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CSI 6 - Tödliche Verschwörung


Erscheinungsdatum: 28.10.2010

Entwickler: Telltale Games
Publisher:
Ubisoft/ CBS

 

Spielsprache getestete Version: englische Sprachausgabe, deutsche Untertitel

USK: ab 12 Jahren
PEGI: 16+ (Gewalt)


Boxshots

 

 

Ein Review von  Sherlock   12. Januar 2011

 

Gewissermaßen hatte CSI im letzten Jahr ein Jubiläum zu feiern. Im Fernsehen existiert die Ursprungsserie „CSI: Crime Scene Investigation" bereits seit 10 Jahren und hat es auf zwei Ableger in Miami und New York gebracht. Bereits die sechste Videospiel-Umsetzung des CSI-Teams Las Vegas erschien in diesem Jahr. Es gibt nicht viele Adventure-Reihen, die es auf so viele Ableger gebracht haben. Anscheinend ist die Serie erfolgreich genug, um weitere Spiele zu produzieren. Ob sich der Kauf lohnt oder Ihr besser auf die Budget-Ausgabe warten solltet, habe ich für Euch getestet.

 

Story

Wie immer, ist das Spiel auch dieses Mal in 5 Fälle unterteilt. Allerdings wurde seitens der Entwickler diesmal darauf Wert gelegt, dass alle Fälle auf die eine oder andere Art miteinander verstrickt sind. Das CSI-Team befasst sich mit Mordfällen, die vermeintlich nur sehr schwer aufzuklären sind. Unterstützung erhalten sie diesmal vom FBI, das aufgrund diverser Hinweise auf eine berühmt-berüchtigte Drogenbaronin ebenfalls ermittelt.

 

Installation

Die Installation stellt insofern kein Problem dar. Hier wurde auf eine veraltete Art des Kopierschutzes zurückgegriffen. Bei der Installation muss ein Keycode eingegeben werden, der auf dem Handbuch abgedruckt ist. Als Besonderheit ist zu nennen, dass man sich im Startmenü mit (falls vorhanden) seinem Facebook-Account anmelden kann, um Auszeichnungen, die während des Spiels erworben werden, direkt dort anzeigen zu lassen. Ob das einen Pluspunkt darstellt, überlasse ich jedem Leser selbst.

Relativ schmucklos und für Sammler nicht wirklich interessant erscheint auch dieser Teil lediglich im DVD-Case mit ausführlichem Handbuch.

 

Menüs

Zu den Menüs im Spiel ist eigentlich nichts weiter zu sagen. Autosaves werden von Zeit zu Zeit selbst angelegt. Zudem kann man in jedem der 5 Fälle im Speichermenü 3 Speicherslots vorfinden.

 

Steuerung

Gespielt wird ausschließlich mit der Maus. Die Steuerung ist nicht sehr kompliziert und erklärt sich von selbst. Jeder sollte innerhalb weniger Minuten rausbekommen haben, wie die Steuerung funktioniert. Gespielt wird, wie immer, in der 1st Person Perspektive. Leider wurde erneut auf eine 360 Grad Rundumsicht verzichtet.

 

Hotspots/Inventar/Dialoge

Wenn man sich durch einen Tatort bewegt, muss man die Augen nicht wirklich offen halten. Sobald etwas für den Fall Interessantes auftaucht, verwandelt sich der Cursor in einen Richtungspfeil. Wenn wir ein Beweisstück finden, verwandelt sich der Cursor in unseren Ermittlungskoffer. Hier müssen wir dann das jeweilige Ermittlungsgerät heraussuchen und auf das Beweisstück anwenden. Andere Hotspots sind so gut wie gar nicht zu finden. Es besteht nicht die Möglichkeit, den Tatort komplett zu durchsuchen. Wir werden regelrecht mit dem Finger darauf gestoßen.

Im Inventar selbst werden aufgenommene Beweisstücke, Beweisfotos, Fingerabdrücke und Gewebeproben aufbewahrt. Um bei der Fallstatistik gut abzuschneiden, sollte jedes Objekt noch einmal genau in Augenschein genommen werden. Die Objekte lassen sich dann auch drehen. So wird der eine oder andere Fingerabdruck auch noch gefunden. Allerdings geht es im Fall auch nicht weiter, ohne diese Arbeiten erledigt zu haben.

Wir werden immer von einem festen CSI-Teammitglied begleitet. Dämlich finde ich, dass wir nun schon zum sechsten Mal dabei sind, aber jedesmal wie ein Neuling behandelt und angesprochen werden.

Dialoge selbst finden entweder direkt am Tatort mit den Zeugen oder im Verhör mit den Verdächtigen statt. Dabei lassen sich die Gesprächsthemen über Symbole am unteren Bildschirmrand wählen. So manch eine Behauptung von Verdächtigen müssen wir auch mit nachgewiesenen Fakten widerlegen.

 

Rätsel

Rätsel im eigentlichen Sinne existieren schlichtweg nicht. Alles kommt einem vor, wie eine endlose Aneinanderreihung der immer wieder gleichen Aufgaben. Entweder wir analysieren Chemikalien oder Fingerabdrücke vom Tatort, oder aber wir vergleichen Gewebeproben am Mikroskop. Eine wirkliche Herausforderung erwartet uns an keiner einzigen Stelle. Auch die Logik in manchen Fällen erschloss sich mir nicht. Warum eine Drogenbaronin, die seit ewigen Zeiten dem Gesetz von der Schippe springt, plötzlich in jedem der 5 Fälle auftaucht, ist mir einfach zu hoch.

