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Myst 4 - Revelation
Erscheinungsdatum: 09/2004
Entwickler/Publisher: UbiSoft
Spielsprache: deutsch
USK: freigegeben ab 6 Jahren
Ein Review von MaryScots 11. Januar 2005
Egal, wie man der Reihe gegenübersteht, es lässt sich nicht leugnen, daß Myst" und seine Sequels zu einer Legende in der Geschichte der Computerspiele geworden sind. So sehr, dass sich Hersteller/Publisher Ubisoft anlässlich des Release von Myst IV Revelation" mit der Londoner Country Hall Gallery, auch Heimat des Dalí Museums, zusammentat, um erstmalig in der Geschichte eine Ausstellung zu organisieren, die auf einem Computerspiel basiert. Vom 17.-19. September 2004 trug das Event dazu bei, dieser Art elektronischer Unterhaltung zu einer größeren Akzeptanz und vor allem Anerkennung als Kunstform zu verhelfen.
Umso mehr wurde dieser Review eine Herausforderung und ein Wagnis für mich. Warum? Nun, weil a) ich Myst" schon zweimal angefangen habe, um es dann verzweifelt und wütend wieder in die Ecke zu donnern, b) ich folglich Riven" und Exile" mit völliger Nichtachtung gestraft habe - also dementsprechend ohne besondere Vorkenntnisse an Revelation" herangegangen bin - und c) ich Gefahr laufen könnte, von eingeschworenen Myst-Fans geteert, gefedert und anschließend gesteinigt zu werden.
Aber hey, schon Forrest Gumps Mama sagte immer: Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen man weiß nie, was man bekommt!"
Story
Offenbar werden wir in Tomahna, der Welt, in der Atrus und Katharina mit ihrer kleinen Tochter Yeesha leben, bereits sehnsüchtig erwartet. Yeesha empfängt uns in einer Art Schwebebahn und bringt uns in das Labor von Atrus, der uns über den Grund unseres Besuches aufklärt. Seine Söhne Sirrus und Achenar befinden sich nun schon seit 20 Jahren in einer Art Erziehungsurlaub, jeder in seiner eigenen, von Atrus geschriebenen Gefängniswelt - ja, ganz richtig, Atrus beherrscht die Kunst, Welten zu erschaffen, indem er sie in Büchern beschreibt. Er hat seine Söhne verbannt, weil sie vier seiner Welten aus Hab- und Machtgier zerstört haben. Auf Drängen seiner Frau, die sehr unter der Zerrissenheit der Familie leidet, will er nun herausfinden, ob die beiden ihre Taten bereuen, sich geändert haben und es verdienen, wieder frei zu sein. Hier kommen wir ins Spiel. Atrus traut uns allein die nötige Objektivität zu, um über Sirrus und Achenars Freiheit oder weitere Gefangenschaft zu entscheiden.
Um mit den beiden Gefangenen Kontakt aufnehmen zu können, fehlen nur noch ein paar Einstellungen am Kristallsichtgerät. Wir helfen Atrus bei der Justierung und puff! es gibt einen Kurzschluss! Atrus verabschiedet sich, um ein Ersatzgerät zu beschaffen, nicht ohne uns vorher zu erklären, wie wir den Strom wieder ans Laufen kriegen und uns eindringlich zu bitten, auf die kleine Yeesha aufzupassen. Das kann ja nicht so schwer sein, oder? Wäre es auch nicht, wenn Yeesha nicht plötzlich wie vom Erdboden verschwunden wäre, nachdem wir die Stromversorgung wieder gesichert haben! Fast völlig auf uns allein gestellt, stehen wir nun vor der Aufgabe, die Kleine zu finden. Auf der Suche, erkunden wir drei weitere Welten und werden dabei auch wieder mit dem eigentlichen Grund unserer Reise nach Tomahna konfrontiert der Offenbarung des Rätsels, was aus Sirrus und Achenar wurde...
Installation/Spielstart
Ehrlich gesagt hatte ich von einem Adventure aus der mittlerweile legendären Myst-Reihe eine etwas aufwendigere Verpackung erwartet als eine simple, schmucklose DVD-Box, in der sich die zwei PC/MAC-Hybrid-DVDs und das Handbuch befinden, aber das ist schließlich Geschmackssache.
Das Setup an sich lief problemlos und mein Rechner benötigte geschlagene 15 Minuten, um die 8 GB umfassende Vollinstallation durchzuführen. Das Spiel kommt, wie gesagt, immerhin auf 2 DVDs(!), sonst wären die gewaltigen Grafiken, Filmsequenzen und Sounds auch nicht unterzubringen gewesen.
