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Time Guard - Polda 4
Ein Preview von slydos, 03. September 2002
Die Geschichte von "Time Guard" beginnt auf Hawaii. Pankràc verbringt dort mit seiner etwas resoluten Freundin seinen Urlaub. Telefonisch wird er von Professor Santusov um Hilfe gebeten. Pankràc hatte den russischen Wissenschaftler bereits auf einer seiner früheren Missionen in Sibirien kennengelernt. Santusovs aktuelle Erfindung hat das Interesse des russischen Geheimdienstes geweckt, der sie für seine Zwecke mißbrauchen möchte. Santusov versteckt sich zur Zeit in Paris. Also fliegt unser Held dorthin. Pankràc ist zunächst mißtrauisch gegenüber dem Professor und verlangt einen Beweis für dessen verrückte Theorien. Da schickt ihn der Russe mit seiner Zeitmaschine in die Nahe Zukunft, um herauszufinden was passieren wird. Dort findet Pankràc die Welt in den Händen eines wieder erstarkten und expandierenden Rußlands vor. (Russische VIPs haben jetzt z. B. ihr Urlaubsdomizil auf Hawaii). Er schafft es allerdings nicht, in der Zeit zurückzuspringen und muß deshalb Professor Santusov finden, falls der überhaupt noch lebt. Dieser lebt, sitzt aber als Staatsfeind hinter Gittern. Pankràc muß ihn befreien, damit der Wissenschaftler die Zeitmaschine repariert, die sich in der Dachkammer eines Theaters befindet. Tatsächlich ist es Pankràc möglich, eine neue Zeitreise zu machen. Leider wird die Zeitmaschine von den ihn verfolgenden KGB-Agenten beschossen, so daß er nicht in seine Zeit zurückkehrt sondern in ein urzeitliches Dorf. Dort muß er die Sprache der Eingeborenen lernen und seine moderne Kleidung gegen primitves Leder tauschen. Trotz des Zeitunterschieds von zehntausenden von Jahren, kann er Professor Santusov kontaktieren und einen neuen Zeitsprung wagen. Aber es gibt wieder Probleme und Pankràc landet mitten in der französischen Revolution. Schlimmer noch - er erzeugt ein Zeitparadoxon! Er unterzeichnet die Anklageschrift gegen einen Revolutionsführer und verursacht so dessen Tod. Die Zeitmaschine befindet sich in den Händen eines Raritätensammlers, der ihm das Gerät im Tausch gegen ein wertvolles ägyptisches Artifakt überlassen will. Also muß Pankràc eine Reise ins Ägypten des 18. Jahrhunderts machen um endlich nach Hause zu kommen und den Professor zu warnen. Aber die Gegenwart ist durch das Zeitparadoxon, das er während der französischen Revolution verursachte, vollkommen verändert. In dieser Zeitschiene wäre Professor Santusov niemals geboren worden! Also muß Pankràc wieder zurück und alles ungeschehen machen ... Ich habe bisher den Beginn des Spiels in der tschechischen Version gespielt, und muß zugeben, daß ich mich trotz der kleinen Sprachschwierigkeit köstlich amüsiert habe. Allein unseren "Held" zu beobachten, ihm in seine "treuen" Augen zu schauen und seinen Kontaktversuchen zu anderen Personen zu lauschen läßt eine Menge des schlitzohrigen tschechischen Humors durchscheinen. Time Guard ist ein 3D-Adventure mit wunderbar gestalteten 3D Locations und einer ganzen Reihe von unterschiedlichsten 3D-Charakteren. Ach ja, Charles Cecil sagt, Point&Click ist tot - nicht verwirren lassen - Time Guard ist vollkommen mausgesteuert. Also Monkey Island 4-Stil - aber mit Maussteuerung! Bei diesem Spiel scheinen sich die Entwickler noch an den Bedürfnissen der Fans zu orientieren ohne gleichzeitig zu überlegen, ob es denn auch konsolenkompatibel umgesetzt werden kann. Das Handling ist wirklich einfach und benötigt nur wenige Minuten der Orientierung. Man klickt einfach mit links dorthin, wohin Pankràc gehen soll. Mit einem Doppelklick ist unser Held ohne Verzögerung am gewünschten Ort. An bestimmten Orten kann Pankràc eine Karte zum Ortswechsel verwenden. Hotspots und Ortswechsel werden durch Veränderung des animierten Mauscursors angezeigt. Die Inventarleiste am oberen Bildschirmrand bleibt unsichtbar, bis man mit der Maus dorthin fährt. Man nimmt Objekte mit Linksklick und legt sie mit Rechtsklick wieder ab. Es gibt insgesamt 5 verschiedene Cursorformen: Auge für anschauen, Gebiß für sprechen, Hand für nehmen, Zahnräder für manipulieren und eine Kamera für den Orts- oder Perspektivwechsel. In der recht umfangreichen Demo muß Pankràc bereits eine ganze Menge Rätsel lösen. Zunächst muß er möglichst viel mit allen möglichen Leuten reden und nicht zu faul sein, es auch nochmal zu versuchen. Die Dialoge laufen per Multiple-Choice-Methode. Unser Held sammelt zudem alles ein, wobei ihm nicht gerade auf die Finger geklopft wird. Innerhalb des Inventars kann man Gegenstände anschauen, aber auch miteinander kombinieren. Und davon kann man schon während der Demo ausgiebig Gebrauch machen. Das Hauptmenü, mit der ESC-Taste erreichbar, läßt den Spieler/die Spielerin ein neues Spiel starten, das Spiel verlassen, speichern und laden, die Credits ansehen und unter Optionen Lautstärke und Helligkeit einstellen und die Untertitel an- oder abschalten. Auch wenn es unter Systemvoraussetzungen nicht angegeben ist, die Demo lief fehlerfrei unter Windows XP. Die recht geringen Systemanforderungen lassen auch noch Leute mit älteren Rechnern zum Zug kommen. Das was ich bisher gesehen habe, gefiel mir ausgesprochen gut. Zima Software ist zur Zeit in der Schlußphase der Lizenzverhandlungen über die internationalen Versionen. Es soll auf jeden Fall eine englische aber auch eine deutsche Version geben. Drücken wir die Daumen, daß hier nichts mehr dazwischenkommt!
Minimale Systemkonfiguration:
Empfohlene Systemkonfiguration:
adventurearchiv - 03-09-02 |
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