht zeitgebunden.
Dieses Eine jedoch ist wirklich gemein und wer nicht im richtigen Moment speichert,
könnte leicht die Geduld verlieren. Die Hackerrätsel lösen wir grundsätzlich mit
Georges PDA.
Sobald er sich in Reichweite eines Netzes befindet oder direkt vor
einem Computer steht, zeigt uns die Netzsuchfunktion an, in welchen Server wir uns gerade
einschleichen können. Mit dem PDA werden dann auch Daten heruntergeladen und gespeichert,
damit sie in dem ebenfalls auf dem darauf befindlichen Tagebuch jederzeit abrufbar sind.
Neben reichlich Inventar- und Kombinationsrätseln, die jedoch nicht
ganz die Vielfalt von Teil 1 und 2 erreichen, ist ein wichtiger Bestandteil des
Puzzledesigns in der ersten Spielhälfte das bereits erwähnte Manuskript von Anna Maria,
welches Hinweise auf das Versteck eines Schatzes beinhaltet. Durch das Manuskript haben
wir im Übrigen unseren einzigen Zusammenstoß mit den Templern in diesem neuen Baphomet-Teil.
Schließlich wollte Charles Cecil ja eigentlich auch kein Spiel mehr mit diesem Thema
machen und deshalb spielen sie auch nur eine ziemlich untergeordnete Rolle. Die
Manuskripträtsel könnte man im engsten und auch weitesten Sinne als Schalterrätsel
bezeichnen, bei denen etwas logisches Denken, eine durchschnittliche bis gute
Kombinationsgabe und genaues Hinsehen gefragt sind.
Um die 3D-Umgebung erstens sinnvoller zu nutzen, weil es zweitens
vermutlich heute sein muss und weil es drittens wirklich die Spannung angenehm steigert,
müssen wir mit George und Nico auch ca. drei bis vier Rätsel lösen, bei denen sie auf
Zeit schleichen und handeln müssen. Zu guter Letzt, sollte ich noch erwähnen, dass mein
Spielspaß nicht von Sackgassen getrübt wurde, und dass mir zumindest ein Rätsel
auffiel, welches man mit Hilfe zweier verschiedener Gegenstände lösen konnte.
Fazit
Dass mir als Frau Georges neues Antlitz nicht zusagt, ist wohl mein
persönliches Problem. Aber ich habe ähnliche Bemerkungen über Nico auch schon von der
holden Männlichkeit gehört, also gleicht sich das wieder aus. Belustigt hat mich die
Entdeckung, dass die Designer offenbar ihre eigene Serie nicht besonders gut kennen, denn
als George einen alten Bekannten wieder trifft und erklärt, woher er ihn kennt, scheint
ihn seine Erinnerung verlassen zu haben. Nun, als Fan fällt einem so was eben auf.
Enttäuschender fand ich die Tatsache, dass doch noch einige der sehr gelungenen
grafischen Effekte, wie Sonneneinstrahlung und Wasserdampf, die Performance verlangsamten,
obwohl mein Spielcomputer alle Systemvoraussetzungen mehr als erfüllt. Irgendwie werde
ich das Gefühl nicht los, dass dieses Spiel mit vorgerenderten Hintergründen wirklich
hätte glänzen können. Man könnte nun behaupten, einem Adventurespieler kann es keiner
recht machen und das stimmt wohl auch.
Positiv an Der Engel des Todes ist auf jeden Fall die
Maussteuerung, welche allerdings mit den Perspektiven nicht besonders gut harmoniert. Es
hätten auch gerne noch mehr Hotspots und Animationen vorhanden sein dürfen, um die
Spielwelt lebendiger und interessanter zu machen. Soundtechnisch gibt es nichts
auszusetzen. Das gilt größtenteils auch für die Rätsel, welche für Anfänger eine
Herausforderung, für Fortgeschrittene eine gute Unterhaltung, für Profis teilweise etwas
zu einfach sind, aber für Fans der Reihe wohl etwas inventarlastiger hätten sein
dürfen. Mit über 20 Stunden Spielzeit und der zumindest zum größten Teil an die beiden
ersten Spiele erinnernden Atmosphäre und einer spannenden, wendungsreichen Geschichte
kann ich Baphomets Fluch Der Engel des Todes aber immer noch guten Gewissens
allen Adventurefans sehr empfehlen.
Bewertung: 82%
Bewertungssystem Adventure-Archiv:
- 80% bis 100% sehr gutes Spiel (sehr empfehlenswert)
- 70% bis 79% gut (empfehlenswert)
- 60% bis 69% befriedigend (bedingt empfehlenswert, mit Abstrichen)
- 50% bis 59% ausreichend (nicht gerade empfehlenswert)
- 40% bis 49% ziemlich schlecht (eher abzuraten - etwas für
Hardcore-Adventure-Freaks und Sammler)
- 0% bis 39% grottenschlecht (lieber die Finger davon lassen)
Minimale Systemvoraussetzungen
- Pentium IV 1,4 GHz oder besser
- 256 MB RAM (512 MB empfohlen)
- 2,6 GB freier Festplattenspeicher
- DVD-ROM Laufwerk: 2-fach oder besser
- Grafikkarte Nvidia GeForce 6200 mit mind. 128 MB, die mit
Shaderroutinen 1.1 kompatibel sein muss (DirectX 9.0c kompatibel)
Gespielt auf
- Windows XP Professional SP 2
- Pentium IV 2,6 GHz
- 1 GB RAM
- ATI Radeon 9550 256 MB MB Grafikkarte
- 16x DVD-ROM SD-616 Samsung
- Creative Soundblaster Live! 5.1 Soundkarte
Copyright © MaryScots für Adventure-Archiv,
25. November 2006
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