Secrets of the Luxor

WaIk Iike a Egyptian

Wer bisher glaubte, daß Archäologen nichts anderes zu tun hätten, als mit kleinen Pinselchen bewaffnet, durch antike Müllhalden zu kriechen und den Staub von längst zerbrochenem Geschirr zu fegen, wird in der Pyramide von Luxor eines Besseren belehrt.

Tief unter einer Pyramide liegt das letzte Geheimnis der Welt. Seine Enthüllung beschert der Menschheit entweder  Glückseligkeit oder ewige Verdammnis. Da sich neben dem zwielichten Dr. Osiris nun auch eine seltsame militärische Organisation für die Pyramide zu interessieren scheint, ist es an lhnen, als erster das Geheimnis zu lüften. Auf dem langen Weg zum ewigen Glück muß man sehr schnell erkennen, daß die Pyramide von Luxor in Wirklichkeit keinen überproportionierten Friedhof für diverse frühantike Regenten, sondern ein Zeittor in ihrem Inneren beherbergt. Das wirkliche Geheimnis von Luxor liegt nämlich 300 Jahre "entfemt" in der Zukunft. Auf den ersten Blick handelt es sich bei Secrets of the Luxor um eine der zahlreichen Myst-Adaptionen, die den Markt in letzter Zeit förmlich überschwemmen. Doch wer sich erst einmal in die Tiefen der Pyramide begeben hat, wird angenehm überrascht sein und so manche Stunde "unter Tage" verbringen.

Die Grafiken sind durchweg stimmungsvoll und technisch erstklassig. Zork-Fans werden jedoch das Scrolling vermissen, das es hier nur ansatzweise (durch den umständlichen Einsatz eines VR-Helms aus dem Inventar zu sehen gibt.

In manchen Räumen kann es, aufgrund mehrerer Ebenen, zu Orientierungsproblernen kommen, und so manche Treppe wird erst nach langer Sucherei durch Zufall entdeckt. Anders als bei zahlreichen anderen Vertretern des Genres sind die meisten Rätsel aber überraschenderweise sehr innovativ und vielschichtig. Oft muß man Anhaltspunkte aus verschiedenen Räumlichkeiten zusammentragen, um zum Ziel zu gelangen. Erfreulicherweise haben die Programmierer auch an ein Inventar gedacht, und so entdeckt man bei den Rätseln hin und wieder sogar Parallelen zu klassischen Adventures.

Bei Osiris!
In letzter Zeit werden Freunde mystischer Adventures wirklich verwöhnt. Secrets of Luxor gehört was Grafikgestaltung und Rätsel betrifft, auf jeden Fall zur Oberklasse innerhalb des Genres. Leider trüben aber ein paar unnötige Schnitzer den uneingeschränkten Spielspaß. Das Inventar läßt sich nur relativ umständlich einsehen, und oft verliert man wegen der komplizierten Raumanordnung die Übersicht. Sound und Musik können dem Vergleich zu Zork Nemesis auf keinen Fall standhalten. Trotzdem sollten echte Rätselfreunde ruhig über diese kleinen Schwächen hinwegsehen.

Was uns auffiel:
+ detailgenaue Grafiken
+ ansprechende Rätsel
-  umständliches Inventar
-  unübersichtliche "Architektur"

Bewertung:

  • Grafik: 3 von 5
  • Sound: 2 von 5
  • Komfort: 2 von 5
  • Gesamt: 3 von 5

Systemvoraussetzungen:
486/25, 8 MB RAM, SVGA, Windows, 2x CDROM-Laufwerk

Hersteller: Mojave

ff

PC-Spiel, © 12/96

Screenshots


Home of Adventure-Archiv

 

seite gezählt durch: