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SpongeBob SquarePants -
Employee of the Month 


Erscheinungsdatum USA: 09/2002
Erscheinungsdatum  Deutschland: 02/2003
Entwickler: AWE Games
Publisher: THQ

Homepage englisch
Homepage deutsch
Download Demo 41,8 MB


Spielsprache und Handbuch der US Version englisch
Spielsprache der deutschen Version englisch, Handbuch deutsch

Review-Version: USA

 

ESRB: E = Everyone, comic mischief

USK: geeignet ohne Altersbeschränkung

 

Ein Review von slydos   13. Januar 2004

 

Dieses Cartoonadventure für alle Altersklassen wurde nach der gleichnamigen Nickelodeon Kult-Fernsehserie erschaffen und verbindet einfachste Point&Click-Steuerung mit handgemalten Comicszenarien, die von liebenswerten und skurrilen Unterwasser-3d-Charakteren bevölkert werden.

Story

Wer den guten SpongeBob SquarePants noch nicht kennen sollte (die Serie läuft in Deutschland im Abend- bzw. Nachtprogramm von SuperRTL), der gelbe Schwammkopf ist der Hauptdarsteller einer erfolgreichen Kinder-TV-Serie, die in einer bunt-skurrilen Unterwasserwelt spielt, in der alles fast so ist, wie über Wasser ... nur ohne den vielen Sauerstoff. Gutmütig und ein wenig naiv geht er seiner Arbeit im Krusty Krab Schnellrestaurant nach, das dem geschäftstüchtigen Mr. Krabs gehört, einer Riesenkrabbe. Manche würden sagen, Mr. Krabs ist eher vom Typ Ausbeuter, aber zumindest erkennt er, welchen Schatz er an seinem Mitarbeiter SpongeBob hat und macht ihn immer wieder zum Mitarbeiter des Monats.

Diesmal beläßt er es nicht nur bei dieser ehrenvollen Auszeichnung sondern ernennt ihn sogar zum Mitarbeiter des Jahres. Da kommt es ihm gerade Recht, daß er ein Paar Gratis-Eintrittskarten für den Neptun-Vergnügungspark erhält, die er gern - da ja umsonst - als wertvolles Präsent an seinen besten Mitarbeiter weitergibt, ohne sich allerdings die Spur darum zu kümmern, wie der arme SpongeBob denn dorthin gelangen soll. Der freut sich dessen ungeachtet riesig über das Geschenk, denn er wollte immer schon einmal in den Vergnügungspark. Kurzerhand nimmt er seinen Freund Patrick mit auf die Reise, die - wie sollte es anders sein - nicht auf geradem Weg zum Ziel führt.

 

Installation/Spielstart

"SpongeBob SquarePants" kommt auf 1 CDROM zusammen mit der bebilderten Anleitung in einem lustig-bunter Karton auf dem sich das erhabene Ebenbild des Würdenträgers befindet. Viel überlegen muß man nicht, einfach die CD einschieben, Installation der 500 MB abwarten und Spiel starten. Das munter von Patchy the Pirate gesungene Titellied begleitet das kurze Intro, das jederzeit per Klick abgebrochen werden kann. Man gelangt dann sofort ins Hauptmenü. Zum Start und auch am Beginn und Ende jedes Kapitels erzählt ein Comicfilm SpongeBobs Geschichte. Ein Mausklick kann auch diese Filme sofort abbrechen und wir finden unseren Helden vor seinem Arbeitsplatz, dem Krusty Krab. Von nun an können wir ihn in 3rd-Person-Perspektive steuern.

 

Steuerung/Handling

SpongeBob SquarePants kann ausschließlich mit der Maus gesteuert werden, wer will, kann die meisten Funktionen auch per Tastatur ausführen. Wir klicken entweder mit der linken Maustaste auf einen Punkt am Bildschirm und Sponge begibt sich dorthin. Hotspots, mögliche Szenenwechsel und Aktionsmöglichkeiten werden per Text bei Mausberührung angezeigt. Mit Linksklick führt man Gespräche und wählt Multiple-Choice-Dialogoptionen aus, nimmt Objekte mit oder wendet sie an.

Das Inventar ist als Kiste in der linken oberen Ecke sichtbar, kann aber auch mit einem Rechtsklick geöffnet werden. Über das geöffnete Inventar kann man auch das Hauptmenü erreichen oder eine Hilfefunktion, die einem per Klick auf das Fragezeichen Tipps gibt, wenn man nicht mehr weiter weiß (was ehrlich gesagt so gut wie nicht vorkommt). In jedem Kapitel gibt es eine Kartenfunktion, die über das Teleskopicon oben rechts angezeigt zu erreichen ist. Darin sind zugängliche Schauplätze farbig markiert, sobald uns ein Gesprächspartner die genaue Lage erklärt hat.