Beim Spielstart jedoch bockte das Programm. Das Problem bestand bei mir darin, dass der Pfad zu meinen Eigenen Dateien" im Root-Verzeichnis einer Partition lag. Die Lösung fand ich dann in den Support FAQ der Homepage (www.mystrevelation.com). Hierzu möchte ich anmerken, dass ich selten eine solch übersichtliche und detaillierte Hilfeseite zu einem Spiel gesehen habe. Das Vorgehen bei den nötigen Einstellungsänderungen ist sehr ausführlich erklärt und anschließend lief alles bestens!
Steuerung/Menüs
Nicht nur innerhalb des Spieles reisen wir durch Bücher in andere Welten schon das Hauptmenü ist ein Buch, das uns aus der Realität in die Welt von Myst befördert. Über den Buchdeckel erhalten wir Zugang zu einem neuen Spiel, zum Speicher- oder Lademenü, zu den Einstellungsoptionen usw.
Letztere umfassen alles, was man sich bei einem Grafikadventure nur wünschen kann, von der Bildschirmauflösung über getrennte Lautstärkeregelung bis hin zum Transparenzgrad(!) des Cursors ist alles dabei. Es wäre mir jedoch lieber - um des besseren akustischen Verständnisses willen -, wenn bei all diesen Möglichkeiten auch die Sprachlautstärke unabhängig von den Effekten regelbar gewesen wäre. Dafür hätte ich dann auch gerne auf die optionale Auswahl der Cursorfarbe verzichtet, was ich persönlich schon fast albern finde.
Soweit ich feststellen konnte, können wir unbegrenzt oft speichern. Dabei werden die Spielstände durchnummeriert, sofern wir sie nicht selbst benennen und mit einem aktuellen Screenshot sowie dem Datum versehen. Falls wir nicht daran denken, speichert das Programm regelmäßig automatisch. Dieser Stand wird dann allerdings immer wieder durch einen neuen ersetzt.
Trotz Vollinstallation kam es beim Laden des Hauptmenüs während des Spielens zu relativ langen Wartezeiten.
Wir steuern das Spiel komplett per Maus, abgesehen von der ESC"-Taste, die uns in das Hauptmenü transportiert, und mit der wir auch schon mal die Animationen abbrechen können, falls wir Szenen wiederholen müssen.
Der Cursor in Form einer animierten Hand eilt unserem First-Person-Ich in der Spielwelt voraus. Die Idee finde ich ganz gut, da es so irgendwie den Eindruck macht, dass wir tatsächlich Dinge berühren und greifen können, als wäre die Hand unsere eigene. OK, OK, das ist nichts wirklich neues, und ich renne im RL natürlich auch nicht mit vor mir ausgestreckter Hand herum, aber es fiel mir auf, weil die Animation des Cursors sehr realistisch ist. Man muss aber schon genau aufpassen, um mitzubekommen, wenn er sich verändert und uns so auf Hotspots aufmerksam macht.
Das Inventar ist myst-typisch eigentlich nicht vorhanden, bis auf eine Neuerung, die mir sehr gut gefiel. Am unteren Bildschirmrand finden wir einen Fotoapparat und einen Bildprojektor. Während des Spiels können wir fotografieren bis der Arzt kommt, egal, ob wir etwas einfach nur schön finden oder es als Hinweis im Gedächtnis behalten wollen. Im Bildprojektor haben wir dann reichlich Platz, um zu jedem Foto unsere Gedanken und Notizen schriftlich festzuhalten. Später finden wir dann noch ein Amulett, welches aufblinkt, sofern es nähere Informationen zu einem Hotspot gibt. Dann klicken wir die Kette an und werden erleuchtet oder müssen uns einen Reim auf kryptische Aussagen machen. Falls wir den ZIP-Modus im Hauptmenü aktiviert haben, können wir auch darauf im unteren Bildbereich zugreifen, um innerhalb einer Welt schneller von A nach B zu gelangen, anstatt die teilweise etwas umständlichen Strecken zu Fuß" zurückzulegen. Dies sollten wir aber besser erst dann tun, wenn wir uns ausgiebig umgesehen haben, sonst verpassen wir eventuell wichtige Hinweise und davon mal ganz abgesehen, machen die verschiedenen Fortbewegungsmöglichkeiten richtig Spaß. Meist habe ich völlig vergessen, dass der ZIP-Modus existiert!
