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Return to Ringworld 


Erscheinungsdatum: 1994
Entwickler/Publisher: Tsunami Media
Boxshots

Spielsprache: Englisch

 

 

Ein Review von slydos   12. Juli 2003

 

"Return to Ringworld" ist die direkte Fortsetzung des bereits besprochenen "Ringworld - Revenge of the Patriarch" (Review). Es ist ein 3rd-Person Point&Click-Adventure von Tsunami, einer Firma, die von ehemaligen Sierra Mitarbeitern gegründet wurde. Es ist zwar möglich, "Return to Ringworld" unabhängig vom ersten Teil zu spielen, jedoch wird im 2. Teil auf das erste Spiel Bezug genommen und so empfiehlt es sich ausdrücklich, zunächst den ersten Teil zu spielen, da sonst die Geschichte schwer verständlich ist.

 



Wir beginnen mit Quinn in seinem Quartier
Wir beginnen mit Quinn in seinem Quartier

Die Vorgeschichte

Am Ende des ersten Teils, Revenge of the Patriarch, haben Quinn McQuarry, ein interstellaren Söldner (Mensch), der Kzin "Seeker-of-Vengeance" und Miranda Rees, eine gekidnappte Technikerin, das Werkzeug der Rache des Kzinti Patriarch, das Raumschiff Destroyer, zerstört und somit einen erneuten Krieg zwischen der Menschheit und den Kzinti verhindert. Der Patriarch hat ein Kopfgeld auf sie ausgesetzt. Die drei werden außerdem von den Puppeteers gesucht, denen sie die auf Ringworld gefundenen Technologien vorenthalten haben. Außerdem Werden sie von den Menschen verfolgt wegen des Diebstahls der "Lance of Truth", einem Hyperdrive Forschungsschiff, das ein Gemeinschaftsprojekt von Kzinti und Menschen ist.

 

Story des Spiels

Unsere drei Helden haben keine große Wahl - sie müssen nach Ringworld zurückkehren, um ihre Namen reinzuwaschen. Aber selbst die riesige Ringwelt ist kein sicherer Hafen, denn auf ihren Fersen ist eine gefährliche Truppe: die United Nations' Amalgamated Regional Militia (kurz ARM), an ihrer Spitze der ultimative Bösewicht: General Carson Teal. Als die drei ein bereits im ersten Teil besuchtes Dorf erneut betreten wollen, finden sie nur noch Tote und Zerstörung durch die ARM. Dann werden auch noch die Lance of Truth und Miranda entführt. Quinn und Seeker machen sich auf die Suche nach einem Zugang zur Ringwelt und zum ARM-Hauptquartier. Dabei erhalten sie Unterstützung der Bewohner einer unterirdischen, labyrinthischen Eiswelt ...

Installation/Start

"Return to Ringworld" wurde 1994 für DOS konzipiert. Allerdings gab es auch keine Schwierigkeiten unter Windows 95. Minimalvoraussetzungen sind ein 386er Rechner, DOS 5.0 und 590 KB verfügbarer Hauptspeicher sowie 2 MB auf der Festplatte. Eine Soundkarte ist optional und nicht Voraussetzung.

Das Spiel kommt auf 1 CDROM zusammen mit einem englischen Handbuch. Ich hatte überhaupt keine Probleme, das Spiel zum Laufen zu bringen, sollte es aber Schwierigkeiten geben, so steht einem das Handbuch zur Verfügung, das einem ausführlich und klar Hilfestellung leistet. Während der Installation kann man das Spielverzeichnis wählen, von dem aus man letztlich die Programmdatei aufrufen muß. In Windows am besten über das Menü Start->Ausführen.

Dadurch wird automatisch das Intro abgespielt, das man, wenn gewünscht, durch die ESC-Taste abbrechen kann, um gleich ein gespeichertes Spiel zu laden.

Steuerung/Handling

Man spielt mit der Maus aber kann zusätzlich einige Hotkeys (Help, Save, Restore, Restart, Pause, Sound, Exit) verwenden. Um eine der 4 möglichen Aktionen wie Gehen, Anschauen, Sprechen oder Nehmen/Manipulieren auszuführen, klickt man mit der rechten Maustaste und das Aktions-Menü in Form eines Dreiecks erscheint. Hier kann man das entsprechende Icon auswählen und am Bildschirm mit Linksklick anwenden.

Dem Aktionsmenü wurde diesmal noch ein weiteres Icon hinzugefügt: die Personenwahl. Denn diesmal kann man jederzeit zwischen den drei Hauptfiguren als Spielcharakter hin- und herschalten.

