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Cleopatra - Schicksal einer Köngin


Releasedatum: März 2008

Entwickler: Kheops
 
Publisher: Nobilis / Rondomedia
 

Spielsprache: Deutsch

 

Homepage
Boxshots

 

PEGI: 12+

USK: ohne Altersbeschränkung

 

 

Ein Review von  Jehane   10. April 2008

 

Wenn es ein Spielestudio gibt, das sich voll und ganz der Entwicklung von historischen Adventures verschrieben hat, dann dürften das unbestreitbar die französischen Kheops-Studios sein, die ihr Debut 2004 mit „The Egyptian Prophecy" (Egypt 3) gaben und sich seither auf Adventures spezialisiert haben, die entweder historischen oder literarischen Hintergrund haben. Nach Ausflügen in die Steinzeit („Das Geheimnis der vergessenen Höhle"), die italienische Renaissance („Secrets of Da Vinci") und auf die Schatzinsel („Rückkehr zur Schatzinsel") kehrt Kheops mit „Cleopatra – Schicksal einer Königin" quasi zu den Wurzeln zurück und nimmt sich einer der schillerndsten historischen Persönlichkeiten an, die auch heute noch die Phantasie der Menschen anregt und deren Schicksal dank Theater, Film und Literatur hinlänglich bekannt ist. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis die ägyptische Herrscherin, die übrigens von der Geschichtsschreibung den Beinamen „die Große" verpasst bekam, im Mittelpunkt eines Adventures stehen würde.

 

Installation/Technisches/Aufmachung

Das Auge spielt bekanntlich mit, und so beschert uns Publisher Rondomedia eine wunderschöne Mini-Klappbox mit edlem 3D-Reliefdruck auf der Vorderseite – vor allem Sammler dürften hiermit ihre helle Freude haben. Das beigelegte Handbuch kann da leider nicht mithalten und kommt in minimalistischem Schwarz-Weiß daher. Wir finden hier einen Überblick über die wichtigsten Steuerungselemente des Spiels; die Bedienung von „Cleopatra" ist dabei aber derart intuitiv gehalten, dass ich das Handbuch gar nicht benötigt habe. Das mag auch daran liegen, dass sich die Bedienung des Spiels nicht von Vorgängern wie „Nostradamus" oder „Secrets of Da Vinci" unterscheidet; mehr dazu weiter unten.

Die Installation verlief reibungslos und ziemlich flott, Probleme beim Spielen gab es keine – mir sind weder Abstürze noch Bugs noch sonstige technische Schwierigkeiten begegnet, ich habe allerdings in einem Forum gelesen, dass das Spiel ab einer bestimmten Stelle nicht mehr beendet werden kann, wenn man vergisst, einen bestimmten Gegenstand zu nehmen. Da ich in Adventures prinzipiell alles aufsammle, was geht und alles abgrase, um auch ja nichts zu übersehen, ist mir das selbst nicht passiert; ich kann aber nicht ausschließen, dass hier tatsächlich ein Bug vorliegt.

Durch die vergleichsweise niedrigen Systemanforderungen ist „Cleopatra" auch auf älteren Rechnern spielbar. Allerdings bringt diese an sich positive Seite des Spiels auch negative Aspekte namentlich im Hinblick auf die Grafik bzw. Präsentation mit sich; auch dazu komme ich später noch genauer.

 

Story

Wie gewohnt hat Kheops sich historische Fakten vorgenommen, um daraus eine fiktive Geschichte zu konstruieren, und wie gehabt bleibt die Titel spendende historische Persönlichkeit – in diesem Fall eben Kleopatra – im Hintergrund. Nur wenige Szenen sind der ägyptischen Herrscherin vergönnt, was ich persönlich zwar schade fand, wirklich überraschend war es aber nicht, denn auch Nostradamus und Leonardo da Vinci hatten in „ihren" Spielen lediglich Gastauftritte. Die Rahmenhandlung von „Cleopatra" entführt uns nach Alexandria. Im Jahr 48 vor Christus tobt hier ein erbitterter Bürgerkrieg zwischen den Anhängern der jungen Königin Kleopatra VII. und ihrem Ehemann Ptolemäus XIII., der gleichzeitig ihr Bruder ist und mit dem sie gemeinsam über das Land am Nil herrschen soll. Auf dem Spiel steht nichts Geringeres als der Thron Ägyptens. Kleopatra steht vor der schwierigen Entscheidung, sich mit Julius Cäsar zu verbünden, der ihr beim Kampf um die Macht in Ägypten helfen könnte – nur zu welchem Preis? Chefastrologe Akkad soll im Auftrag der Herrscherin eine Prophezeiung erstellen, die das Schicksal Ägyptens zum Guten wendet. Doch bevor Akkad seinen Auftrag ausführen kann, verschwindet er spurlos, und mit ihm seine Tochter Iris. Der junge Chaldäer Thomas, ein Schüler Akkads und mit Iris verbandelt, macht sich nun auf die Suche nach seinem Meister und seiner Geliebten, ohne zu ahnen, dass er bald in politische Intrigen verwickelt werden wird.