Grafik
In diesem Punkt war ich um es mal salopp auszudrücken völlig geplättet! So etwas hatte ich nicht erwartet. Bedenkt bitte, dass ich nur Myst" kenne und dieses eher als aufwendig gestaltete PPS-Datei bezeichnen würde. So revolutionär dessen Grafik damals auch war, ich konnte und kann ihr nichts abgewinnen. Aber lassen wir das, bevor hier die Steine fliegen.
Revelation" hat mich verzaubert! Die wunderschöne, fantasievolle und detailreiche 360°-Umgebung könnte man schon fast als dekadent bezeichnen. Jede der Welten hat eine eigene unverwechselbare Atmosphäre, allen voran Tomahna - ein Ort, an den ich sofort ziehen würde. Besonders nachts fand ich es dort traumhaft schön.
Die vorgerenderten 2D-Hintergründe werden in verschwenderischem Maße von Echtzeit-3D-Animationen zum Leben erweckt. Ich konnte mich gar nicht satt sehen an wogendem Wasser, auf dem Sonne oder Mond glitzern, an den Wolken, die über den Himmel ziehen und dem Wechselspiel von Licht und Schatten, an flackerndem und knisterndem Feuer, dem Spiel der Tiere, dem leisen Wiegen von Blättern und Pflanzen im Wind bekommt Ihr ein Bild?! Es gibt soviel zu sehen und zu untersuchen, dass ich manchmal einfach nur vor mich hinträumte und völlig vergaß, dass ich mich auf einer Mission befand. Vor allem die Seifenblasen hatten es mir angetan, die habe ich schon als Kind geliebt. Als ich feststellte, dass man sie mit der Cursorhand auffangen oder zum Zerplatzen bringen konnte öhm, ich schweife ab, entschuldigt...
Sehr gut gelungen sind auch die Videosequenzen, in denen wir auf andere Charaktere treffen. Verglichen mit Myst", in dem man sich mutterseelenallein durch die Landschaft klickt, ist in Revelation regelrecht die Hölle los. Hin und wieder begegnen wir - zumindest Myst-Kennern - bekannten und unbekannten Personen, die von wirklichen Schauspielern dargestellt werden (darunter Rand Miller, einer der Myst-Erfinder, als Atrus). Ihr seht, hier werden die verschiedensten Grafiktechniken (2D, 3D und FMV) sehr harmonisch, wie ich finde, unter einen Hut gebracht. Und wie ich bereits erwähnte, wäre es viel zu schade, die Animationen, wenn wir zum Beispiel mit einem Aufzug oder der Schwebebahn fahren, mit dem ZIP-Modus zu umgehen.
Der einzige Wermutstropfen war ein Gefühl der Kurzsichtigkeit nach jeder Cursorbewegung. Dieser Eindruck verschwand zwar wieder, sobald ich die Maus ruhig hielt, aber es fiel mir das ganze Spiel hindurch immer wieder auf.
Sprachausgabe/Übersetzung
Die Myst-Reihe ist nicht gerade für ausschweifende Dialoge bekannt. Eher das Gegenteil ist der Fall. Was allerdings nicht bedeutet, dass die Charaktere sich hier in Gebärdensprache mitteilen. Vielmehr sollen wir hören, was sie zu sagen haben, statt ihnen Fragen zu stellen.
Die Sprecherstimmen sind gut gewählt und an der deutschen Lokalisation ist nichts auszusetzen - wenn man auch manchmal ein wenig mehr Sorgfalt bei der Abstimmung auf die Lippenbewegungen hätte walten lassen sollen. Kleinere Übersetzungsfehler, die aber nicht stark ins Gewicht fallen, fanden sich bisweilen in den Texten der Bücher, die wir überall in der Spielwelt finden.
Sound
Perfekt! Na ja, zu 99% zumindest. Komponist Jack Wall hat eine Klangwelt erschaffen, welche die wunderbare Grafik nicht nur unterstreicht, sondern optimal ergänzt. Das Hauptthema ist eine Mischung aus choralen Gesängen und Ethno-Pop. Während unserer Erkundungen begleiten uns unaufdringliche, stets der Umgebung angepasste Ambientklänge. Eine der stimmungsvollsten Szenen war für mich der Moment, als ich zu Beginn in Tomahna nach der ersten kurzen Fahrt aus dem Aufzug trat. Das idyllische Heim von Atrus und seiner Familie breitet sich vor uns aus. Die Sonne strahlt vom Himmel und die Gebäude spiegeln sich in der Oberfläche des Flusses. Wir hören das Rauschen des Windes in den Bäumen und des Flusses unter uns, Vögel zwitschern und die begleitende Melodie spielt so zurückhaltend, dass man zunächst kaum bemerkt, dass sie vorhanden ist. Das ist ein Score nach meinem Geschmack. Er lenkt nicht ab, verdichtet die Atmosphäre aber merklich.
