Zurück zur Adventure-Archiv Startseite

 

This page in English (coming soon)



Sunrise


Erscheinungsdatum: 01/2008
Entwickler: TML Studios
Publisher: Aerosoft

Spielsprache: Deutsch

Homepage
Boxshots

USK: Keine Altersbeschränkung

 

 

Ein Review von   André   09. Februar 2008

Bevor ich Sunrise testen sollte, hatte ich nicht die geringste Idee, was mich erwarten würde. Also warf ich einen ersten zaghaften Blick auf das Frontcover. Und da ragt mir im Vordergrund eine mittelmäßige Zeichnung eines nicht nur durch das Tragen einer schwarz-roten Lederjacke von unglaublichem modischem Chic leicht dubios erscheinenden Hauptdarstellers mit verklärtem Blick entgegen. Ein dazu gehöriges, dem Protagonisten verheißungsvolle Blicke zuwerfendes und im knappen Outfit gekleidetes Blondchen befindet sich im Hintergrund. Dazu lese ich „Coole Typen – Harte Sprüche" als Untertitel. Autsch, denke ich - da kommt beim Reviewer ob der klischeehaften Darstellung, die nur noch von den Titelbildchen von Bastei-Groschenromanen übertroffen wird, natürlich erst einmal eine gehörige Portion Skepsis auf, ob denn das bevorstehende Spiel wohl auf seiner Wellenlänge läge. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass das Cover nicht das Spiel repräsentiert. Wie auch immer - eine Installation sowie als nächster Schritt das Reinschauen ins Spiel sollte da weiterhelfen, weitere Eindrücke zu gewinnen.

 

Installation + Verpackung

Ja, vor dem Vergnügen hat der Herrgott nun mal die Installation des auf immerhin zwei DVDs daherkommenden und mit 8 GB mächtig fetten Spiels gesetzt. Und diese verläuft auf meinem Rechner unter XP alles andere als reibungslos. Währendessen rührte sich insgesamt dreimal lange, lange Zeit überhaupt nichts mehr, so dass ich mich   zwangsweise dazu entschied, ebenso oft durch Benutzung der Reset-Taste erst Windows und anschließend die Installation komplett neu zu starten. Diese setzt aber wenigstens jedes Mal dankbarerweise ab dem Installationspunkt fort, an dem ich diese zuletzt abgebrochen hatte. Da die Installation aber alleine wegen der Größe des Spieles natürlich eh schon sehr lange dauert, ist es ratsam, im Vorfeld für den Tag der Installation ein paar Bekannte einzuladen oder sich sonstwie die Zeit zu vertreiben, bis sich das Spiel auf dem Rechner befindet. Zumindest hatte ich locker über zwei Stunden vor dem Rechner gehangen, bis ich das erste Bild sehen durfte. So dauerte alleine die Installation fast so lange wie so manches aktuelle Kinderadventure mit kleinen Vampiren.

Das Spiel an sich lief aber erstaunlich reibungslos und ohne Ruckelei. Erstaunlich deshalb, weil mein Rechner bei dem Spiel bezüglich der Anforderungen wie in der letzten Zeit häufig bei aktuellen Spielen an seine Grenzen gestoßen ist. Das etwa 20-stündige Epos kommt übrigens in einem Minikarton mit einem kleinen, informativen Handbuch.

 

Handlung

Und dann die Überraschung! Ich starte das Spiel und als erstes reckt sich mir wieder die mir inzwischen schon vertraute Person vom Cover entgegen und erklärt mir die Bedienung in einem Tutorial. Und schon muss ich all die blöden Vorurteile, die ich mir anhand des Covers gebildet hatte, über Board werfen! Denn die von mir erwarteten müden Sprüche bleiben (zunächst) aus und statt dessen bekomme ich im Tutorial, das man sich alleine wegen des Unterhaltungsfaktors unbedingt ansehen sollte, auf höchst amüsante Weise die Handhabung durch das Spiel um die Ohren gehauen!