Das historische Gerüst wurde sauber recherchiert, hätte aber etwas ausgebaut werden können.

So hätte man erklären können, warum griechische Schrift verwendet wird, denn nicht jeder hat die Geschichte des alten Ägypten sofort parat und könnte angesichts der griechischen Buchstaben etwas verwirrt sein. Ägypten wird ja gemeinhin mit Pharaonen, Mumien und Hieroglyphen verbunden; Ägypten war aber zur Zeit Kleopatras ein völlig anderes Land als zur Zeit der Pharaonen, hatte viel von seinem einstigen Glanz verloren, war schwach und gebeutelt. Jahrhunderte vorher hatte Alexander der Große leichtes Spiel mit dem Land am Nil gehabt und Ägypten seinem wachsenden Weltreich einverleibt. Nach dem Tod Alexanders wurde sein riesiges Reich aufgeteilt; Ägypten fiel an Ptolemaios I., Kleopatras Ahnen. Alexandria wurde zum geistigen Zentrum des Landes, und die Amtssprache war, erraten, Griechisch. Man hätte das ruhig einflechten können anstatt die Spieler ins kalte Wasser zu werfen; lediglich in einem Nebensatz wird erwähnt, dass die Griechen seit Alexander dem Großen über das Land am Nil herrschen, was aber auch nicht ganz richtig ist, denn die Ptolemaier waren sehr wohl ägyptischer Abstammung. Durch zusätzliche historische Details hätte man dem etwas mageren Story-Gerippe jedenfalls mehr Fleisch verleihen können.

Zudem haben sich, und das darf in einem historischen Adventure einfach nicht passieren, kleine, aber peinliche Fehler eingeschlichen. So erfährt Thomas, dass Julius Cäsar auf dem Weg nach Alexandria ist, um den abtrünnigen römischen Feldherrn Pomeius (sic!) zur Rechenschaft zu ziehen. Das ist zwar soweit richtig, beim Namen des Feldherrn wurde aber geschlampt: Der gute Mann hieß Pompeius – mit p. Dieser Fehler taucht sowohl im gesprochenen als auch im geschriebenen Dialog auf; ob es sich dabei um einen Schnitzer handelt, der nur in der deutschen Version des Spiels vorhanden ist, konnte ich leider nicht überprüfen. Ebenfalls irritierend: Thomas gelangt im Lauf seiner Suche bis zum sagenhaften Leuchtturm von Alexandria, wo er ebenfalls Spuren des verheerenden Bürgerkrieges findet – und mittelalterliche Langschwerter neben ägyptischen oder griechischen Kriegern, die auf den ersten Blick auch noch aussehen wie Ritter. Im Jahr 48 v. Chr.!! Ich bin ja an sich sehr für künstlerische Freiheit, ein solcher Anachronismus darf aber einfach nicht passieren, zumal das Spiel ansonsten sorgfältig recherchiert wurde.

Man hätte wie gesagt das historische Gerüst noch etwas aufpeppen und den Spielern mehr Informationen über den Zwist zwischen Kleopatra und Ptolemaios an die Hand geben können; auch für ausgefeiltere politische Intrigen wäre durchaus noch Platz gewesen, und warum Ptolemaios als der große Gegenspieler seiner Ehefrau und Schwester überhaupt nicht auftaucht, ist einfach unverständlich. Man hätte hier mit Sicherheit einen charismatischen und vor allem ebenbürtigen Gegner schaffen können anstatt ein paar Handlanger ins Rennen zu schicken. Schade um die Chance, die hier vertan wurde.