Die Krönung des Soundtracks ist sicherlich der eigens von Peter Gabriel für dieses Spiel geschriebene und gesungene Song Curtains". Ich will sofort die CD haben! Natürlich wusste ich, dass Gabriel einen Song beigesteuert hat, war aber dann doch überrascht, als ich zu der Stelle kam, an der er zu hören ist. Ich sage nur soviel für mich war der Moment das absolute Highlight des Spiels!
Bei den Soundeffekten wurde auch nicht gekleckert. Zunächst einmal können wir mit unserer Cursorhand alles berühren und werden jedes Mal mit einem entsprechenden Geräusch belohnt, egal ob wir Metall, Holz oder Glas antippen es klingt auch wie Metall, Holz oder Glas. Tippen wir in einen Eimer mit Wasser, bilden sich nicht nur realistisch kleine Wellen, wir hören auch ein leises Platschen. Abgesehen von diesen Spielereien, umgibt uns eine der jeweiligen Welt angepasste Klangkulisse, die das ihrige dazu beiträgt, uns in das Spiel regelrecht hineinzuziehen.
Bei all der Schwärmerei gibt es immer noch 1% zu bemängeln. In einer Videosequenz hatte ich enorme Schwierigkeiten, mein Gegenüber zu verstehen, da die Geräusche einer nahe gelegenen Wasserpumpe einfach zu laut waren. Hier wäre eine getrennte Lautstärkeregelung von Sprache und Soundeffekten, wie man sie auch schon in viel weniger aufwendigen Spielen findet, wünschenswert gewesen.
Rätsel
Oder nenne ich sie lieber Puzzles? Ja, ich denke, das trifft zumindest auf die meisten Rätsel besser zu, aber dazu möchte ich gleich erst kommen.
Im Vordergrund steht die Erkundung der Welten, das heißt Augen auf!", denn es gibt viel zu sehen und hinter fast allen Dingen verbergen sich Hinweise, die uns in der Geschichte weiterbringen. Das gilt natürlich ganz besonders für die Bücher, die wir finden. Schließlich dienen sie nicht nur der Information, sondern vor allem auch als Transportmittel in andere Welten. Die Myst-Veteranen unter Euch werden das bereits kennen. Wie auch bei anderen Hotspots macht uns unser Handcursor mit einer Lupe darauf aufmerksam, wenn wir ein Buch aufschlagen und lesen können. Zusätzlich leuchtet später unser Amulett auf und wenn wir es anklicken, liest uns der Verfasser seine Texte vor. Auch bei anderen Gegenständen erhalten wir auf die gleiche Weise Zusatzinfos oder Visionen. Generell sollten wir nur immer daran denken, fleißig zu fotografieren und Notizen zu machen.
Bei der Gestaltung der Puzzles wurde sehr darauf geachtet, sie gut in die Story zu integrieren. In Revelation" finden wir hauptsächlich die Mechanikrätsel, für die die Reihe berühmt-berüchtigt ist. Es gibt wieder Unmengen von Schaltern, die wir bedienen müssen, aber auch Logikrätsel, Farb- und Verschiebepuzzles sowie Reihenfolgerätsel, von denen viele auch einiges an Geschicklichkeit fordern. Um mal ein Beispiel für diese Geschicklichkeit zu nennen: Habt Ihr in der Realität schon mal versucht, die Knospe einer Pusteblume auf der offenen Handfläche durch die Gegend zu tragen? Selbst, wenn die Antwort nein lautet, könnt Ihr Euch wahrscheinlich vorstellen, dass das kein so leichtes Unterfangen ist. Dann wären da noch diverse Klangrätsel, zwei davon sind zeitabhängig und haben mich und auch meine Geduld ziemlich gefordert.
In der Regel sind die Rätsel lösbar, wenn man vorher gut aufgepasst hat und ich muss auch zugeben, dass die meisten logisch sind. Nichtsdestotrotz fand ich viele von ihnen ziemlich schwer. Die Macher haben erfreulicherweise aber auch an notorische Bei-Puzzles-auf-der-Leitung-Steher wie mich gedacht. Das Spiel ist mit einem dreistufigen Hilfesystem ausgestattet, welches wir über die Optionen des Hauptmenüs aufrufen können. Die erste Stufe gibt uns nur einen leicht kryptischen Denkanstoß, die zweite Stufe teilt uns dann schon etwas deutlicher mit, wo wir suchen müssen und die dritte Stufe erklärt uns schließlich den genauen Lösungsweg. Ich muss reumütig zugeben, dass ich an drei Stellen nicht ohne die zweite Stufe weiterkam und zweimal auch die dritte benötigte. Mit Hilfen kam ich auf eine Spielzeit von 26 Stunden, kann aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen, dass ich ohne Hilfen ca. 30 - 35 Stunden benötigt hätte. Auf jeden Fall finde ich solch ein Hilfesystem viel besser, als jede Komplettlösung, da man nicht aus der Spielwelt herausgerissen wird. Ich würde mir so etwas für andere Adventures auch wünschen, allein schon, um den Frustfaktor so klein wie möglich zu halten.
