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Road to India 


Erscheinungsdatum: Frankreich 05/2001, Deutschland 08/2001
Entwickler: Microids Canada
Publisher: Avalon

Download Trailer AVI 29 MB
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Lösung englisch

 

Ein Review von slydos   11. November 2001

 

Mit "Road to India" wird uns von Microids Canada ein neuer Adventure-Schauplatz im modernen Orient mit seiner jahrtausende alten Geschichte präsentiert. In der Eingangssequenz erfahren wir ein wenig über die Ausgangssituation: Vor einem Jahr wurde ein folgenschwerer Bombenanschlag in Neu Dehli verübt, bei dem die bekannte Schauspielerin Laj Vanti schwer verletzt wurde. Während der amerikanische Student Fred Reynolds sich am Flughafen von seiner indischen Freundin Anusha verabschiedet, berichtet das Fernsehen über eine Prozession zu Ehren dieser Schauspielerin, die vor 7 Monaten spurlos verschwand. Einige Tage später erhält Fred einen Brief von Anusha, in dem sie sich von ihm trennt. Aber Fred kann das nicht auf sich beruhen lassen - er schwingt sich in den nächsten Flieger nach Neu Dehli, um seine Freundin aufzusuchen und die Dinge zu klären.

 


Das Hauptmenü

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Neu Dehli
Neu Dehli

Im Flugzeug fällt Fred in Schlaf und träumt von Anusha einen fast vorherseherischen, dramatischen Traum: vor der bezaubernden Kulisse des Taj Mahal wird seine Liebste vor seinen Augen von einem Entführer weggezerrt. Die Tür fällt zu und er kann den beiden nicht folgen. Doch auch im Traum läßt Fred nicht locker und es gelingt ihm tatsächlich schließlich die Türe zu öffnen ... Hier endet der Traum und unser Student erreicht Dehli ... Und auch hier - in der realen Welt - ist Anusha verschwunden!

Die Suche nach seiner Liebsten bringt Fred Reynolds auf die Spur einer längst tot gesagten, diabolischen Sekte von Kali-Anbetern, der Thugs. Fred, der wenig Ahnung von indischer Geschichte hat, folgt seinem Instinkt und den Hinweisen, die er während seiner Suche von Einheimischen erhält. Jedesmal, wenn er schläft, oder sagen wir, ohne Brwußtsein ist, führt Fred die Suche auch in seiner Traumwelt fort.  Personen, die er in seinen Träumen kennenlernt, trifft er dann auch in der Wirklichkeit wieder. Jedoch sind beide Handlungsstränge sonst unabhängig voneinander.

Installation/Handling

Die Installation der 400 MB verläuft reibungslos. Das Spiel wird auf 2 CDs geliefert, aber es gibt keinen häufigen CD-Wechsel. Einmal während des Spiels muß die zweite CD eingelegt werden und kann dann weiterhin, auch bei Unterbrechung des Spiels, im Laufwerk verbleiben. Vergleicht man damit ähnliche Spiele, so ist das sehr komfortabel.

Dieses 1st Person Adventure wird ausschließlich mit der Maus gesteuert. Nach dem Start gelangt man ins Hauptmenü, wo man neben Neustart und Laden eines Spielstandes auch das Optionsmenü aufrufen kann. Dort kann man neben der Bildtiefe, Lautstärke und der Untertitelwahl auch die Maussensivität einstellen.

Während des Spiels kann man nur ins Hauptmenü gelangen, wenn man im elektronischen Tagebuch das Spiel unterbricht. Das elektronische Tagebuch erscheint durch Rechtsklick mit der Maus und zeigt grundsätzlich zuerst das Inventar an. Dort gibt es jedoch daneben noch die Speicher/Ladefunktion durch einen Button zu errreichen und auch eine Tagebuchfunktion. Diese Tagebuchfunktion beschreibt Gegenstände, die man an sich genommen hat, wie z.B. den Brief von Anusha, Freds Gedanken zum bisher Geschehenen und läßt einen die bisherigen Filmsequenzen erneut abrufen. Gegenstände, die im Tagebuch erscheinen, kommen nicht im Inventar vor. Während des Spiels wird das Tagebuchicon unten links so lange angezeigt, bis man einen Neueintrag abruft. So übersieht man keine neuen Informationen.