Ganz so kompensiert humorvoll geht es im eigentlichen Spiel allerdings nicht weiter. Aber dazu später mehr. Im bombastischen, über zehnminütigem Intro erfahre ich dann, dass der Herr mit der Jacke, wie wir inzwischen alle schon vermutet haben, der Hauptdarsteller ist und auf den Namen Ray „Rydec" Decker hört. Dann gibt es noch seine Kumpels Max und Brian. Es fällt direkt auf, wie man die chaotischen Figuren mit ganz unterschiedlichen Charaktereigenschaften ausgestattet hat. Max ist ein etwas aufbrausender Typ. Klar - Rydec ist der coole Macher, der aber ebenfalls wenig belastbar scheint und permanent rummeckert. Dazu im Gegensatz ist Brian von der angenehmen Sorte, da er zwar etwas dröger ist, aber zumindest besonnen und wissenschaftlich agiert und nicht gleich losschimpft wie ein vom Tourette-Syndrom Geplagter.

Zusammen haben die drei New Yorker eine Erfindung gemacht, die sie nach langer Entwicklungszeit nun endlich testen wollen. Ein schnöder Blumentopf samt Inhalt soll mit der selbst zusammengeschraubten Maschine von einem zum anderen Ort teleportiert werden. Und es wäre doch langweilig, wenn den dreien dabei nicht die ganze Apparatur um die Ohren flöge und die drei erst einmal außer Gefecht setzte. Das Unweigerliche passiert! Doch als sie sich dann wieder aufrappeln und die Situation überblicken können, hat sich alles verändert. New York ist plötzlich menschenleer - bis auf die junge bewusstlose und selbstverständlich bildhübsche Frau, die vor ihrer Wohnung liegt. Doch was ist eigentlich passiert? Das herauszufinden ist doch schon mal ein vielversprechender Anfang für ein Grafikabenteuer.

 

Die Sprachausgabe macht Fröhlich

Die eigentlich lustige Sprachausgabe hinterlässt gelegentlich auch einen zwiespältigen Eindruck. Einerseits kommt sie frech und spitzzüngig rüber, wobei dieser Umstand nicht zuletzt auch den sehr guten, und nebenbei bemerkt auch ebenso bekannten Sprechern zu verdanken ist. Wir haben da zum Beispiel wieder ein Fragezeichen mit an Board, nämlich Andreas Fröhlich, der Bob Andrews in der Detektivserie, aber ansonsten auch andere Rollen wie die deutsche Stimme von John Cusack spricht. Und der gibt alles, so dass man die Rolle des Rydec kaum hätte besser besetzten können. Auch in den weiteren Rollen sind andere bekannte Stimmen wie die deutschen Sprecher von Wesley Snipes, Kate Winslet und Peter Lamb zu hören.

Die Dialoge werden auf ganz eigene, immer mit ironischem Unterton bis leicht aufbrausende Art vorgetragen. Abgesehen davon gelingt die schmale Gratwanderung, mit extracoolen Sprüchen frech und jugendlich rüberkommen zu wollen, bei Weitem nicht immer.

Und nicht wenige der Sprüche nerven auch. Etwa wenn Ray oft cholerisch und gerne auch mal in übermäßigen Gebrauch von Fäkalsprache abgleitende Weise rummeckert oder die Dialoge in einem zu sehr betont jugendlichen Jargon verfasst wurden. Ein zwei kleine Beispiele gefälligst? Bitte sehr: „Das presst einem ja die Parasiten aus der Verdauung.", „Ich glaub', mein Hamster bohnert" oder „Willst Du mir ein Gespräch ans Knie nageln?" Wer so etwas lustig findet, kann sowieso bedenkenlos zugreifen und wird seine uneingeschränkte Freude an dem Spiel haben. Beispiele bezüglich der Fäkalsprache verkneife ich mir übrigens an der Stelle.

Vermutlich gibt es daher auch zwei wählbare Versionen. Die normale, extended Version, für den, der sich die ganzen Sprüche geben will und die ...äh... unextended also short Version mit kurzen Dialogen. Ich habe mir die lange Version mit den kompletten Gesprächen angetan und dabei über peinliche Stellen einfach soweit es ging hinweggehört. Außerdem - man will ja schließlich nichts verpassen, oder?

