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Die Affaire Morlov
Erscheinungsdatum: 1996
Entwickler/Publisher: Nova Media Verlag
Spielsprache: Deutsch
Ein Review von Libby120 15. Oktober 2003
Die Story
Sie spielen einen jungen, erfolgreichen Journalisten namens Paul Kern. Als sie eines Abends nach Hause kommen klingelt das Telefon. Es ist ihre Geliebte Virgine. Am Telefon klingt sie sehr verängstigt. Sie bittet sie, sich am Place du Tetre mit ihr und ihrer Freundin Irina zu treffen. Als sie am vereinbarten Ort antreffen, hören sie zwei Schüsse in der Dunkelheit. Sie rennen zum Opfer, mit dem Gedanken, dass die Person die am Boden liegt ihre Geliebte sein könnte. Es ist nicht Virgine, sondern Irina. Mechanisch greifen sie nach Irinas Handtasche und sammeln die restlichen Gegenstände vom Boden ein. Doch sie sind nicht allein. Jemand hat sie beobachtet und fotografiert sie, während sie neben dem Opfer knien. Sie haben 2 Tage Zeit um ihre Unschuld zu beweisen und ihre Geliebte Virgine zu finden und zu retten. Aber Vorsicht: laufen sie nicht der Polizei in die Arme
Die Steuerung
Das Spiel wird wie viele Adventurespiele ausschließlich mit der Maus gesteuert. Mit der rechten Maustaste nimmt man Gegenstände in die offene Hand (oben rechts im Bildschirm). Wenn man diese benutzen will, so muss man diese auf Personen oder Gegenstände anwenden. Ebenfalls können sie im Stadtplan mit der linken Maustaste Orte anklicken und besuchen. Ins Spielgeschehen können sie nur indirekt eingreifen. Wie z. B. mit einem Schlüssel Türen öffnen oder Computer benutzen.
Das Spiel
Wenn das Spiel beginnt, besteht der Bildschirm aus sechs Bereichen. Links oben befinden sich die Funktionen laden, Speichern, Optionen und der Stadtplan von Paris. Links unten befindet sich das Datum und die Uhrzeit. Rechts befindet sich das Inventar und oben rechts eine leere Hand oder das zur Benutzung ausgewählte Objekt. In der Mitte ist ein kleines Fenster wo die interaktiven Szenen abgespielt werden. Allerdings finde ich das Fenster viel zu klein um wirklich 100%ig in die Geschichte eintauchen zu können. Dies wäre mein erster Minuspunkt für dieses Spiel. Viele Dialoge werden in diesem Spiel nicht geführt. Positiv ist es, das man bei "Die Affaire Morlov" nicht unnütze Zeit mit Gesprächen vergeudet. Leider kommt auch so der Spielspaß etwas zu kurz. In diesem Spiel muss man auf die kleinen Dinge achten, denn Hinweise für eine heiße Spur findet der Spieler nur in Notizbüchern oder in Gesprächsfetzen, die sich u. a. auf einem Anrufbeantworter befinden.
Rätsel
Da die Dialoge hier etwas kurz gehalten worden sind, ist man auf sich allein gestellt und braucht öfters mehrere Versuche um das Spiel zu lösen. Allerdings hat die Firma Nova Media auch einige Hilfen eingebaut. Wenn der Spieler in einer Sackgasse steckt, kommt der Geheimdienst ins Spiel. Vom Geheimdienst erhalten sie eine Nachricht in ihr Inventar. Diese beinhaltet einen Login-Namen und ein Passwort. Diese Hinweise können sehr Hilfreich sein, denn viel zu oft gerät der Spieler in Situationen wo er nicht mehr weiter weiß.
Die Rätsel sind logisch durchdacht, allerdings sind die Spuren sehr gut im Spiel verdeckt. So dauert es seine Zeit bis man dem richtigen Weg zur Lösung folgt.
Wer ein Meister solcher Detektivgeschichten ist, wird sehr schnell merken wie kurz das Spiel eigentlich gehalten ist. Insgesamt habe ich für das Spiel 22 Stunden gebraucht. Profis würden wohl die Hälfte der Zeit benötigen um "Die Affaire Morlov" erfolgreich zu beenden.
Fazit
Dieses Spiel beruht auf einer gelungenen Story. Allerdings hat sich der Hersteller nicht viel Mühe bei der Umsetzung gegeben. Ich denke, dass man dieses Spiel nicht zu den klassischen Adventures einsortieren sollte. Die Affäre Morlov hat ihren eigenen Stil. Vielleicht hätte man mehr auf den eigenen Stil verzichten und gute alte klassische Funktionen mit einbauen sollen. Für richtige Adventure-Profis sind die Rätsel allerdings eine Herausforderung und insgesamt sehenswert.
Gesamtwertung: 61%
Bewertungssystem Adventure-Archiv:
- 80% bis 100% sehr gutes Spiel (sehr empfehlenswert)
- 70% bis 79% gut (empfehlenswert)
- 60% bis 69% befriedigend (bedingt empfehlenswert, mit Abstrichen)
- 50% bis 59% ausreichend (nicht gerade empfehlenswert)
- 40% bis 49% ziemlich schlecht (eher abzuraten - etwas für Hardcore-Adventure-Freaks und Sammler)
- 0% bis 39% grottenschlecht (lieber die Finger davon lassen)
Systemanforderungen:
- PC 486 oder höher
- VGA Monitor & Grafikkarte (min. 256 Farben)
- Min. 4MB RAM
- IBM komp.Maus
- CD-Rom Laufwerk Doublespeed
- Soundkarte
Testsystem:
- Windows XP
- Pentium (R) 4 CPU 2.66 GHz
- 256 MB Arbeitsspeicher
- Medion GeForce 4-8x ti 4200
- Sony CDRW CRX 210E1
Copyright © Libby120 für Adventure-Archiv, 15. Oktober 2003