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Games Convention 2007

 


Releasedatum Deutschland:
November 2007

Entwickler: Detalion
Publisher: City Interactive

 

 

Die Kunst des Mordens - Geheimakte FBI

 


Ein Preview von  MaryScots   02. September 2007

 

Unser erster Termin auf der GC führte uns am Mittwoch morgen an den Schauplatz eines Verbrechens in New York, eine heruntergekommene Abbruchbude in einem düsteren Stadtteil. Natürlich war der Messestand von City Interactive keine Bruchbude, aber sehr atmosphärisch wie ein richtiger Tatort aufgemacht, komplett mit Absperrband und Markierung eines Leichenfundortes am Boden.

Die junge FBI Agentin Nicole Bonnet hat in dem besagten alten Haus ihren ersten Einsatz – Kaffee holen. Als sie zurück kommt, hört sie Schüsse und findet kurz darauf ihren Kollegen, James Scott, mit einer Waffe in der Hand und einer blutenden Wunde im Bauch vor, vom Täterfahrzeug sieht sie nur noch die Rücklichter. Scotts letzte Worte sind: „Unterrichte Nick...". Nick (der Nachnamenlose) war sein Partner und soll nun mit Nicoles Hilfe den Fall klären. Aber natürlich ist der Mord an James Scott nicht das Hauptverbrechen, was hier aufgeklärt werden muss. Nicole soll mit Nick an einer Serie makabrer Morde an wohlhabenden Persönlichkeiten arbeiten, denen mit einem seltsamen Werkzeug der Brustkorb aufgebrochen und das Herz entnommen wurde. Nick will sich in dem alten Haus mit ihr treffen, weil er dem FBI selbst nicht über den Weg traut und sich dort nicht sehen lassen will, aber er ist sehr unzuverlässig. So sieht sich unsere Heldin meist mit dem unheimlichen Fall alleingelassen, der die ehrgeizige junge Agentin von New York bis nach Cusco, die alte Hauptstadt des Inkareiches in Peru und an die Grenze des Amazonasdschungels führen soll.

Thematisch und grafisch fühlte ich mich bei der Vorführung spontan an Still Life und Geheimakte Tunguska erinnert. Die Kunst des Mordens spielt sich in 3rd-Person-Perspektive und ist komplett mausgesteuert. Ca. 20 3D-Charaktere bewegen sich vor detailliert und liebevoll gestalteten vorgerenderten Hintergründen, die uns in 15 Hauptlocations erwarten. Atmosphärisch lebt das Spiel von seinen Sound- sowie Licht- und Schatteneffekten. Die ca. 100 Rätsel sind hauptsächlich inventarbezogen und sollten dank der optionalen, zwar hilfreichen, aber bald wohl unvermeidlichen, Hotspotlupe auch für Anfänger lösbar sein. Trotzdem wird auch jenen, die lieber knispeln anständige Rätselkost angekündigt. Aber nicht alles ist angepasst in diesem Spiel, denn unsere Heldin kann auch sterben. Sehe ich da schon wieder jemanden die Augen verdrehen?! Beruhigt Euch, ihr bekommt ein Autosave für solche Fälle. Das Adventure soll schließlich unterhalten statt frusten und dass für eine längere Zeit. Die Presseinfo zumindest verspricht „eins der längsten und berauschenden Spiele der letzten Jahre".

Auf mich machte Die Kunst des Mordens einen soliden, durchdachten, wenn auch nicht gerade innovativen Eindruck. Letzteres wirkt zumindest ehrlich, denn mit dem Wort „Innovation" wird in unserem Lieblingsgenre in letzter Zeit sowieso für meinen Geschmack etwas zu inflationär umgegangen. Und Besitzer älterer Rechner wird es freuen, dass sie sich für dieses Spiel wenigstens noch keine neue Hightech-Maschine anschaffen müssen, da die Mindestanforderungen ab einem PII 500 MHz und einer Grafikkarte ab 32 MB doch noch sehr moderat sind. Gespannt bin ich jedenfalls auf das, was das wiederauferstandene polnische Entwicklerstudio Detalion (Schizm, Sentinel) uns da mysteriöses präsentieren wird.

 

Copyright © MaryScots für Adventure-Archiv, 02. September 2007

 

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