Die rasante Sprachausgabe kommt in ihren besten Momenten frech und unverbraucht rüber. Aber nicht jede Pointe sitzt und mancher betont jugendlich erscheinende Spruch wirkt gelinde gesagt bemüht lustig. Zudem reagiert Rydec oft übermäßig gereizt. Und so nerven die versprochenen „harten Sprüche" gelegentlich schon. Man kann TML Studios aber nicht vorwerfen, konturlose Charaktere erstellt zu haben, da Rydec eine Figur mit Ecken und Kanten ist und eine eigene Persönlichkeit besitzt, wie schon lange bei keinem Hauptdarsteller mehr gesehen.

 

Sound

Klar, TML ist bemüht, dem Spiel ein wildes, junges Image zu verpassen. Neben der frechen und betont jugendlich vorgetragenen Sprachausgabe passen da die punkrockigen Sounds im Intro schon mal hervorragend, so dass man direkt geneigt ist, mit weit aufgerissenen Nüstern und erhobener imaginärer Luftgitarre schreiend zur nächsten Tattoobude zu rennen. Auch als Hintergrundsounds gibt es zwischendurch zahlreiche Tracks aus dem Bereich Alternativrock zu hören. Allerdings sind diese fast immer nur kurz in den Zwischensequenzen angespielt und im eigentlichen Spiel sprich meistens war oftmals gar nichts zu hören. Das ist aber nicht wirklich schlimm, da viel gesprochen wird und es genug andere Hintergrundgeräusche wie das Surren oder Klappern von Maschinen zu hören gibt, so dass das Spiel zumindest diesbezüglich nicht leer erscheint.

 

Handhabung

Im Prinzip erklärt Rydec ja in seinem Tutorial eigentlich schon alles besser und vor allem humorvoller, als ich es jemals hinbekommen würde. Aber lassen sie mich zumindest die wichtigsten Funktionen schnell noch einmal erklären:

Sunrise ist im Prinzip ein normales 3rd-Person-Point & Click-Adventure und die verschiedensten Funktionen des Cursors erkennt man daran, welche Farbe dieser gerade annimmt. Rot bedeutet, dass man mit einer Person reden kann. Überall dort wo es weiß ist, kann man Rydec hinbewegen. Blau zeigt Szenenausgänge an. Wird der Mauszeiger bei einem Gegenstand grün, kann Rydec ihn eventuell benutzen. Falls ein Gegenstand nicht sofort eingesackt bzw. benutzt werden kann, liegt es vielleicht daran, dass er noch nicht relevant bzw. hilfreich ist. Last but not least hätten wir noch die schöne Farbe Orange. Kann man einen Gegenstand oder eine Funktion seines Multitools eventuell verwenden, nimmt der Cursor diese Farbe an, wenn wir ihn über einen Gegenstand ziehen, mit dem wir unser Inventarobjekt benutzen wollen.

Alle Aktionen lassen sich mit einem Linksklick tätigen, bis auf das Multitool, das bei einem Rechtsklick zum Einsatz kommt. Es ist nichts anderes als ein verhinderter sogenannter Leatherman mit nur drei Funktionen: Schraubenzieher, Zange und Messer.

Das PDA plöppt bei einem Doppelklick auf Rydec auf. Hier erfährt man nicht nur, was man gerade mit sich rumschleppt, sondern bekommt auch Hilfen und wenn gewünscht, auch mal mehr und mal weniger konkret den nächsten Lösungsschritt vorgesagt. Ehrlich gesagt, nicht die unwichtigste Funktion, die ich immer öfter hemmungslos genutzt habe, wenn ich einen irgendwo im Spiel versteckten Gegenstand suchen sollte.

Erstaunlich finde ich, dass ein extrem aufwändiges Spiel von 8 GB mit recht wenig Optionen ausgestattet ist. Vermisst habe ich aber nur eine getrennte Reglung von Musik, Sprachausgabe und Effekten, wie es eigentlich heute Standard sein sollte. Tatsächlich gibt es überhaupt keinen Lautstärkeregler. Ansonsten reichen die Optionen völlig aus.

