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Simon the Sorcerer 5 -
Wer will schon Kontakt?!


Erscheinungsdatum: 03/2009

Entwickler: Silverstyle Entertainment

Publisher: The Games Company/Atari

 

Spielsprache und Handbuch: deutsch

PEGI: 12+

USK: ab 12 Jahren


Boxshots
Homepage

 

 

Ein Review von  Sherlock   12. April 2009

 

Aliens im Märchenland? Simon im Weltall? Wer dachte, Simon hätte sich nach seinem letzten Abenteuer zur Ruhe gesetzt, der hat sich getäuscht! Nachdem Silver Style Entertainment dem Zauberlehrling 2007 sensationell neues Leben eingehaucht hat, folgt nun möglicherweise der zweite Geniestreich bei der Fortsetzung. Anders als in Teil 4 hatten Simons Erfinder Mike und Simon Woodroffe nicht mehr mitgewirkt. Ob das Spiel dennoch ein Anwärter auf den Titel „Adventure des Jahres" ist, habe ich für Euch getestet.

 

Story

Invasion im Märchenland! Grüne Aliens, die scheinbar alles zerstören, was ihnen unter die Augen kommt, stürmen die Stadt und haben es auf Simon abgesehen. Die Nihonier, so der Name dieser außerirdischen Spezies, haben Alix entführt. Aber nicht nur die Nihonier, auch der Geheimdienst der unterirdischen Maulwurfstadt ist scharf darauf, Simon in die Finger zu bekommen. Was wollen all diese Gestalten von Simon? Warum wird die Zauberwelt von den Nihoniern heimtückisch angegriffen? Kann Simon die drohende Gefahr abwenden und die Zauberwelt befreien?

 

Installation

Mir ist Simon 5 ein einziges Mal abgeschmiert, als ich einen Detektor benutzt hatte. Die Installation sowie der Programmstart verliefen absolut fehlerfrei. Weiterhin gab es bei mir hin und wieder Stotterer bei der Sprachausgabe.

 

Menüs

Direkt nach Spielstart und den Herstellerlogos landen wir im Startmenü. Das Hauptmenü erreichen wir durch Drücken der ESC-Taste. Simon 5 lässt sich ganz normal an jeder Stelle im Spiel speichern. Praktischerweise wird für jeden Speicherslot auch Tag und Urzeit festgehalten. In meinem Fall erübrigte sich das Speichern, da das Programm von sich aus an allen wichtigen Punkten Autosaves anlegt.

Zusätzlich können im Anschluss an das Spielende im Hauptmenü die „Nihonier-Outtakes" angewählt werden und wir sehen die Nihonier an bestimmten Stellen des Spiels und verstehen zur Abwechslung ihr ansonsten unverständliches Gebrabbel.

 

Steuerung

Gesteuert wird ausschließlich mit der Maus. Der Cursor verwandelt sich in eine Hand, eine Sprechblase oder in eine Lupe, wenn eine Interaktion mit Gegenständen oder anderen Personen möglich ist. Mit der rechten Maustaste lassen sich all diese Objekte auch noch mal näher betrachten. Mit einem Doppelklick wird Simon zu einem gewünschten Punkt rennen. Ansonsten war Simon ja noch nie einer von der schnellen Sorte…

 

Hotspots/Inventar/Dialoge

Hotspots? Was ist das? Nur sehr wenige Objekte lassen sich hier betrachten oder benutzen, die für den weiteren Verlauf keinerlei Bedeutung haben. Ansonsten bleibt dem Spieler nur sehr wenig Freiraum. Simon 5 ist absolut linear aufgebaut und lässt nur wenig Platz für eigene Entscheidungen, mögen sie auch dumm sein. Ein paar mehr witzige Kommentare von Simon zu dummen Handlungsvorschlägen hätte ich mir ebenfalls gewünscht. Ansonsten sind die handlungsbeeinflussenden Objekte in jedem Screen schnell auszumachen.

Das Inventar öffnet sich am unteren Bildschirmrand. Was soll man dazu noch mehr sagen?

Die Dialogführung gestaltet sich, wie bisher, im Multiple-Choice-Verfahren. In den meisten Fällen ist es aber erforderlich, sämtliche Themen durchzukauen, bevor es weitergeht. Allerdings ist dies nicht besonders zeitaufwändig, da sich die Gespräche doch sehr kurz halten. Der Humor, über den sich gewiss streiten lässt, gleitet meines Erachtens immer mehr in die falsche Richtung ab. Was mir in Simon 4 nicht gefiel, ist hier noch schlimmer geworden. Flache Witze, die nicht selten unter die Gürtellinie gehen, sind nicht unbedingt mein Fall.