Es gibt keine markierten Hotspots am Bildschirm. Man sollte sich also alles sehr genau mit dem Augenicon anschauen und auch mit dem Handicon untersuchen. Das Sprechicon ruft automatische Dialoge ab. Es gibt keine Auswahlfragen/-antworten.

Im Aktions-Menü gibt es außerdem einen Link zum Hauptmenü, in dem man neu starten, sichern, laden, das Spiel verlassen oder die Soundkartenauswahl oder Lautstärke ändern kann. Leider kann man nur ganze 10 Spielstände sichern. Das ist ein bißchen wenig, aber man kommt zurecht.

Das Inventar ist diesmal (abweichend vom 1. Teil) immer sichtbar am unteren Bildschirmrand. Gleichzeitig können wir bis zu 4 Inventargegenstände sehen, für den Rest muß gescrollt werden. Wir können Inventaricons mit dem Fragezeichenicon, das sich ebenfalls in der Inventarleiste befindet, anschauen. Inventarobjekte können im Gegensatz zum Vorgängerspiel miteinander kombiniert werden. Wir tragen meist nur wenige Objekte mit uns herum, so daß die Anzeige nicht unübersichtlich wird.

Die Fortbewegung zwischen einzelnen Szenen erfolgt durch Mausklick. Es werden Pfeile als Hinweise auf Szenenwechsel angezeigt, allerdings nicht immer. Manchmal scrollt der Bildschirm automatisch nach links oder rechts, wenn sich unsere Helden bewegen.

Das Handling wurde an einigen Stellen verändert und wie ich meine sogar noch verbessert. Es ist wirklich einfach, gut und schnell, trotzdem wird jede mögliche Aktion im Handbuch ausführlich beschrieben, genau wie beim ersten Teil der Saga.  

 

Grafik/Musik/Sprache

Die Grafik (VGA, 256 Farben) ist für ein 9 Jahre altes Spiel auch heute noch recht akzeptabel. Die Bewegungsabläufe sind gut getroffen, leider wurde auf die Großaufnahmen bei Dialogen diesmal verzichtet. Die Grafikqualität entspricht sonst ganz genau dem ersten Teil, sogar ein Schauplatz wurde aus dem ersten Teil übernommen. Umfangreiche Animationssequenzen und Scrolling innerhalb der Szenen sind ebenfalls Pluspunkte. Allerdings hätte man sich (genau wie beim ersten Teil) ein wenig mehr exotische Locations in dieser doch so komplexen und riesigen Welt gewünscht.

Dafür gibt es diesmal neben passabler Musik und Sound auch eine gute Sprachausgabe, die nicht nur bei Unterhaltungen sondern auch bei allen Beschreibungen von Objekten oder sonstigen Hinweistexten verwendet wird.

Rätsel

Auch bei den Rätseln weicht "Return to Ringworld" von seinem Vorgänger ab. Es gibt diesmal mehr und wesentlich schwierigere Rätsel - allerdings auch eine Reihe nicht nur von mir ungeliebter Zugaben, wie Labyrinthe, und das 3 oder 4mal. Zugegeben, sie gehören nicht unbedingt zu den schwersten, aber sind dafür wiederum recht langweilig. An den meisten Stellen kann man zur Bewältigung unübersichtlicher Landschaften ein Gerät zur Richtungsbestimmung verwenden - das ist wiederum ein Lichtblick. Entsprechende Aufzeichnungen sollte man auf jeden Fall machen, um die Irrgärten so schnell wie möglich zu überwinden. Neben Inventarrätseln finden wir auch Schalterrätsel und müssen z. B. einen Heißluftballon steuern.

Hinzu kommt noch, daß man an manchen Stellen zu einer anderen Spielfigur schalten sollte, um weiterzukommen. So hat jede der drei Figuren seinen eigenen Spielpart mit eigenen Rätseln, manche Rätsel müssen sogar in Zusammenarbeit gelöst werden und da wird's dann wirklich interessant. Auf Arcadesequenzen, wie sie im ersten Teil optional waren, hat man diesmal verzichtet. Außerdem kann man diesmal auch nicht sterben. Sollte man in ernste Schwierigkeiten kommen, so entfernt sich unser Held automatisch aus der Gefahrenzone, auf Sterben und GameOvers wird verzichtet.