So konzentriert sich die Handlung voll und ganz auf Thomas’ Suche nach Akkad und Iris sowie die Prophezeiung, die über Ägyptens Wohl oder Untergang entscheidet. Die Geschichte wird dabei linear und in sich logisch geschlossen erzählt, vermag aber nicht vollends zu überzeugen und bleibt bis zum Schluss etwas dünn, ehe sie sich schließlich im ägyptischen Sand verläuft. Wie schon bei Nostradamus, so hatte ich auch bei „Cleopatra" das ungute Gefühl, dass man es hier sehr eilig mit der Fertigstellung hatte, und dieses Eiltempo hat sich letzten Endes negativ auf die Handlung ausgewirkt. Aber auch die Charaktere haben gelitten; sie bleiben nichts sagend und blass, was vor allem im Fall Kleopatras jammerschade ist. Was hätte man aus ihrer Geschichte und ihrer faszinierenden Persönlichkeit nicht alles machen können! Zwar wird stellenweise der schwache Versuch unternommen, die Herrscherin ambivalent darzustellen, etwa, indem ein Gesprächspartner Thomas’ über Kleopatras hinterhältigen Charakter schimpfen darf, aber das Bild der Königin bleibt dennoch überwiegend positiv. Auch etwaige Zweifel Thomas’ an der Aufrichtigkeit und Vertrauenswürdigkeit Kleopatras sind nur von kurzer Dauer; im Hinblick auf Charakterdarstellung versagt das Spiel insofern auf ganzer Linie, auch, was unseren Helden wider Willen angeht. Thomas hat nichts an sich, was ihn zu einem unverwechselbaren Adventurehelden machen würde; er hinterlässt keinen bleibenden Eindruck, bleibt ohne eigenständige Persönlichkeit und ohne Profil. Am ehesten bleibt noch die Figur des Sobek-Wächters in Erinnerung, hauptsächlich wegen des fortwährenden Gezeters gegen die Griechen und der Überstrapazierung des Begriffs „Krokos". Mehr solcher Charaktere hätten das Spiel auf eine höhere Ebene gehoben und es interessanter gemacht als es letzten Endes ist.

Zu wenig Tiefgang, zu uninteressante Figuren und zu viel Linearität hinterlassen am Ende einen faden Beigeschmack.

 

Steuerung

Bei „Cleopatra" haben die Kheops Studios auf die bewährte Point-and-Click-Steuerung der Vorgänger zurückgegriffen, wir steuern Thomas dabei ausschließlich aus der Ego-Perspektive. Der Cursor hat die Form eines goldenen Skarabäus-Käfers und ändert je nach Interaktionsmöglichkeit die Gestalt bzw. wippt auf und ab, wenn wir uns in eine bestimmte Richtung bewegen können. Wie gehabt können wir sprechen (Gesicht), etwas lesen (Auge des Ra) bzw. untersuchen (Lupe), etwas nehmen (Hand) oder benutzen (Zahnräder). Manchmal ist es auch notwendig, etwas zu bewegen; dann ändert sich der Cursor in horizontale oder vertikale Pfeile, je nachdem, in welche Richtung die Bewegung möglich ist. Zusätzlich gibt es einen rotierenden Pfeil, der anzeigt, dass etwas gedreht werden kann. In diesen Fällen muss man die linke Maustaste gedrückt halten, um die entsprechende Aktion ausführen zu können. Ist keine Aktion oder Fortbewegung möglich, behält der Cursor seine Skarabäen-Form; diese ist dann nach links geneigt. Sämtliche Aktionen werden mit der linken Maustaste ausgeführt; das Inventar rufen wir mit einem Klick auf die rechte Maustaste auf.

Leider wurde die Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt; man kann sich nur auf vorgegebenen Pfaden bewegen, die genauere Erkundung der Umgebung fällt damit flach. Dafür ist die Wegfindung sehr klar strukturiert; man kann sich nicht verlaufen, lange Wege gibt es auch nicht – dafür sorgt eine im Inventar integrierte Karte, die sich im Lauf des Spiels mit Orten füllt. Während des gesamten Spiels genießt man eine 360-Grad-Panoramaansicht, und hier punktet Kheops wieder auf der ganzen Linie; mehr dazu im Abschnitt Grafik.

 

Inventar

Das Inventar wurde wieder in mehrere Abschnitte unterteilt. In der Mitte und damit dominant finden wir ausreichend Platz für alle Gegenstände, die wir im Lauf des Spiels aufsammeln; dabei wurde wieder auf „Karteireiter" zurückgegriffen, zwischen denen man beliebig hin- und herschalten kann. Der großzügig gehaltene Platz für Inventargegenstände scheint dabei leicht übertrieben; auf sechs Seiten stehen je 24 Slots, insgesamt also 144 Slots zur Verfügung, und das ist bei weitem mehr, als man tatsächlich braucht. Ich habe sowohl im ersten als auch im zweiten Durchgang nicht einmal die zweite Seite füllen können, also weniger als 48 Slots benötigt. Zwar variiert die Zahl und Art der Inventargegenstände je nach zu Beginn gewähltem Sternzeichen und Schwierigkeit der Rätsel, aber ich halte es für unwahrscheinlich, dass man alle 144 Slots füllen kann, auch dann nicht, wenn man die Variante „Die Sterne mögen mich ganz und gar nicht *heul*" spielt, die zusammen mit „Die Sterne sind mir das ganze Spiel über hold, juche!" am Ende eines erfolgreich absolvierten Spiels freigeschaltet wird.