Wenn wir einen aufnehmbaren Gegenstand angeklickt haben, rotiert er für einige Sekunden vergrößert am Bildschirm und verschwindet dann automatisch im Inventar. Bei neuen Locations erscheint ein rotierendes Teleskopicon. Inventarobjekte können per Drag&Drop kombiniert oder am Bildschirm angewendet werden. Man hat kaum mehr als 2 oder 3 Gegenstände gleichzeitig im Inventar!

Sollte man trotz der ausgesprochen intuitiven Steuerung noch Fragen haben, kann man über den Hauptmenüpunkt "Help" die Steuerfunktionen nochmals abrufen. In den Optionen können Grafik- und Soundfunktionen geregelt und die Untertitel ein-/ausgeschaltet werden. Man speichert jeweils mit einem großen Szenenbild einen beliebigen Text und kann auch per Pfeiltaste zurückscrollen und ältere Spielstände (mit Sicherheitsabfrage) überschreiben. Beim Laden wird immer der zuletzt gesicherte Spielstand vorgeschlagen, wir können hier ebenfalls per Pfeiltaste zurückscrollen.

An der Steuerung gibt's einfach nichts zu mäkeln, sie ist den Bedürfnissen der Spieler angepaßt und erwartet nicht, daß sich die Spieler anpassen!

 

Grafik

Die lustig bunten, bildschirmfüllenden Hintergründe sind handgezeichnet und -koloriert und entsprechen der Fersehserie. An bestimmten Stellen erhält SpongeBob Videocassetten, die das "Making of" der Spielgrafik dokumentieren. Ein schöne Beigabe, die die verschiedenen Schritte der Hintergrund- und Charaktermodelle zeigt. Dagegen erscheinen die Filmszenen, die man übrigens jederzeit über das Hauptmenü wiederholen kann, etwas grober und können sich nicht ganz mit der Ingame-Grafik messen.

Und es gibt da viel zu sehen, von Goo Lagoon ("There is nothing like being at the ocean ... except being under the ocean!"), Barg-N-Mart, Rock Bottom mit Marlin's Cave, die man durch einen magischen Hut betritt (der Zauberer Marlin hat eine TV-Wetterstation verhext), dem Rusty Anchor, Sardine's Sundries, Waverly Hills (das Viertel der Superreichen, die goldene Kokosnüsse züchten) und sogar die Traumwelt des guten Squidward muß erforscht werden, bevor man tatsächlich vor den Toren von Neptune's Pradise steht.

Die Charaktere, besonders natürlich unser Hauptdarsteller, passen sich in ihrer neugewonnenen 3D-Gestalt erstaunlich gut in die Szenerien ein. Da sind Ausdruck und Bewegungen comicmäßig überspitzt aber treffend eingesetzt. Neben einer ganzen Reihe aus der Serie bekannter Charaktere wie Squidward, Mr. Krabs, Sandy Cheeks und Plankton treten viele neue 'Gesichter' auf (wenn man davon z.B. bei einäugigen Seegurken von Gesicht sprechen kann!), wie Gary Grouper oder Cowfish Craig, der sich gerne im Unterwasser-TV 'The Good, the Bad and the Orca' anschaut.

SpongeBob selbst läßt sich leicht per Mausklick überall hinsteuern und setzt sich dann flink mit seinen kleinen Beinchen in Bewegung. Wenn er mal ein paar Tränen von sich geben will, dann wirft er sich einfach mehrmals auf seinen durchtränkten Schwammkopf und es fließt nur so!

Die Grafik gibt vielfach das Stichwort für die witzigen Texte: z. B. ist die massive Mauer von Goo-Lagoon von hinten gesehen nur eine gestützte Kulisse, was SpongeBob zu folgendem Kommentar animiert: "What a rip-off! I think game-developers need a bigger budget to avoid this sort of thing!" Oder wenn SpongeBob im Finale einfach auf der Spitze einer Schiffschaukel in Titanic-Haltung mit ausgebreiteten Armen steht, oder ein seit Stunden in der Sonne badender Fisch, der farblich schon jenseits von rot eingestuft werden kann, die 'Grenzen des Tanning' erkunden will, den sogenannten 'Hamilton-Horizon'.

 

Sprache/Musik/Sound

Während eine Anspielung auf den Hollywood-Beau George Hamilton auch in Deutschland gerade noch verstanden werden kann, so sind andere Witze tatsächlich eher auf den englischen Sprachraum beschränkt und erklären auch, warum es THQ einfach unterlassen hat, das Spiel in deutscher Sprache herauszubringen. Zu viel der erfrischend witzigen Comictexte würden dabei einfach untergehen. Wenn SpongeBob beispielsweise einen Spind - englisch 'locker' untersucht und äussert: "This is Davy Jones' locker!", dann wird über die Übersetzung dieses Kalauers, auf den man schon das ganze Spiel über gewartet hat, (Davy Jones' locker bedeutet Seemannsgrab) hierzulande keiner lachen, weil man den Doppelsinn dann überhaupt nicht mehr erkennen würde. Deshalb, auch wenn's für die Englischunkundigen schade ist, war die Entscheidung des Publishers richtig, keine deutsche Fassung herauszubringen. Dadurch sind dann auch die ausgezeichneten Originalstimmen erhalten geblieben. Die gesprochenen Texte können per Untertitel eingeblendet werden.