Das Rätseldesign hat sich auf jeden Fall verbessert gegenüber dem ersten Teil, allerdings sind mir manche Rätsel in der Sprache einfach ein wenig zu technisch gewesen. Ringworld hat da eine ebenso abstruse Sprache wie z.B. StarTreck, und wer will wirklich wissen, wie alle die Einzelteile eines Raumschiffes in diesem Teil des Universums genannt werden? Durch die vielen einzelnen Orientierungsspiele in Labyrinthen, auf einem Raumflugplatz, in der Eiswelt, auf der Ringweltoberfläche, in unterirdischen Katakomben oder dem Gewirr von Luftschächten - dauert das Spiel wesentlich länger als der erste Teil. 25 bis 30 Stunden würde ich als Spielzeit angeben.

 

Fazit

"Return to Ringworld" hat mir besser gefallen als der erste Teil, nicht nur, weil es mit Sprachausgabe versehen ist und mehr Rätsel bietet, sondern weil man auch versucht hat, durch das Spiel mit drei unterschiedlichen Helden und der damit verbundenen Wahlfreiheit ein wenig Pepp hineinzubringen. Trotzdem ist auch der zweite Teil noch sehr technologie-lastig und in vielen Teilstücken einfach immer noch sehr langweilig, indem man endlose Wege gehen oder fahren muß.

 

Bewertung: 60 %

 

Bewertungssystem Adventure-Archiv:

  • 80% bis 100% sehr gutes Spiel (sehr empfehlenswert)
  • 70% bis 79% gut (empfehlenswert)
  • 60% bis 69% befriedigend (bedingt empfehlenswert, mit Abstrichen)
  • 50% bis 59% ausreichend (nicht gerade empfehlenswert)
  • 40% bis 49% ziemlich schlecht (eher abzuraten - etwas für Hardcore-Adventure-Freaks und Sammler)
  • 0% bis 39% grottenschlecht (lieber die Finger davon lassen)

 

Systemvoraussetzungen:

  • 386/25 Mhz
  • 640K RAM/590.000 Bytes frei
  • Festplatte mit 2 MB freiem Speicherplatz
  • VGA (256 Farben) oder besser (MCGA nicht unterstützt)
  • CD-ROM Laufwerk mit mindestens 150KB/Sek Tranferrate
  • Sound Blaster, Sound Blaster Pro, Covox Sound Master II, Pro-Audio Spectrum 16 oder Roland RAP-10 Soundkarten
  • MS-DOS Version 5.0 oder höher (oder 100% kompatible)
  • Microsoft Maus mit Treiberversion 6.0 oder höher (oder 100% kompatible)

Gespielt mit:

  • Windows 95
  • PII 233 MHz
  • 64 MB RAM
  • 4 MB Grafikkarte
  • 16bit Soundkarte
  • 24x CDROM-Laufwerk

Im medizinischen Labor muß Quinn sich noch einer kleinen Operation unterziehen
Im medizinischen Labor muß Quinn sich noch einer kleinen Operation unterziehen

Zur Abwechslung kann man auch mal ein Spielchen im persönlichen Computer wagen
Zur Abwechslung kann man auch mal ein Spielchen im persönlichen Computer wagen

Die Lance of Truth muß zunächst startklar gemacht werden
Die Lance of Truth muß zunächst startklar gemacht werden

Das Dorf der Felsenbewohner kennen wir aus dem 1. Teil
Das Dorf der Felsenbewohner kennen wir aus dem 1. Ringworld-Teil

Das Hauptmenü
Das Hauptmenü

Miranda in den Fängen der ARM
Miranda in den Fängen der ARM

Die Chefin der Eiswelt unterstützt die beiden Helden
Die Chefin der Eiswelt unterstützt die beiden Helden

Sowohl Quinn als auch Seeker müssen sich in der Eiswelt zurecht finden
Sowohl Quinn als auch Seeker müssen sich in der Eiswelt zurecht finden

Ein Ballon ist nicht einfach zu steuern
Ein Ballon ist nicht einfach zu steuern

Die Waldbewohner sind sehr scheu
Die Waldbewohner sind sehr scheu

Seeker muß eine ganze Reihe von Vampiren in diesem Labyrinth erledigen
Seeker muß eine ganze Reihe von Vampiren in diesem Labyrinth erledigen

Miranda sucht eine Fluchtmöglichkeit
Miranda sucht eine Fluchtmöglichkeit

Miranda hat's geschafft und sucht ihre Kollegen
Miranda hat's geschafft und sucht ihre Kollegen

 

 

 

 

Copyright © slydos für Adventure-Archiv, 12. Juli 2003

 

 

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