In der Mitte unten befindet sich ein „Montageplatz", an dem Inventargegenstände miteinander kombiniert werden. Dabei hilft einem das Spiel insofern, als es durch Platzhalter in Form von Fragezeichen anzeigt, dass noch ein Gegenstand fehlt; auch das Endresultat wird, sofern noch ein Gegenstand fehlt, in Form eines Fragezeichens dargestellt. Gegenstände, die man aufnimmt, landen zunächst in einem Kästchen rechts oben und müssen dann entweder manuell oder per Klick auf einen Button in den Slots abgelegt werden – ein Feature, das Kheops bereits bei „Nostradamus" eingebaut hat und das ich nach wie vor unsinnig finde. Was spricht denn bitte dagegen, einen Inventargegenstand automatisch in einen freien Slot abzulegen, sobald man ihn aufgehoben hat? Nichts? Eben.

Im Inventar finden wir außerdem rechts einen Button, mit dem wir bereits kombinierte Gegenstände wieder auseinander nehmen können; dazu muss man nur mit dem Gegenstand auf den Button klicken. Ebenfalls rechts befindet sich die Karte, mit deren Hilfe man sich in Alexandria schnell von einem Ort zum anderen „beamen" kann; lange Laufwege entfallen dadurch. Die linke Seite des Inventars beinhaltet aufgesammelte Dokumente, durch die wir mit Hilfe von Pfeiltasten blättern können – oder besser gesagt, mit dem ägyptischen Äquivalent von Pfeiltasten, in diesem Fall federartigen Icons. Ebenfalls links werden bereits geführte Gespräche archiviert, die bei Bedarf jederzeit abgerufen werden können; sie ergänzen in gewisser Weise das Notizbuch, da die Gespräche – wie übrigens auch die Dokumente – oft Hinweise darauf enthalten, was als nächstes zu tun ist. Weiters finden wir auf der linken Seite Thomas’ Notizbuch, in dem er den Fortschritt der Geschichte dokumentiert. Ganz unten links befindet sich schließlich das Sternzeichen, das man zu Beginn des Spiels gewählt hat. Bewegt man den Mauscursor darüber, zeigt es das aktuelle Tageshoroskop an und verrät uns, ob uns die Sterne gut oder schlecht gesonnen sind.

Über das Inventar kann selbstredend auch gespeichert und geladen werden. Die Bedienung wurde intuitiv und einfach gehalten, sodass man sich nicht erst durchs Handbuch quälen muss. Nein, man kann sich sofort ins Vergnügen stürzen und in der Haut von Thomas versuchen, Kleopatra zu helfen. Zudem steht eine integrierte Hilfe zur Verfügung, die beim erstmaligen Öffnen des Inventars bzw. seiner Funktionen erklärt, was wie funktioniert, und das in Form einer sehr angenehmen Frauenstimme. Auf komplexere Inventarrätsel, wie wir sie in „Nostradamus", aber auch „Secrets of Da Vinci" lösen durften, wurde dieses Mal leider verzichtet, und auch ein Charakterbild dürfen wir dieses Mal nicht bewundern.

 

Grafik und Sound

Optisch ist „Cleopatra" ein Augenschmaus, und das beginnt schon im aufwändig und innovativ gestalteten Hauptmenü. Man ruft nicht einfach ein Menü auf, nein, man betritt Kleopatras Palast, kann sich hier um 360 Grad drehen und die einzelnen Menüpunkte anwählen. Diese wurden in die Umgebung integriert: Durch eine offene Tür „betritt" man das neue Spiel, durch eine weitere offene Tür verlässt man den Palast und damit das Spiel. Soundoptionen werden an einer Laute eingestellt, ein Podest beherbergt nicht nur fünf Avatare, sondern auch Slots für gespeicherte Spiele. Diese werden in Form von Papyrusrollen abgelegt, die zuvor auf einem kleinen Pult mit Hieroglyphen beschrieben werden – man hat sich hier also alle Mühe gegeben, bereits das Hauptmenü in ägyptischem Glanz erstrahlen zu lassen und den Spieler so auf das Folgende einzustimmen. Was soll ich sagen – es funktioniert. Die einzelnen Orte, an denen wir uns bewegen können, sind, wie nicht anders zu erwarten, ebenfalls wunderschön und opulent ausgefallen. Den Spieler erwarten unter anderem ein lauschiger Garten, die berühmte Bibliothek von Alexandria, ein Mausoleum und der Leuchtturm auf der Insel Pharos. Man kann sich gar nicht sattsehen an den opulenten Szenerien, die mit viel Liebe zum Detail gestaltet wurden.