Wirklich spannend empfand ich hier gar nichts.

Wir haben an sich auch keine Möglichkeit, Fehler zu machen. Orte, die komplett durchsucht wurden, werden mit einem Häkchen versehen, sodass wir sofort wissen, dass wir dort nicht mehr hin müssen.

Wem die Fälle noch nicht einfach genug sind, für denjenigen wurde auch noch eine Hilfestellung eingebaut. Der jeweilige Supervisor bombardiert uns regelrecht mit Mails, wenn wir etwas vergessen haben. Die Häufigkeit dieser Hilfe lässt sich allerdings im Optionsmenü einstellen.

 

Grafik/Sound

Grafisch ist im Vergleich zu den Vorgängern wieder eine leichte Steigerung zu verzeichnen. Die Gesichter der auch aus der Fernsehserie bekannten Charaktere werden ihren menschlichen Vorbildern immer ähnlicher. Mittlerweile lassen sich an diesen sogar Emotionen ablesen.

Die Soundtrack ist der gleiche wie im TV. Möglicherweise wurden auch die Originaldarsteller für die Synchronisierung herangezogen. In Deutschland erfolgte auch diesmal keine Synchronisierung, sodass wir uns regelrecht abmühen müssen, einem Dialog zu folgen, wenn jemand schnell spricht. Leider lässt sich die Schnelligkeit des Bildschirmtextes nirgendwo einstellen.

 

Fazit

Ein absolutes No-Go sind für mich Produktplatzierungen in Computerspielen. Und davon hat es hier reichlich! Ich weiß nicht, was der amerikanische Fernsehsender und CSI-Rechteinhaber CBS daran verdient, aber wahrscheinlich lassen sich so die Einnahmezahlen der Spiele beschönigen.

Die teilweise langweiligen Fälle, die fehlende deutsche Synchronisierung, Logiklöcher und schlichtweg fehlende Rätsel bei einer Spielzeit von um die 12 Stunden führen zu weiteren Punktabzügen.

Ich hätte mich auch mit einem Interaktiven CSI-Spiel abfinden können, aber mit dem, was mir hier vorliegt, kann ich nur kopfschüttelnd vermerken, dass es nach dem miserablen fünften Teil noch eine Stufe schlechter geht.

Mir bleibt nur eine 

 

Gesamtwertung von 50%

 

Bewertungssystem Adventure-Archiv:

  • 80% bis 100% sehr gutes Spiel (sehr empfehlenswert)
  • 70% bis 79% gut (empfehlenswert)
  • 60% bis 69% befriedigend (bedingt empfehlenswert, mit Abstrichen)
  • 50% bis 59% ausreichend (nicht gerade empfehlenswert)
  • 40% bis 49% ziemlich schlecht (eher abzuraten - etwas für Hardcore-Adventure-Freaks und Sammler)
  • 0% bis 39% grottenschlecht (lieber die Finger davon lassen)

 

Minimale Systemvoraussetzungen:

  • Windows XP SP3/ VISTA SP2/ Windows 7
  • 2,0 Ghz-Prozessor
  • 512 MB RAM unter XP/ 1GB RAM für Vista und Windows 7
  • 128 MB Grafikkarte mit Shader 2.0
  • DirectX-kompatible Soundkarte
  • 2,5 GB freier Festplattenspeicher

Getestet auf:

  • Windows 7 (64-Bit-Version)
  • 3,2 GHz Intel Core i5 Prozessor
  • 8 GB RAM Arbeitsspeicher
  • NVidia Geforce GT 220 mit 4 GB RAM
  • DirectX 10 kompatible Soundkarte

 

 

Copyright © sherlock für Adventure-Archiv, 12. Januar 2011

 

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Das Hauptmenü
Das Hauptmenü

 

 

Aus der Liste rechts werden andere Chemikalien ausgesucht und mit der Probe verglichen
Aus der Liste rechts werden andere Chemikalien ausgesucht und mit der Probe verglichen

 

 

Im Verhör
Im Verhör

 

 

Der Supervisor hilft uns mit geistreichen Sprüchen auf die Sprünge, falls wir hängen
Der Supervisor hilft uns mit geistreichen Sprüchen auf die Sprünge, falls wir hängen

 

 

Das PDA wird links unten immer eingeblendet
Das PDA wird links unten immer eingeblendet

 

 

Auch DNA-Proben müssen Bausteinhaft eingefügt werden...
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Warum den Toten im Leichenschauhaus die Augen nicht geschlossen werden!?
Warum den Toten im Leichenschauhaus die Augen nicht geschlossen werden!?

 

 

Unser Ermittlungsköfferchen, hier um eine Chemikalie aufzunehmen
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Sobald wir jemanden verhören können oder einen neuen Ort durchsuchen können, bekommen wir das so angezeigt
Sobald wir jemanden verhören können oder einen neuen Ort durchsuchen können, bekommen wir das so angezeigt

 

 


Die Fallstatistik wrd am Ende eines jeden Falles eingeblendet. Was die Prämien zu beideuten haben, habe ich noch nicht herausgefunden...
Die Fallstatistik wrd am Ende eines jeden Falles eingeblendet. Was die Prämien zu beideuten haben, habe ich noch nicht herausgefunden ...

 

 

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