Über den Bildschirm des Tagebuchs werden ebenfalls die Auswahlmöglichkeiten der Dialoge angezeigt. Durch einen Linksklick mit der Maus wird eine angezeigt Frage dann auch mündlich gestellt. Alles in allem eine sehr übersichtliche Steuerung. Fred kann sich in fließender 360 Grad Rundumsicht umdrehen, nach oben und unten schwenken. Eine Möglichkeit für Ortsveränderung oder Dialog, ein aufnehmbarer Gegenstand oder ein Bereich für Aktionen wird durch einen veränderten Cursor dargestellt.

Die Steuerung der Bewegungen erinnert sehr an Wanadoos Titel "Dracula 1 + 2" oder "Necronomicon". Allerdings hat Microids hier noch einiges zusätzlich getan, um die Handhabung zu perfektionieren. Ein wirklich intuitiv erlernbares Steuerungs- und Inventarsystem, das keine Wünsche offenläßt. Gespeichert wird der Spielstand jeweils mit Bild, Datum und Uhrzeit. Die Speicherplätze sind nach meinem Wissen nicht begrenzt und man kann sie beim Laden schnell durchscrollen. Hotspots sind leicht zu lokalisieren, das Inventar ist meist nur mit drei oder vier Gegenständen gefüllt, die durch Rechtsklick aufzunehmen und auch anzuwenden sind. Wenn ein Inventargegenstand nicht mehr gebraucht wird, verschwindet er. Für mich das bisher benutzerfreundlichste System, was ich kennengelernt habe.

Rätsel

Die Rätsel sind logisch und in die Handlung eingewoben. Teilweise geht es darum, Objekte zu finden und anzuwenden. Manchmal werden Gegenstände kombiniert und auch mehrmals verwendet. Informationen müssen durch Dialoge und die Beschreibungen im Tagebuch aufgenommen werden. Es gibt einfache Kombinationsrätsel und auch ein Labyrinth - aber keine Bange - auch das ist selbst für Anfänger meisterbar und unterbricht den Spielfluß in keiner Weise.

Es gibt keine Rätsel um der Rätsel Willen, sondern sie sind integriert und fördern den Spielablauf. Allerdings ist die Schwierigkeitsstufe für erfahrene Adventurespieler äußerst niedrig und man vermißt schon eine größere Herausforderung. Für Anfänger ist es hervorragend geeignet, es wird kein Frust und keine Langeweile aufkommen.

Das Spiel kommt ohne Töten und auch ohne Actioneinlagen aus, hin und wieder gibt uns Fred den Hinweis, daß eine soeben lahmgelegte Wache nur bewußtlos ist, mit Rücksicht auf die Zensur. Fred kommt ab und zu in brenzlige Situationen aber auch er muß in "Road to India" nicht sterben.

Das Spiel hat keine Handlungsverzweigungen und von der linearen Story kann nicht abgewichen werden.