Aber auch hier ist nicht alles Gold, was glänzt. Wie bereits oben angedeutet, wirken sich die vergleichsweise niedrigen Systemanforderungen des Spiels auch auf die grafischen Möglichkeiten aus. Die Gesichter der Charaktere bleiben starr und unnatürlich glatt, auf Großaufnahmen wurde verzichtet, die Figuren bewegen sich kaum oder führen immer dieselben Gesten aus, und oft wirkt die Szenerie in all ihrer Pracht entsetzlich leblos. Das ist selbst dann der Fall, wenn andere Lebewesen anwesend sind. So sieht sich Thomas in einem Kapitel mit einer Horde Krokodilen konfrontiert. Klingt beängstigend, ist es aber nicht, denn die lieben Tierchen bewegen sich keinen Millimeter. Sie sehen aus wie in die Landschaft geklebt. Gut, man weiß ja, dass Krokodile gut darin sind, auch mal längere Zeit still zu halten, aber derart lahmarschig, dass sie nicht mal kurz mit dem Schwanz zucken oder die Position minimal verändern, dürften diese Tiere dann doch nicht sein. Ein paar Dutzend Krokodile zu animieren wäre aber wohl zu Lasten der Systemanforderungen gegangen; dennoch bleibt auch hier der ungute Beigeschmack, dass man zugunsten einer raschen Veröffentlichung auf kleine, aber feine Details verzichtet hat. Das raubt dem Spiel leider ein wenig an Atmosphäre; man hat zeitweise das Gefühl, sich durch eine Art Museum zu bewegen. Die wenigen Zwischensequenzen wurden gut animiert, die Bewegungen der Charaktere erscheinen dabei einigermaßen flüssig, aber auch in den Zwischensequenzen bleibt die Mimik starr; auf aufwändige Kamerafahrten wurde gänzlich verzichtet.

Die musikalische Untermalung, aber auch die Sprachausgabe sind gleichermaßen gut gelungen und wurden professionell umgesetzt. Auch die Geräuschkulisse schafft ein eigenes Flair und versetzt einen ins alte Ägypten, was besonders zu Beginn im Garten vor dem Observatorium hervorragend gelungen ist. Man hört Vögel kreischen und Wasser plätschern, aber auch der Lärm des Bürgerkriegs dringt in den lauschigen Garten. Die Krokodile – wenn sie sich denn mal bewegen – fauchen uns an, Steinplatten geben passende Geräusche von sich, wenn sie gedreht werden. Was Geräuschuntermalung und Musik angeht, gibt es für „Cleopatra" volle Punktezahl; auch bei den Sprechern wurde auf Professionalität geachtet. Thomas, der Hauptprotagonist, hat eine angenehme, unaufdringliche Stimme, während seine Freundin Iris hie und da etwas hysterisch rüberkommt und Kleopatra selbst ruhig, königlich und bestimmt klingt.

 

Rätsel

Die Stärken des Spiels liegen ganz klar im Rätseldesign. Man bekommt es mit allen möglichen Aufgaben zu tun, die mal mehr, mal weniger herausfordernd ausgefallen sind. In vielen Fällen gilt es, mit Hilfe des griechischen Alphabets Wörter zu schreiben und so einen Mechanismus auszulösen bzw. zu betätigen – keine Angst, Griechisch-Kenntnisse sind dabei nicht notwendig, denn erstens werden die deutschen Begriffe eingeblendet und zweitens wird auch das gesamte zu schreibende Wort in griechischen Buchstaben angegeben, entweder im Rätsel selbst oder in einem der zahlreichen Dokumente, die man einsammelt. In einem Fall wurde ein „griechisches" Rätsel mit einem klassischen Puzzle kombiniert, dessen Ergebnis wiederum die Lösung für zwei weitere Aufgaben mit sich bringt. Man hat hier sehr darauf geachtet, die Rätsel logisch und nachvollziehbar in die Handlung einzubetten und gleichzeitig auf ägyptische bzw. griechische Kulturgeschichte zurückzugreifen. Und so darf Thomas ein antikes Gerät zur Zeitmessung benutzen, um ein Mausoleum zu öffnen, muss sich mit kleinen (und einfachen) mathematischen Aufgaben beschäftigen, sein Gewicht herausfinden, Figuren herstellen oder Sternzeichen-Plaketten richtig einsetzen. Daneben gibt es noch die übliche Giftmischerei, die im Fall von „Cleopatra" aber etwas mühsam ausgefallen ist, denn ehe wir uns daran machen können, diverse Mittelchen zu brauen, müssen wir erst einmal alle Zutaten einsammeln – und identifizieren. Dabei hilft zwar wiederum ein Papyrus, den wir vor Ort finden, aber die Identifikation von rund zehn verschiedenen Pulvern kann schon eine Weile dauern. Schwierig ist diese Aufgabe nicht, höchstens nach dem dritten Pulver etwas öde. Anders als in „Nostradamus" fällt der Anteil der Giftmischerei an den Rätseln dieses Mal deutlich geringer aus; man hat hier wohl sehr auf Ausgewogenheit geachtet und sich gehütet, eine bestimmte Rätselform überzustrapazieren.