 

Rätsel

Die Rätsel sind durchweg logisch aufgebaut. Leider bleiben am Ende doch viele Fragen ungeklärt. Mir fehlt die Nicht-Linearität aus Simon 1+2 sehr. Silver Style versuchen nach meinem Dafürhalten viel zu sehr, den Massengeschmack zu treffen, daher bleibt die Qualität der Rätsel, mit denen ein Adventure steht und fällt, auf der Strecke. Knackige Rätsel gehören anscheinend der Vergangenheit an. Zwar wird hier jedem mit ca. 18-20 Stunden eine angemessene Spielzeit geboten, aber dafür müssen Genre-Profis wohl maximal 1-2 Mal etwas länger überlegen um auf des Rätsels Lösung zu kommen.

Sollte das Weiterkommen auch so nicht möglich sein, wäre da noch die integrierte Hilfefunktion in Form des Tagebuchs. Hier werden unerledigte Aufgaben angezeigt. Bis zu drei Tipps pro Aufgabe kann man sich geben lassen. Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass dort nur Hinweise gegeben werden, die man sowieso schon weiß. Wer Simon 4 gespielt hat, kennt diese Hilfefunktion bereits und weiß einzuschätzen, inwiefern einem geholfen wird…

Etwa ab Mitte dieses Adventures muss man sich entscheiden, welchen Weg für den weiteren Verlauf man wählt. Je nachdem, für welchen Weg wir uns entscheiden, so ändern sich auch die Rätsel. Nach Ende des Games wird dann einem jeden ein Psychogramm von Dr. „Siggi" erstellt.

Ebenso gibt es immer wieder mal mehr, mal weniger starke Anspielungen auf andere erfolgreiche PC-Spiele-Titel oder Hollywood-Blockbuster (z.B. Fluch der Karibik oder Star Wars).

Bei erfolgreichem Ende sollte aber nicht direkt abgeschaltet oder abgebrochen werden. Hier erwartet uns ein recht langes Ende, bei dem uns der Erzähler die weitere Geschichte der Protagonisten erklärt. Das Ganze lässt mich an einer weiteren Fortsetzung zweifeln.

 

Grafik/Sound

Die Grafik kann sich sehen lassen, auch wenn sie meines Erachtens hinter der von Simon 4 zurückbleibt. Dies lässt sich bereits auf dem Cover der Box erkennen, wenn man die Teile 4 und 5 miteinander vergleicht. Der Simon aus dem 4.Teil hatte ein ausgeprägteres Gesicht, als der aalglatte Simon aus Teil 5.

Positiv ist zu bewerten, dass wieder die selben Synchronsprecher, allen voran Erik Borner, der Simon nun bereits zum fünften Mal seine Stimme leiht, eingesetzt wurden. Beim Schreiben dieses Reviews hatte ich mehrmals überlegt, ob es einen Soundtrack im Spiel gab. Sollte es einen gegeben haben, war dieser sehr dezent versteckt. So dezent jedenfalls, dass er mir, ohne noch einmal genau darauf zu achten, nicht aufgefallen ist.

 

Fazit

Nicht überall wo Simon draufsteht ist auch Simon drin. Man merkt hier ganz deutlich, dass keiner der Woodroffes beteiligt gewesen ist. Vom alten Charme, den gerade die Teile 1+2 verströmten, ist zugunsten des Mainstreams nicht mehr viel übrig geblieben.

Zwar handelt es sich hier um ein solides Adventure mit einer neuartigen Story, aber nicht ganz, was ich mir von einem „Simon the Sorcerer"-Spiel erwarte. Sollte es eine weitere Fortsetzung geben, dann bitte mit etwas mehr Qualität angesichts der Story, der Rätsel und des Humors.

Aliens haben in der Zauberwelt nichts verloren und Simon ist im Weltall ebenfalls nicht gut aufgehoben. Bleib auf dem Boden, Simon! Für diese Leistung gibt’s dennoch eine passable

 

Gesamtwertung von 70%

 

 

Bewertungssystem Adventure-Archiv:

  • 80% bis 100% sehr gutes Spiel (sehr empfehlenswert)
  • 70% bis 79% gut (empfehlenswert)
  • 60% bis 69% befriedigend (bedingt empfehlenswert, mit Abstrichen)
  • 50% bis 59% ausreichend (nicht gerade empfehlenswert)
  • 40% bis 49% ziemlich schlecht (eher abzuraten - etwas für Hardcore-Adventure-Freaks und Sammler)
  • 0% bis 39% grottenschlecht (lieber die Finger davon lassen)

 

Minimale Systemvoraussetzungen:

  • Windows XP/ VISTA
  • Pentium 4 mit 2,0 Ghz oder kompatible
  • 512 MB RAM
  • 2 GB freier Festplattenspeicher
  • DirectX 9.0c kompatible Grafikkarte mit Pixel Shader 2

 

Getestet auf:

  • Windows Vista Home Premium mit ScummVM
  • AMD Phenom 9600 AM2+
  • 2 GB RAM
  • ATI RADEON HD 3850 Grafikkarte mit 512 MB RAM
  • DirectX 10 kompatible Soundkarte
  • Multinorm DVD-ROM Laufwerk

 

 

Copyright © sherlock für Adventure-Archiv, 12. April 2009

 

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