Deep Space 9 - Harbinger In diplomatischer Mission Zurück im Star-Trek-Universum: Das jüngste Abenteuer - diesmal von C.I.C./Viacom - stellt die Crew von Deep Space Nine in den Mittelpunkt. Envoy Bannik ist eigentlich kein besonders großes Licht in den Reihen des diplomatischen Korps der Föderation. Doch den Auftrag, Botschafter Karrak bei einer heiklen First Contact Mission" zu unterstützen, tritt er mit dem Vorsatz an, sein Bestes zu geben.
Schauplatz der Kontaktaufnahme zwischen Scythiem und der Föderation soll die Raumstation Deep Space 9 sein. Doch schon der Anflug zeigt, daß Banniks Auftrag unter keinem guten Stern steht. Sein Schiff wird von Roboterdrohnen attackiert und kann nur knapp in das Wurmloch entkommen, durch das die Verbindung zwischen DS9 und der Föderation aufrechterhalten wird. Die Fähre wird jedoch so schwer beschädigt, daß sie beim Austritt aus dem Wurmloch außer Kontrolle gerät.
Bekannte Gesichter ![]() Odo, der Sicherheitschef von DS9, in seinem Büro. Auch er wird von den Ereignissen überrascht
Odo, der Sicherheitschef der DS9-Station, fließt dank seiner einzigartigen Shapechanger-Fähigkeiten durch die Ritzen der verklemmten Tür in die havarierte Fähre, wo er wie im echten (Femseh-)Leben übelgelaunt und effizient seinen Aufgaben nachgeht. Der Spieler hingegen schlüpft in die Diplomatenrolle; auf seinem Monitor sieht er das Geschehen durch Banniks Augen und bestimmt per Mausklick dessen Handlungen. Zunächst gilt es, die Plasmafusion zu unterbinden, bevor sich eine kritische Masse aufgebaut hat. Die Aufgabe entpuppt sich als Puzzlespiel: Auf einem Panel müssen Platinenbausteine richtig angeordnet werden. So kann der Hauptstromkreis überschrieben und der Reaktor abgeschaltet werden. ![]() Die Brücke der Station, Trekkies werden sich schnell wie zu Hause fühlen Nächste Station der Handlung ist die Brücke von DS9, auf der Commander Sisko, Jadzia Dax und Major Kira Nerys bereits auf (je nach eingestelltem Schwierigkeitsgrad) Ensign, Lieutenant oder Major Bannik warten. Wie sich herausstellt, tobt ein Plasrnasturrn von ungeahnten Ausmaßen, der die Evakuierung fast der gesamten Crew auf den nahegelegenen Planeten Bajor nötig machte. Standard-Sci-fi Kaum hat Bannik erzählt, was zu seiner Bruchlandung geführt hat, meldet Jadzia Dax auch schon, daß auf ihren Scannem unbekannte Flugobjekte aufgetaucht seien. Ein Blick auf die Monitore zeigt, daß es sich um genau die Drohnen handelt, die schon die Fähre angegriffen haben. Die Drohnen eröffnen das Feuer und katapultieren den Spieler in eine Actionsequenz, in er er die Laser der Station bedienen muß. ![]() In der Bar auf dem Promenadendeck wartet ein alter Bekannter Der Angriff wird abgewehrt; und Bannik kann endlich das tun, was er beim Betreten der Station vorhatte - nämlich seinen Chef Karrik besuchnen. Als er es jedoch nach einigen Anstrengungen schafft, in die Kabine des Diplomaten zu gelangen, findet er nur noch dessen grün schimmernde Leiche vor. Die Geschichte wird immer mysteriöser... Wer erwartet, von DS9 Harbinger mitten in die Handlungswelten der TV-Serie katapultiert zu werden, wird leider enttäuscht. Zwar tauchen die meisten Schlüsselcharaktere aus der Serie tatsächlich auf, aber sie können nicht recht überzeugen. Allzu oft sind sie zu Stichwortgebem degradiert oder äußern sich in umfangreichen Monologen, in denen der Spieler zwischen den zahlreichen DS9-Allgemeininformationen das für das Spiel Relevante leicht überhört. Einen kleinen Lichtblick stellt die komplett gerenderte Grafik dar. Durchweg in Super-VGA, vermittelt sie recht authentisches DS9-Feeling. Statt auf Videoaufzeichnungen zurückzugreifen, wurden auch die Darsteller durchweg als 3D-Modelle realisiert, die vorberechnet in den Szenen auftauchen. Tatsächlich sehen diese virtuellen Schauspieler ihren menschlichen Vorbildern sehr ähnlich, doch sobald es ans Schauspielern geht, wird es eng: Mehr als ein paar müde Lippenbewegungen und oft unmotivierte Gesten bringen die Polygonkameraden nicht zustande.Allgemein sieht es mit Animationen in diesem Game eher bescheiden aus. Die Bewegungen durch die Räume der Station werden durch "Umblättem" zwischen den Bildern der betreffenden Schauplätze dargestellt, und die Besatzung der Station läßt sich nur ganz selten zu Bewegungen hinreißen. Dafür darf man sich von den Originalstirnmen verwöhnen lassen, und auch das DS9-Musikthema fehlt natürlich nicht. Was uns auffiel: Systemvoraussetzungen: Hersteller: Viacom New Media Bewertung:
PC SPIEL 6/96 Adventure-Archiv 15-07-00 |
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