Auch reine Inventarrätsel sind natürlich vertreten; sie bestehen meist darin, zwei oder mehrere Gegenstände zu kombinieren, was, mit Hilfe des „Montagebereichs" erledigt wird. Können zwei Gegenstände nicht verbunden werden, wird das angezeigt; einmal verbundene Gegenstände können auch wieder getrennt werden, was sich mitunter auch durchaus als sinnvoll erweist. Elaborierte Inventarrätsel, wie sie uns in „Nostradamus" begegneten, gibt es leider nicht; wir dürfen also nicht im Notizbuch herummalen oder –basteln.

Inventargegenstände können selbstredend nicht nur miteinander verbunden werden, sondern auch mit Objekten außerhalb des Inventars. Das ist meistens dann der Fall, wenn es gilt, ein Rätsel zu lösen, beispielsweise, wenn eine Tür geöffnet oder ein freches Krokodil vertrieben werden muss.

Für praktisch jede Aufgabe gibt es einen oder mehrere Hinweise im Spiel, sei es in Form von Gesprächen oder in Gestalt der Papyri, die an allen möglichen Orten darauf warten, aufgehoben und eingesteckt zu werden. Der Schwierigkeitsgrad ist insofern nicht übertrieben hoch; ich würde die Rätsel als mittelschwer einstufen, alten Adventure-Hasen sollten sie keine Probleme bereiten. Vom Verwenden einer Komplettlösung würde ich aber auch Anfängern dringend abraten, denn das Spiel ist extrem kurz ausgefallen – ich habe beim zweiten Durchlauf gerade einmal dreieinhalb Stunden gebraucht! Man kann sich also ausrechnen, wie lange man in etwa spielt, wenn man die Rätsel noch nicht kennt und ein wenig an ihrer Lösung zu tüfteln hat. Mehr als sechs, sieben Stunden sind da nicht drin, allerhöchstens zehn, wenn man mal wirklich an einer Stelle länger hängen sollte. Das halte ich aber angesichts der zahlreichen Hinweise auf die Lösung der Aufgaben für unwahrscheinlich.

Eine Besonderheit des Spiels soll an dieser Stelle nicht verschwiegen werden: Die Schwierigkeit mancher Rätsel richtet sich danach, welches Sternzeichen man zu Beginn des Spiels gewählt hat und somit danach, wie die Sterne am jeweiligen Spieltag für Thomas stehen. Ich habe beispielsweise mit dem Sternzeichen Wassermann im ersten Kapitel Gegenstände aufheben und benutzen müssen, die mit dem Sternzeichen Skorpion nicht notwendig und somit gar nicht vorhanden waren. Sind einem die Sterne und die Götter wohl gesonnen, wird das durch ein Funkeln angezeigt; stehen die Sterne schlecht, zeigt uns ein kurzer Regenschauer dies an. In letzterem Fall muss das betreffende Rätsel umständlicher gelöst werden als in ersterem Fall. Hat man das Spiel einmal erfolgreich beendet, werden übrigens zwei weitere Zeichen freigeschaltet, die man zu Beginn einer neuen Partie wählen kann. In einem Fall gehen sämtliche Aufgaben leicht von der Hand und die Götter sind dem Spieler gewogen. Entscheidet man sich für das zweite Zusatzzeichen, dann wählt man die schwierigere Variante. Durch die variierende Schwierigkeit einiger Rätsel ist natürlich ein gewisser Wiederspielwert gegeben; an der Handlung selbst ändert sich allerdings nichts. Übrigens: Man kann in diesem Spiel nichts falsch machen und sich in brenzlige oder ausweglose Situationen manövrieren, und auch ein Game Over oder Rätsel unter Zeitdruck gibt es nicht.

 

Dialoge

„Cleopatra" ist nicht unbedingt das, was man ein dialoglastiges Spiel nennen würde; die Anzahl der Gesprächspartner ist stark begrenzt und beschränkt sich, Kleopatra selbst nicht mit eingerechnet, auf gerade einmal drei Personen. Die Gespräche laufen teils automatisch ab, teils muss man Gesprächsthemen über einen einfachen Dialogbaum auswählen. Falsch machen kann man dabei nichts; bereits besprochene Themen verschwinden aus dem Dialogbaum.

