DUST

In ausgelatschten Cowboystiefeln durch den heißen Sand einer Westernstadt stapfen: BMGs neuester interaktiver Streifen macht‘s möglich.

Ein Schuß hallt durch die nächtliche Einsamkeit der Wüste. Erwischt hat es den Sheriff der kleinen Westernstadt. Mit anderen Worten heißt das, es gibt einen freien Arbeitsplatz in dem kleinen Städtchen. Und der soll natürlich vorn Spieler besetzt werden.
Doch bevor man sich in Dust den begehrten Stern an die Weste heften darf, gibt es noch allerhand zu erledigen. Die Stadt will erkundet, Leute wollen befragt und so manche Pokerrunde will gezockt werden. Sicher sind auch die in der Stadt seßhaften schönen Mädels nicht zu verachten...
Doch BMGs Wilder Westen ist leider nur halb so wild. Die Figuren des interaktiven Adventures bestehen nur aus Porträtfotos der einzelnen Darsteller, die dann mit Hilfe des Computers animiert wurden. Dadurch sind Mimik oder Bewegungen sehr ruckelig geraten - von synchroner Sprachausgabe ganz zu schweigen.
Sicher muß man dem Game die einfache Benutzerführung zugute halten. Am unteren Bildschirmrand befinden sich Icons zum Speichern sowie für Hilfestellungen, und auch die eigene Spielfigur ist dort abgebildet. Klickt man sie an, kommt man ins Inventar.
Und ganz bestimmt ist auch der alte Chinese überaus hilfreich, dessen Haus gleich am Eingang zur Stadt zu finden ist. Das alte Schlitzohr hat nämlich stets neue Tips auf Lager, was als nächstes zu tun ist. Natürlich sollte auch das Gespräch mit allen anderen Bewohnern der Westernstadt gesucht werden, um Informationen zu erhalten. Aber Vorsicht, nicht alle sind freundlicher Gesinnung!
Zum Test lag vorerst nur die englische Version vor, die deutsche soll seit Juni vorliegen. Allerdings nur mit deutschen Untertiteln, die Sprachausgabe bleibt wie sie ist; ob‘s wohl daran liegt, daß im Wilden Westen eben kein Deutsch gesprochen wird?

PC SPIEL 7/96

 

 

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