Grafik/Atmosphäre

Die Grafik in "Road to India" ist hervorragend. Sowohl die detailreichen Hintergrundgrafiken des Taj Mahal, der Hinterhöfe in Neu Dehli, des Hauses von Darmesh, dem Gegenspieler oder der Kalitempel gefielen mir sehr gut wenn auch ab und zu einfach zu viel Dunkelheit vorherrschte. Mehrere indische Musikthemen unterstützen das orientalische Flair. Die Schauplätze wirken realitätsnah dem Aussehen nach, sind aber, für indische Verhältnisse, zu unbelebt. Wer mal wirklich belebte Straßen mit hunderten von Nicht-Spieler-Charakteren erleben will, sollte sich "Casanova" von Wanadoo ansehen. Nur in den eingestreuten Filmszenen wird einem das wirkliche bunte indische Leben und Treiben vorgeführt. Diese Filmsequenzen sind wirklich vom Feinsten und machen das Spiel abwechslungsreich. Langeweile kommt auch deshalb nicht auf, da zwischen Realität und Traum gewechselt wird. Die Traumsequenzen werden durch einen verschleierten Rahmen am Spielbildschirmrand angezeigt. Die Bewegungen der Charaktere wirken sowohl in den Filmeinspielungen als auch im Spiel bei Dialogpartnern sehr lebensnah. Die Sprachausgabe ist lippengetreu, Mimik und Gestik passend. Leider sind die Dialog- oder Aktionspartner rar gesät.

Fazit

Während die Story von "Road to India" in einem Zeitraum von 3 Tagen spielt, wird der erfahrene Spieler wohl kaum mehr als 6 Stunden, der Anfänger keinesfalls mehr als 8 Stunden benötigen. Das ist weniger als wenig und steht in keinem Verhältnis zum Preis. Es gibt in Spieleschmiedekreisen immer mehr die Tendenz, den Appetit des Spielers auf ein vollständiges Menü zu wecken, ihn aber dann nur mit einer, wenn auch leckeren, Vorspeise sitzen zu lassen.

Leider kommt im Spiel auch nur wenig wirkliche Spannung auf. Für meinen Geschmack verläuft alles zu glatt und stromlinienförmig. Mehr Komplexität und Verwicklung hätte sicherlich gut getan. Ich hätte mir auch mehr Hintergrundinformationen über die Kolonialzeit, den Kali-Kult und die Thugs im Spiel und nicht nur im übersichtlichen Handbuch gewünscht. Da wird nur ein wenig an der Oberfläche gekratzt. Wie dem auch sei - "Road to India" brilliert durch wundervolle Grafiken und ein perfektes Handling. Es ist absturzsicher und fehlerfrei gelaufen. Leider wurde die interessante Handlungs-Idee mit ihren Schauplätzen und den geschichtlichen Anklängen nur oberflächlich verfolgt und die Rätsel sind sehr einfach gehalten. Dadurch folgt die absolut kurze Spieldauer.

Meine Gesamtwertung: 72%

Bewertungssystem Adventure-Archiv:

  • 80% bis 100% sehr gutes Spiel (sehr empfehlenswert)
  • 70% bis 79% gut (empfehlenswert)
  • 60% bis 69% befriedigend (bedingt empfehlenswert, mit Abstrichen)
  • 50% bis 59% ausreichend (nicht gerade empfehlenswert)
  • 40% bis 49% ziemlich schlecht (eher abzuraten - etwas für Hardcore-Adventure-Freaks und Sammler)
  • 0% bis 39% grottenschlecht (lieber die Finger davon lassen)

 

Systemvoraussetzungen:

  • Pentium II 266 MHz
  • Windows 95/98/me/2000
  • 64 MB RAM
  • DirectX 8/Direct 3D kompatible 3D Grafikkarte mit 8 MB
  • DirectX 8 kompatible Soundkarte
  • 16x CDROM-Laufwerk
  • 400 MB freier Festplattenspeicher

Gespielt auf:

  • WindowsME
  • Pentium III 850
  • 128 MB RAM
  • Sound- und Grafikkarte DirectX-kompatibel
  • Toshiba DVD-ROM

Der Attentäter
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Abschied von Anusha
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Die Entführung im Traum
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Das Taj Mahal kommt nur im Traum vor
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Das Inventar
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Eine Astrologin
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Diese Wache wurde ausgeschaltet
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Was könnte man hier gebrauchen
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Der Rikschafahrer will Geld für seine Dienste
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Ein immer wiederkehrendes Motiv - die Kalistatue
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Wie entkommt man aus dem Keller?
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Mehr Screenshots

 

 

Copyright © slydos für Adventure-Archiv, 11. November 2001

 

 

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