Fazit
An Myst" scheiden sich die Geister, damals wie heute. Soviel steht fest. Und die Frage, ob Myst" überhaupt ein Adventure ist, entfacht mit schöner Regelmäßigkeit eine der beliebtesten und hitzigsten Diskussionen unter Genre-Fans. Nun, ich für meinen Teil, hatte die Reihe an den Nagel gehängt, bis ich mit dem Verfassen dieses Reviews betraut wurde. Jetzt bin ich froh, dass ich mich der Herausforderung gestellt habe, denn Myst IV Revelation" ist nicht nur ein besonderes Spiel, es ist ein Kunstwerk aus dynamischer, üppiger Grafik und einem erstklassigen Soundtrack. Die Story, auf die ich normalerweise den größten Wert lege, vermochte es zwar, mich zu berühren, konnte mich aber nicht wirklich begeistern. Umso mehr wurde das Erkunden eine Art Meditation für mich und aus eben diesem Grunde empfand ich die Puzzles manchmal schon beinahe als störend. Trotzdem, oder vielleicht sogar gerade deswegen, verstärkte sich mein Erfolgserlebnis enorm, wenn ich eine Lösung selbst gefunden hatte. Ich will nicht behaupten, dass ich nun bekehrt bin, möchte dieses Spiel aber nicht nur den Fans der Reihe empfehlen, sondern gerade auch jenen, die sich bisher dagegen gesträubt haben. Traut Euch! Es ist nicht notwendig, die Vorgänger gespielt zu haben, um in die Welt von Revelation" eintauchen zu können. Und auch, wenn ich nicht allen Aspekten des Spiels viel abgewinnen konnte, so besteht die namensgebende Offenbarung auf jeden Fall im Erlebnis einer der schönsten Spielwelten, die ich bisher durchwandert habe.
Bewertung: 84 %
Bewertungssystem Adventure-Archiv:
- 80% bis 100% sehr gutes Spiel (sehr empfehlenswert)
- 70% bis 79% gut (empfehlenswert)
- 60% bis 69% befriedigend (bedingt empfehlenswert, mit Abstrichen)
- 50% bis 59% ausreichend (nicht gerade empfehlenswert)
- 40% bis 49% ziemlich schlecht (eher abzuraten - etwas für Hardcore-Adventure-Freaks und Sammler)
- 0% bis 39% grottenschlecht (lieber die Finger davon lassen)
Minimale Systemvoraussetzungen laut Verpackung:
PC:
- Windows 98SE/2000/ME/XP
- PIII 700 MHz / AMD Athlon
- 128 MB RAM (256 MB für Windows XP)
- 3D-Grafikkarte: NVIDIA Geforce 1 oder ATI Radeon 7000
- DirectX 9.0 (enthalten)
- 4x DVD-ROM-Laufwerk
- Soundkarte DirectX 9.0
- 3 GB freier Festplattenspeicher
- Tastatur/Maus
MAC:
- OSX 10.2, 10.3
- G4 oder G5, 700 MHz
- 128 MB RAM
- 3D-Grafikkarte: NVIDIA Geforce 2 oder ATI Radeon 7500
- Quicktime 5
- 4x DVD-ROM-Laufwerk
- Standard Soundkarte
- 3 GB freier Festplattenspeicher
- Tastatur/Maus
Gespielt auf:
- Windows XP
- Pentium IV 2,6 Ghz
- 512 MB RAM
- 16x DVD-ROM SD-616 Samsung
- Sapphire Radeon Atlantis 256 MB Grafikkarte
- Creative Soundblaster Live! 5.1 Soundkarte
Copyright © MaryScots für Adventure-Archiv, 11. Januar 2005
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Tomahna - ein kuscheliges Heim
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Das Werk eines begnadeten Bildhauers
Bringe die Kristalle zum Klingen!
Du bist ja ein komischer Vogel!
Spielt Ihr auch so gern mit Seifenblasen wie ich?