This page in English


Zurück zur Adventure-Archiv Startseite


 

Cruise for a Corpse


Erscheinungsdatum: 1991
Entwickler: Delphine Software
Publisher: US Gold
Spielsprache: Deutsch

Boxshots

 


 

Ein Review von   Libby120   08. August 2003

 

 

Die Story

Nach einem kleinen Intro wird man als Inspektor Raoul Dusentier, der einen Mordfall auf einem Schiff aufklären muß, geradewegs ohne viele Anhaltspunkte in die Geschichte katapultiert. Dubiose Charaktere und zwiespältige Persönlichkeiten, ein glücksspielender Pastor, eine Alkoholikerin und natürlich ein Testament des Verstobernen, führen zu einer guten Detektivstory, bei der jeder der Verdächtige ist.

Die Steuerung

Obwohl dieses Spiel von 1991 ist, ist die Steuerung sehr durchdacht und anwenderfreundlich.

Zwar kann man weder die Geschwindigkeit der eigenen Person oder den Textfluß in den wenigen Zwischensequenzen verändern, jedoch ist dies auch nicht unbedingt nötig. Dank einer "Kartenfunktion" kann man mit einfachem Klick in jeden beliebigen Raum des Schiffes springen - egal wo man ist. Dies erspart, wie in so manchen Spielen, lästiges Hin- und Herrennen.

Desweiteren ist die Zahl der Möglichkeiten, mit Objekten zu hantieren, sehr klein gehalten.

Auch hier ist "Cruise for a Corpse" durchdacht und nicht mit zu vielen, sinnlosen Funktionen bestückt. Jedes Objekt hat verschiedene, individuelle Möglichkeiten, "genutzt" zu werden (ansehen, verschieben, drücken, etc.)

Das Inventory, das aus einer Liste besteht, ist beim Spielverlauf sehr übersichtlich gehalten und man kann auch nur das mitnehmen, was man wirklich braucht.

Die wichtigste Funktion des Spieles ist das Interagieren mit anderen Personen oder kurz gesagt: Ausquetschen bis aufs Letzte. Glücklicherweise kann man hier bestimmen, worüber man reden möchte (Multiple Choice). Gut ist die Funktion, dass die Personen nicht an einem Stück weiterbrabbeln, sondern jeweils per Mausklick erst eine weitere Textsequenz kommt.

Das Spiel

Die Grafik ist der Zeit angemessen und auch für Grafikfetischisten noch akzeptabel.

Die Story ist nichts Neues, vermutlich auch nicht erst seit 1991 und irgendwie erinnert mich das ganze an "Murder on the Mississippi", was nicht heißen soll, dass es schlecht ist. Der Wechsel von Ort zu Ort wird mit der Zeit langweilig und man nutzt nur noch die "Kartenfunktion". Man merkt schnell, dass das Spiel fast ausschließlich aus Gesprächen besteht. Keine Objektveränderungen und kaum Gegenstände, die man einsammeln und benutzen kann. Und da ist für mich der Knackpunkt des Spiels. Manche Objekte kann man nur zu bestimmten Zeiten im Spiel finden. (Einen Wäscheberg kann man also 10 x durchsuchen und nichts finden, wenn man nicht zur richtigen Zeit da ist.

Durch die vielen Gespräche vergisst man dann allerdings schnell sowas und übersieht auch Dinge. (Ein kleiner Schlüssel, der plötzlich relativ versteckt auf dem Boden liegt, in einem Raum, den man schon zig mal betreten hat) Die Gespäche werden immer langatmiger und nerviger, denn sobald eine neue Person in die Geschichte eingebunden wird, muß man alle Themen durchkauen. Die neuen Themen dann bei allen anderen Personen ansprechen - sonst geht es nicht weiter.

Schade ist auch, dass die eigene Person keine Persönlichkeit besitzt, wie in anderen Spielen. Man geht einfach nur herum und redet mit Leuten.

Die Spieldauer ist schwer abzuschätzen. Aber mit guten 15-20 Stunden sollte man es durch haben.

 

Sonstiges

"Cruise for a Corpse" benötigt ca. 3,4 MB auf der Festplatte. Neben Handbuch und Personenbesschreibungen liegt dem Spiel eine Schiffskarte bei, ähnlich der Karte, die innerhalb des Spiels für den schnellen Ortswechsel im Spiel verwendet wird.

Es gibt außerdem einen Kopierschutz in Form einer Drehscheibe. Bei jedem Spielstart gibt es dazu 2 Abfragen.

"Cruise for a Corpse" ist ein DOS-Spiel, das allerdings auch unter neuen Windowssystemen läuft. Bei der Konfiguration sollte man den Sound notfalls auf Speaker umstellen, damit läuft es auf jeden Fall!

 

Fazit

Wer auf Detektivgeschichten steht, ist hier genau richtig. Viel Story und jeder könnte der Bösewicht sein. Adventurespielbesessene und die es noch werden wollen, sollten sich dieses Spiel auch nicht entgehen lassen. Leute die auf Abwechslung, Eigeninitiative und knifflige Rätsel stehen, ist von diesem Spiel eher abzuraten.

Alles im Allem jedoch ein mal etwas anderes Spiel - und da es von 1991 ist, bekommt es dafür noch einen dicken Bonus! 

 

Bewertung: 65 %

 

 

Bewertungssystem Adventure-Archiv:

  • 80% bis 100% sehr gutes Spiel (sehr empfehlenswert)
  • 70% bis 79% gut (empfehlenswert)
  • 60% bis 69% befriedigend (bedingt empfehlenswert, mit Abstrichen)
  • 50% bis 59% ausreichend (nicht gerade empfehlenswert)
  • 40% bis 49% ziemlich schlecht (eher abzuraten - etwas für Hardcore-Adventure-Freaks und Sammler)
  • 0% bis 39% grottenschlecht (lieber die Finger davon lassen)

 

 

Systemanforderungen:

  • Festplatte
  • 640 K RAM
  • VGA Grafikkarte
  • Unterstützt: AdLib-, Roland- und Soundblaster Soundkarten

Testsystem:

  • Windows 2000 und Windows XP
  • AMD Athlon XP 1600+
  • 256 MB Arbeitsspeicher
  • ATI Radeon 7500 Grafikkarte
  • 12x CD-ROM

 

 

Copyright © Libby120 für Adventure-Archiv, 08. August 2003

 

Zurück zur Adventure-Archiv Startseite

 


 


 


 


 


 


 

 

 

 

 

 

Mehr Screenshots