Neben dem schon angesprochenen Titelsong gibt's muntere irisch-englische Seemannsmusik oder auch mal einen indischen Psychedelik-Sound in Nelsons Laden. Wem das zu viel wird, der kann den Ton entsprechend im Optionsmenü regulieren, was manchmal auch nötig ist. Ganz wie im allerersten Teil der Nancy-Drew-Serie finden wir im Spiel auch eine Jukebox, in der wir verschiedene Lieder auswählen können, ohne daß es etwas mit dem Spielverlauf zu tun hätte. Die Geräuscheffekte sind dezenter gesetzt, wie das Prasseln des Regens oder das Trappeln von SpongeBobs kleinen Füßen.

 

Rätsel

Die Rätsel in "SpongeBob SquarePants" sind durchgehend vom Schwierigkeitsgrad leicht und wären besonders für ganz junge Spieler oder Genreanfänger geeignet, wenn da nicht die Sprachbarriere wäre. Es handelt sich fast ausschließlich um Objekt- oder Dialogrätsel. Da immer nur ein bis drei Objekte maximal im (viel zu großen) Inventar aufbewahrt werden, gibt es keine Qual der Wahl, welcher Gegenstand denn der Richtige sein könnte. Ich hätte mir einen höheren Schwierigkeitsgrad gewünscht oder vielleicht zwei Schwierigkeitsstufen, wie z. B. in Tony Tough. Trotzdem sind die Rätsel lustig und einfallsreich, beispielweise muß SpongeBob an einer bestimmten Stelle Gewicht zulegen, um etwas auszulösen - na, wie macht ein Schwammkopf das wohl? Maximal wird man ca. 6 bis 8 Stunden mit SpongeBob beschäftigt sein.

 

Fazit

"SpongeBob SquarePants Employee of the Month" ist ein Spiel, bei dem man einfach Spaß hat ohne seine grauen Zellen überanstrengen zu müssen. Leider ist die Zielgruppe durch die Sprache doch recht eingeschränkt und der etwas schrille Comicstil mag auch nicht jedermanns Sache sein. Fans der Serie und Comicfans allgemein werden allerdings sehr zufrieden mit SpongeBobs Abenteuer sein und sich mindestens genauso gut unterhalten, wie ich es getan habe. Ein Spiel, daß bugfrei läuft und dessen Steuerung so einfach ist, daß es schon fast weh tut!

 

Gesamtwertung: 74%

 

Bewertungssystem Adventure-Archiv:

  • 80% bis 100%  sehr gutes Spiel  (sehr empfehlenswert)
  • 70% bis 79%    gut (empfehlenswert)
  • 60% bis 69%    befriedigend (bedingt empfehlenswert, mit Abstrichen)
  • 50% bis 59%    ausreichend (nicht gerade empfehlenswert)
  • 40% bis 49%    ziemlich schlecht (eher abzuraten - etwas für Hardcore-Adventure-Freaks und Sammler)
  • 0%  bis 39%    grottenschlecht (lieber die Finger davon lassen)

 

Minimale Systemvoraussetzungen:

  • Pentium 266
  • Windows 98/ME/XP
  • 32 MB RAM
  • 4 MB Videokarte
  • 8x CDROM-Laufwerk
  • 16-bit Soundblaster kompatible Soundkarte
  • 500 MB Speicherplatz auf der Festplatte

gespielt mit:

  • Windows XP
  • P IV 1,6 GHz
  • 512 MB RAM
  • 16x DVD-ROM (Artec WRA-A40)
  • nVidia GeForce 2MX400 64 MB Grafikkarte
  • Soundkarte DirectX-kompatibel
 

sponge001.jpg (30623 Byte)

 

SpongeBob erhält seine Auszeichnung von Mr. Krabs
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Hauptmenü
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Im Krusty Krab
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Mit Patrick auf der Suche nach dem Busfahrer
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Larry the Lobster hat etwas, das SpongeBob gebrauchen könnte
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Großmutters Haus
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Eine der Übersichtskarten
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Mmmmmh ... buttered Barnacles
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Schatzsuche
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In der Wetterstation des lokalen TV-Senders erwartet SpongeBob eine besondere Aufgabe
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In der Kneipe gib'ts ganz spezielle Drinks
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Der "Rostige Anker" macht seinem Namen alle Ehre
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SpongeBob weiß den Ober im Feinschmeckerlokal zu schocken
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Auch Plankton hat seinen Auftritt
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Endlich vor den Toren von Neptune's Paradise
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Mehr Screenshots

 

 

 

 

 

 

Copyright © slydos für Adventure-Archiv, 13. Januar 2004

 

 

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