Thomas selbst darf hin und wieder flapsige Kommentare von sich geben, die mich zum Teil ein wenig an „Ankh" erinnert haben. Die Diktion der Charaktere, allen voran Thomas, ist nämlich insgesamt etwas, nun ja, modern ausgefallen, was man beispielsweise daran festmachen kann, dass der Sobek-Wächter, auf den Thomas vor der Bibliothek trifft, ausschließlich von seinen „Krokos" spricht. Aber auch Sätze wie „Hallo? Denkst du vielleicht auch mal an uns?" klingen wenig authentisch und stören ein wenig die Atmosphäre des Spiels. Apropos stören: Als besonders störend und ein klein wenig ärgerlich empfand ich die falsche Wortwahl im Hinblick auf die Rebellen im Bürgerkrieg: Thomas, aber auch der Sobek-Wächter, sprechen hier kurzerhand von „Aufständigen", ein Wort, das es in der deutschen Sprache nicht gibt und das im Spiel an einigen wenigen Stellen durch das korrekte „Aufständische" ersetzt wird. Keine allzu große Sache, aber auffällig genug, dass es einen irritiert aufhorchen lässt. Zur Sprachausgabe sei abschließend noch gesagt, dass Thomas, wenn denn mal was nicht so funktioniert, wie es sollte, dem Spieler nicht immer denselben lahmen Satz um die Ohren drischt, sondern sich auch mal was einfallen lässt – je nachdem, wo er sich gerade befindet und was man von ihm will. Gut gelöst; so hält sich der Ärger über die ewig gleichen Standardsätze in Grenzen bzw. kommt erst gar nicht auf. Bereits gehörte Dialoge lassen sich übrigens ebenso per linker Maustaste abbrechen wie Zwischensequenzen oder die Anfangstitel bzw. Firmenlogos.

 

Fazit

„Cleopatra – Schicksal einer Königin" darf für sich die zweifelhafte Ehre in Anspruch nehmen, eines der kürzesten Adventure aller Zeiten zu sein. Profis werden nach sechs bis sieben Stunden fertig sein, ein zweiter Durchlauf dauert folgerichtig nur noch halb so lange. Den aktuellen Ladenpreis von knapp 40 Euro halte ich daher für eine Frechheit – von einem Vollpreis-Spiel erwarte ich mehr, auch, was die Spieldauer angeht. Zwar ist ein gewisser Wiederspielwert gegeben, das reißt aber auch nicht mehr viel heraus, zumal das Spiel in einem neuerlichen Durchlauf noch an Länge verliert. Positiv daran ist, dass man „Cleopatra" auch dann spielen kann, wenn man grade nicht so viel Zeit hat; insofern würde es sich auch für casual gamers eignen. Zudem ist das Spiel durch die leichte Handhabung und den mittleren Schwierigkeitsgrad auch für Einsteiger geeignet.

Bei mir hat das Spiel auch nach dem zweiten Durchgang einen äußerst zwiespältigen Eindruck hinterlassen. An sich mag ich Kheops-Spiele sehr; sie sind schön anzusehen und haben für gewöhnlich eine gute, spannende Story. Diese sucht man in „Cleopatra" aber leider vergebens; sie ist bestenfalls in Ansätzen vorhanden, auch wenn das Spiel durchaus Spaß macht – aber es ist bei weitem kein Meilenstein in der Adventure-Geschichte und auch kein absolutes Must-Have, das in keiner Sammlung fehlen darf. An die Qualität eines „Secrets of Da Vinci" reicht dieses Spiel nicht mal annähernd heran; gutes Rätseldesign alleine genügt einfach nicht, und auch das innovative und aufwändig gestaltete Menü macht das Kraut nicht fett. Es hat vielmehr den Anschein, als hätte man unbedingt einen festgesetzten Release-Termin einhalten wollen und diesem so manches geopfert, was das Spiel zu einem guten, wenn auch nicht hervorragenden Adventure hätte machen können. Man verlässt sich zu sehr auf die offensichtlichen Stärken wie Grafik und Rätseldesign und vernachlässigt darüber die Handlung und die Charaktere. Das vorhandene Potenzial wurde ganz eindeutig nicht ausgeschöpft; am Ende des Spiels bleibt der schale Beigeschmack eines durchschnittlichen Fließbandprodukts zurück.

 

 Meine Gesamtbewertung: 69%

 

 

Bewertungssystem Adventure-Archiv:

  • 80% bis 100% sehr gutes Spiel (sehr empfehlenswert)
  • 70% bis 79% gut (empfehlenswert)
  • 60% bis 69% befriedigend (bedingt empfehlenswert, mit Abstrichen)
  • 50% bis 59% ausreichend (nicht gerade empfehlenswert)
  • 40% bis 49% ziemlich schlecht (eher abzuraten - etwas für Hardcore-Adventure-Freaks und Sammler)
  • 0% bis 39% grottenschlecht (lieber die Finger davon lassen)

 

Minimale Systemvoraussetzungen:

  • Windows 98SE/2000/XP/Vista
  • Pentium/Athlon-Prozessor mit 800 MHz
  • 256 MB Ram
  • 64 MB 3D-Grafikkarte
  • 16-Bit-Soundkarte
  • DVD-Laufwerk
  • DirectX 9.0c-kompatible Hardware
  • Gespielt mit:
  • Windows XP Home SP 2
  • Pentium 4 mit 3 GHz
  • 2 GB Ram
  • Optiarc DVD RW AM-71707
  • Nvidia GeForce 7300 SE/7200 GS mit aktuellem Grafiktreiber

Gespielt mit:

  • Windows XP Home SP 2
  • Pentium 4 mit 3 GHz
  • 2 GB Ram
  • Optiarc DVD RW AM-71707
  • Nvidia GeForce 7300 SE/7200 GS mit aktuellem Grafiktreiber

 

Copyright © jehane für Adventure-Archiv, 10. April 2008

 

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Anstelle eines Menüs dürfen wir Kleopatras Palast betreten und uns in Ruhe umsehen
Anstelle eines Menüs dürfen wir Kleopatras Palast betreten und uns in Ruhe umsehen

 

 


Ein etwas anderes Optionsmenü
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Zu Beginn eines neuen Spiels wählt man hier einen Avatar aus. Die Rollen unter den Figuren sind die gespeicherten Spielstände
Zu Beginn eines neuen Spiels wählt man hier einen Avatar aus. Die Rollen unter den Figuren sind die gespeicherten Spielstände

 

 

 

Lauschig: der Garten des Observatoriums
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Eines von zahlreichen griechisch-astrologischen Rätseln
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griechisch-astrologischen Rätseln

 

 

 

Vom Dach des Observatoriums hat man einen hübschen Ausblick auf das vom Bürgerkrieg gebeutelte Alexandria
Vom Dach des Observatoriums hat man einen hübschen Ausblick auf das vom Bürgerkrieg gebeutelte Alexandria

 

 

 

Kleopatra hat ein paar Anweisungen für Thomas parat
Kleopatra hat ein paar Anweisungen für

Thomas parat

 

 

 

Die berühmte Bibliothek von Alexandria hat auch schon mal bessere Tage gesehen
Die berühmte Bibliothek von Alexandria hat auch schon mal bessere Tage gesehen

 

 

 

Das Inventar ist mehr als eine bloße Ansammlung von Gegenständen; wir finden hier eine Karte (rechts), das aktuelle Tageshoroskop unseres gewählten Sternzeichens (links unten) und einen „Montagebereich", wenn wir Gegenstände kombinieren müssen…
Das Inventar ist mehr als eine bloße Ansammlung von Gegenständen; wir finden hier eine Karte (rechts), das aktuelle Tageshoroskop unseres gewählten Sternzeichens (links unten) und einen „Montagebereich", wenn wir Gegenstände kombinieren müssen…

 

… was dann so aussieht
… was dann so aussieht

 

 

 

Im Inventar sammeln sich im Lauf des Abenteuers jede Menge nützlicher Dokumente an
Im Inventar sammeln sich im Lauf des Abenteuers jede Menge nützlicher Dokumente an

 

 

 

Dieser freundliche Mann ist nicht nur ein Wächter des Krokodilgotts Sobek, sondern auch ein leidenschaftlicher Griechen-Hasser
Dieser freundliche Mann ist nicht nur ein Wächter des Krokodilgotts Sobek, sondern auch ein leidenschaftlicher Griechen-Hasser

 

 

 

Was wäre ein Kheops-Spiel ohne Giftmischerei?
Was wäre ein Kheops-Spiel ohne Giftmischerei?

 

 

 

Ein „Gesprächspartner" der etwas anderen Art: Souchous, das Krokodil, kann uns bei einer Aufgabe von großem Nutzen sein
Ein „Gesprächspartner" der etwas anderen Art: Souchous, das Krokodil, kann uns bei einer Aufgabe von großem Nutzen sein

 

 

 

Thomas im Zwiegespräch mit Kleopatra
Thomas im Zwiegespräch mit Kleopatra

 

 

 

Der Leuchtturm von Alexandria auf der Insel Pharos
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Es darf gepuzzelt werden
Es darf gepuzzelt werden

 

 

 

Hier müssen griechische Buchstaben richtig angeordnet werden
Hier müssen griechische Buchstaben richtig angeordnet werden

 

 

 

Iris, die Tochter des Astrologen und Thomas’ Geliebte
Iris, die Tochter des Astrologen und
Thomas’ Geliebte

 

 

Im Notizbuch hält Thomas alle Ereignisse und Fortschritte seines Abenteuers fest
Im Notizbuch hält Thomas alle Ereignisse und Fortschritte seines Abenteuers fest

 

 

it Hilfe der Karte können wir rasch von einem Ort zum nächsten wechseln, ohne uns die Füße wund zu laufen
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