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Simon the Sorcerer 1
Erscheinungsdatum: 1993
von: Adventuresoft

Ein Review von Aratarn  22. Juni 2001

 

Ein Adventure, das seinesgleichen sucht

"Hhmm !!", denke ich als ich das Spiel "Simon the Sorcerer" installiere. Ein klassisches Point-&-Click-Adventure mit viel Humor und atemberaubenden Welten? Klingt ja schon mal nicht schlecht. Die Installation geht schnell. Eben noch schnell die richtige Soundkarte und das Laufwerk eingestellt und los geht‘s.

Das Spiel startet mit einer wunderschönen Melodie die mir heute noch in den Ohren liegt. Nach einem kurzen Abspann in dem Simon zeigt was in ihm steckt geht‘s auch schon los. Doch was sehe ich da? Simon ist ja gar nicht im Zaubermantel und er ist auch nicht in irgendeiner Landschaft, sondern in seinem Zimmer! Da findet sein treuer Hund Chippy ein altes Zauberbuch auf dem Dachboden. Ein wenig herum experimentiert und schwupps, Simon landet auf einem großen Stein in einer andren Welt. Und was sich einem jetzt bietet verschlägt einem fast die Sprache, Simon ist in einem lila Zaubermantel eingekleidet und um ihn herum stehen böse aussehende Trolle die sich gerade Essen zaubern wollten. Und Simon denkt richtig, er IST das Essen dieser Trolle. Ein kurzer Schrei, die Perspektive wechselt und Simon findet sich in einem Kochtopf wieder. Kurz und bündig, Simon schafft es durch ein Malheur zu entkommen. Er flieht in eine Hütte, in der er durch einen Brief erfährt, dass er nicht durch Zufall, sondern durch den Zauberer Calypso in die Welt gerufen wurde. Simon soll ihn nun aus den Klauen des bösen Zauberers Sordid befreien. Gesagt getan. Während der Hund Chippy noch schläft macht sich Simon auf eine lange Reise voller Abenteuer, bösen Kreaturen und wahnwitzigen Charakteren. Simon weiß noch nicht, was ihm bevorsteht!

Der Humor kommt auf keinen Fall zu kurz, Simon reißt einen Spruch nach dem anderen, ein paar Zauberer reden jede Menge Unsinn, eine Prinzessin verwandelt sich in ein Schwein und als man dann auch noch einem Zwerg den Bart abschneiden muss, merkt man, dass hier ein Adventure geschaffen wurde, das nicht nur mit vielen anderen Spielen seiner Zeit mithalten konnte, sondern sie auch noch übertrumpfte. Die Gespräche, die Simon führt, sind klar verständlich und auch die Hintergrundmusik wechselt nicht nur sehr oft, sondern klingt auch noch sehr gut und passt immer zur jeweiligen Situation und Landschaft. Auch grafisch kann sich das Spiel sehen lassen. Die Figuren sind schön gestaltet und wirken recht realistisch und auch die Umgebung sprießt geradezu von Details.

 

Wald, Eis und Sumpf

Die Entwickler setzten vor allem auf häufigen Umgebungswechsel viel Wert. Neben dem großen Wald, den Simon immer wieder durchqueren muss, kommt er ab und zu auch mal in eine bergige Eislandschaft, in eine Zwergenmine oder in ein Sumpfgebiet, wo er eine grüne aber witzige Gestalt trifft, den Sumpfling. Beim durchqueren dieser vielen Gebiete sollte man sehr auf das Detail achten. Ob ein sprechender Baumstumpf oder ein kleiner Stein, alles kann von Nützen sein. Sobald eine andere Location erscheint, wechselt die Hintergrundmusik.

Und diese passt sehr gut, im Wald klingt sie noch fröhlich und ist voller Melodie, in der Eislandschaft klingt sie dumpf, ruhig und ein wenig gruselig. Auch der Gesang der Zwerge oder das zwitschern von Vögeln gehört zum Alltag. Bei all diesen Umgebungs- und Hintergrundmusikwechseln wird das Spiel jedoch nie langweilig. Im Gegenteil, die Spannung steigt und die Lust weiterzukommen und zu rätseln steigt.

 

Zauberhut als Rucksack

Anstatt die vielen Gegenstände einfach in die Tasche zu stecken, benutzt Simon lieber seinen schönen Zauberhut. Immer wenn Simon etwas aufnimmt setzt er diesen ab und verstaut den genommenen Gegenstand darin. Und der Hut wird niemals voll - er ist schließlich magisch! Sogar eine ganze Leiter lässt sich darin unterbringen. Wer also denkt, dass man den Gegenstand nicht mitnehmen kann, nur weil er zu groß ist, der liegt falsch: Simon kann fast alles mitnehmen, dabei beinhaltet das Inventar von seltsam Gegenständen, wie Holzwürmern oder Sumpfsuppe bis hin zu selbstverständlichen Objekten wie einem Seil und Streichhölzern alles. Einige dieser Gegenstände lassen sich sogar kombinieren.

 

Viele Aufträge

Im Laufe des Spiels muss Simon viele andere Aufträge erfüllen, bevor er Calypso retten kann. Das ist zwar Simons Hauptaufgabe, aber um diesen Auftrag zu erfüllen, bedarf es vieler Dinge. Einmal musste er einem Holzfäller Material für eine neue Axt geben, mal einem Forscher ein wichtiges Fossil zeigen oder sich mit einer Hexe duellieren. Die Aktionen des Spiels sind sehr lustig und sogar spannend. Zwar besteht Simons Aufgabe immer noch darin, Sordids Turm zu finden, aber ohne einigen Leuten einen Gefallen getan zu haben, kommt er nicht dorthin.

 

Super Steuerung

Eine Landkarte erleichtert den Weg zwischen den einzelnen Gebieten. Diese werden aber erst sichtbar, wenn Simon sie durchquert hat, was oft sehr lange dauert und lästig ist. Mit Hilfe der Postkarte kann man das Spiel jederzeit beenden, speichern, laden oder ganz einfach unterbrechen. Gesteuert wird mit der Maus. Man wählt einfach mit der linken Maustaste eine Handlung aus und Simon richtet sich danach (er versucht es zumindest). Langweilige Gespräche lassen sich via rechter Maustaste verkürzen und abbrechen. Dieses einfache, teils von überflüssigen Befehlen bestückte Interface ermöglicht eine simple Bedienung des Spiels.

 

Fazit

Alles in allem ist Simon the Sorcerer eines der besten Spiele, dass man je gespielt haben sollte und es lässt Adventure-Herzen höher schlagen. Die gute Steuerung, der schöne Sound und die anschauliche Grafik machen es zu einem Topspiel. Hinzu kommen noch schwarzer Humor, Spannung und eine Prise Phantasie. Wer Adventures mag (so wie ich) wird Simon lieben. Ich habe es auf jeden Fall genossen, Simon the Sorcerer zu spielen und ich habe das Spiel noch viele weitere Male durchgespielt...

Gesamtbewertung: 93%

 

Adventure-Archiv-Bewertungsskala:

  • 80% bis 100% sehr gutes Spiel (sehr empfehlenswert)
  • 70% bis 79% gut (empfehlenswert)
  • 60% bis 69% befriedigend (bedingt empfehlenswert, mit Abstrichen)
  • 50% bis 59% ausreichend (nicht gerade empfehlenswert)
  • 40% bis 49% ziemlich schlecht (eher abzuraten - etwas für Hardcore-Adventure-Freaks und Sammler)
  • 0% bis 39% grottenschlecht (lieber die Finger davon lassen)

 

Systemanforderungen:

  • Windows 95/98 (Windows 95 wäre besser)
  • 90 Mhz
  • Soundkarte
  • 400 MB Festplattenspeicher
  • Normale Grafikkarte
  • 64 MB-RAM
Homepage: http://www.adventuresoft.com/simon1.htm

Deutsche Fanpage: http://www.simonology.de

Englische Fanpage: http://w3.ime.net/~andrewk/simon.htm

Screenshots

Boxshots

Deutsche Lösung: http://www.spielewiese.de/loesungen/simon1d.htm
Englische Lösung:  http://www.spielewiese.de/loesungen/simon1.htm

 

Copyright © Aratarn für Adventure-Archiv, 22. Juni 2001

 

 


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