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Ein Review von Aratarn 22. Juni 2001
Ein Adventure,
das seinesgleichen sucht "Hhmm !!", denke ich als ich das Spiel "Simon the Sorcerer" installiere. Ein klassisches Point-&-Click-Adventure mit viel Humor und atemberaubenden Welten? Klingt ja schon mal nicht schlecht. Die Installation geht schnell. Eben noch schnell die richtige Soundkarte und das Laufwerk eingestellt und los gehts. Das Spiel
startet mit einer wunderschönen Melodie die mir heute noch in den Ohren liegt. Nach einem
kurzen Abspann in dem Simon zeigt was in ihm steckt gehts auch schon los. Doch was
sehe ich da? Simon ist ja gar nicht im Zaubermantel und er ist auch nicht in irgendeiner
Landschaft, sondern in seinem Zimmer! Da findet sein treuer Hund Chippy ein altes
Zauberbuch auf dem Dachboden. Ein wenig herum experimentiert und schwupps, Simon landet
auf einem großen Stein in einer andren Welt. Und was sich einem jetzt bietet verschlägt
einem fast die Sprache, Simon ist in einem lila Zaubermantel eingekleidet und um ihn herum
stehen böse aussehende Trolle die sich gerade Essen zaubern wollten. Und Simon denkt
richtig, er IST das Essen dieser Trolle. Ein kurzer Schrei, die Perspektive wechselt und
Simon findet sich in einem Kochtopf wieder. Kurz und bündig, Simon schafft es durch ein
Malheur zu entkommen. Er flieht in eine Hütte, in der er durch einen Brief erfährt, dass
er nicht durch Zufall, sondern durch den Zauberer Calypso in die Welt gerufen wurde. Simon
soll ihn nun aus den Klauen des bösen Zauberers Sordid befreien. Gesagt getan. Während
der Hund Chippy noch schläft macht sich Simon auf eine lange Reise voller Abenteuer,
bösen Kreaturen und wahnwitzigen Charakteren. Simon weiß noch nicht, was ihm bevorsteht! Der Humor kommt
auf keinen Fall zu kurz, Simon reißt einen Spruch nach dem anderen, ein paar Zauberer
reden jede Menge Unsinn, eine Prinzessin verwandelt sich in ein Schwein und als man dann
auch noch einem Zwerg den Bart abschneiden muss, merkt man, dass hier ein Adventure
geschaffen wurde, das nicht nur mit vielen anderen Spielen seiner Zeit mithalten konnte,
sondern sie auch noch übertrumpfte. Die Gespräche, die Simon führt, sind klar
verständlich und auch die Hintergrundmusik wechselt nicht nur sehr oft, sondern klingt
auch noch sehr gut und passt immer zur jeweiligen Situation und Landschaft. Auch grafisch
kann sich das Spiel sehen lassen. Die Figuren sind schön gestaltet und wirken recht
realistisch und auch die Umgebung sprießt geradezu von Details. Wald, Eis und
Sumpf Die Entwickler
setzten vor allem auf häufigen Umgebungswechsel viel Wert. Neben dem großen Wald, den
Simon immer wieder durchqueren muss, kommt er ab und zu auch mal in eine bergige
Eislandschaft, in eine Zwergenmine oder in ein Sumpfgebiet, wo er eine grüne aber witzige
Gestalt trifft, den Sumpfling. Beim durchqueren dieser vielen Gebiete sollte man sehr auf
das Detail achten. Ob ein sprechender Baumstumpf oder ein kleiner Stein, alles kann von
Nützen sein. Sobald eine andere Location erscheint, wechselt die Und diese passt
sehr gut, im Wald klingt sie noch fröhlich und ist voller Melodie, in der Eislandschaft
klingt sie dumpf, ruhig und ein wenig gruselig. Auch der Gesang der Zwerge oder das
zwitschern von Vögeln gehört zum Alltag. Bei all diesen Umgebungs- und
Hintergrundmusikwechseln wird das Spiel jedoch nie langweilig. Im Gegenteil, die Spannung
steigt und die Lust weiterzukommen und zu rätseln steigt. Zauberhut als
Rucksack Anstatt die
vielen Gegenstände einfach in die Tasche zu stecken, benutzt Simon lieber seinen schönen
Zauberhut. Immer wenn Simon etwas aufnimmt setzt er diesen ab und verstaut den genommenen
Gegenstand darin. Und der Hut wird niemals voll - er ist schließlich magisch! Sogar eine
ganze Leiter lässt sich darin unterbringen. Wer also denkt, dass man den Gegenstand nicht
mitnehmen kann, nur weil er zu groß ist, der liegt falsch: Simon kann fast alles
mitnehmen, dabei beinhaltet das Inventar von seltsam Gegenständen, wie Holzwürmern oder
Sumpfsuppe bis hin zu selbstverständlichen Objekten wie einem Seil und Streichhölzern
alles. Einige dieser Gegenstände lassen sich sogar kombinieren. Viele Aufträge Im Laufe des
Spiels muss Simon viele andere Aufträge erfüllen, bevor er Calypso retten kann. Das ist
zwar Simons Hauptaufgabe, aber um diesen Auftrag zu erfüllen, bedarf es vieler Dinge.
Einmal musste er einem Holzfäller Material für eine neue Axt geben, mal einem Forscher
ein wichtiges Fossil zeigen oder sich mit einer Hexe duellieren. Die Aktionen des Spiels
sind sehr lustig und sogar spannend. Zwar besteht Simons Aufgabe immer noch darin, Sordids
Turm zu finden, aber ohne einigen Leuten einen Gefallen getan zu haben, kommt er nicht
dorthin. Super Steuerung Eine Landkarte
erleichtert den Weg zwischen den einzelnen Gebieten. Diese werden aber erst sichtbar, wenn
Simon sie durchquert hat, was oft sehr lange dauert und lästig ist. Mit Hilfe der
Postkarte kann man das Spiel jederzeit beenden, speichern, laden oder ganz einfach
unterbrechen. Gesteuert wird mit der Maus. Man wählt einfach mit der linken Maustaste
eine Handlung aus und Simon richtet sich danach (er versucht es zumindest). Langweilige
Gespräche lassen sich via rechter Maustaste verkürzen und abbrechen. Dieses einfache,
teils von überflüssigen Befehlen bestückte Interface ermöglicht eine simple Bedienung
des Spiels. Fazit Alles in allem ist Simon the Sorcerer eines der besten Spiele, dass man je gespielt haben sollte und es lässt Adventure-Herzen höher schlagen. Die gute Steuerung, der schöne Sound und die anschauliche Grafik machen es zu einem Topspiel. Hinzu kommen noch schwarzer Humor, Spannung und eine Prise Phantasie. Wer Adventures mag (so wie ich) wird Simon lieben. Ich habe es auf jeden Fall genossen, Simon the Sorcerer zu spielen und ich habe das Spiel noch viele weitere Male durchgespielt... Gesamtbewertung: 93%
Adventure-Archiv-Bewertungsskala:
Systemanforderungen:
Homepage: http://www.adventuresoft.com/simon1.htm Deutsche Fanpage: http://www.simonology.de Englische Fanpage: http://w3.ime.net/~andrewk/simon.htm Screenshots Boxshots Deutsche Lösung: http://www.spielewiese.de/loesungen/simon1d.htm Englische Lösung: http://www.spielewiese.de/loesungen/simon1.htm
Copyright © Aratarn für Adventure-Archiv, 22. Juni 2001
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