Nicht optimal ist, dass Untertitel nur während des Spiel nicht aber in den Videosequenzen zu sehen sind. Hier kam es auf meinem Rechner, der zugegebenermaßen an seine Grenzen gestoßen ist, zunächst zu einigen Sprachaussetzern, so dass ich nicht alles von den Dialogen mitbekommen habe.

Es konnte aber schnell Abhilfe geschaffen werden. Beim Spielstart kann man ein paar Werte einstellen und nachdem ich von 32 auf 16 Bit umgestellt hatte, gab es keine Probleme mehr mit der Sprachausgabe. Die Untertitel sind wählbar und wie man hier sieht, mal wieder wichtig. Das Speicher- und Ladesystem ist übersichtlich.

Rydec, respektive der Hersteller, hat manchmal seine ganz eigene Sicht der Dinge und so erklärt er uns ausführlich im Tutorial, dass er sich weigert, zu rennen. In Fachkreisen würde man auch sagen, dass er dadurch manchmal schlicht etwas lahm ist. Ist nicht wirklich störend, da er per Klick auf die Szenenausgänge sofort das Bild verlässt, wäre aber vermeidbar gewesen.

 

Rätsel

Ebenfalls - und darin unterscheidet sich Sunrise von den meisten Adventures - gibt es kein richtiges Inventar. Rydec denkt hier quasi mit und packt die Dinge dann ein, wenn sie benötigt werden.

Allerdings meckert er jedes Mal los, wenn man es wagt, mehr als einmal einen Gegenstand oder eine Person anzuklicken, wenn das nicht erforderlich ist. Die Dialoge werden nicht wiederholt. Es lässt sich meiner Meinung nach in einem Adventure kaum vermeiden, dass man auf etwas, nachdem man es angeschaut hat, im weiteren Verlauf des Spiels auch ein zweites, drittes oder auch viertes Mal erneut zurückkommt. Da fördert Rydecs Gezeter nicht unbedingt die Motivation, es weiterzuprobieren.

Die aufgenommenen Gegenstände werden automatisch von Rydec benutzt, wenn man sich an der richtigen Stelle befindet und auf den entsprechenden Hotspot klickt. Die Objekte selbst können in einem Inventar angesehen aber nicht separat ausgewählt werden. Dieser Ansatz funktioniert soweit recht gut und sorgt auf jeden Fall für etwas Abwechslung in dem sonst so grauen und tristen Alltag eines Adventurespielers. Als dauerhafte Alternative zu Spielen mit Inventar sehe ich diesen Weg aber nicht, da er die Aktionsmöglichkeiten des Spielers limitiert. Denn Sunrise wird nicht nur dadurch sehr linear, denn es gibt meist nur einen Lösungsweg und wenige Verzweigungen, die es erlauben würden, dass man Rätsel in verschiedener Reihenfolge lösen darf.

Manchmal geht die Linearität sogar so weit, dass sie keinen Sinn mehr ergibt - etwa, wenn man erst seine beiden Kumpels noch einmal aufsuchen und ansprechen muss, damit sie irgend etwas Unwichtiges von sich geben, bevor man das Loft verlassen darf. Oder man weiß die Lösung schon, kann aber wegen der strengen Reihenfolge die relevanten Gegenstände noch nicht anwählen.

Manchmal wird die Linearität etwas aufgebrochen, wenn wir uns an einer Stelle für einen von zwei Handlungssträngen entscheiden dürfen oder ein benötigter oder zu manipulierender Gegenstand mehrfach im Spiel zu finden ist.

Allerdings bestehen viele Rätsel lediglich aus Laufwegen, in denen es hauptsächlich darum geht, einen Gegenstand irgendwo im Spiel oder den nächsten Ort zu suchen, beispielsweise, wenn wir zweimal hintereinander zum „Einkaufen" in den Shop der Tankstelle geschickt werden.

 

Grafik – Value for Money

Ja, auf jeden Fall hat Sunrise schon mal virtuelle Werte. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass das Spiel 8 GB groß ist? Ach, mehrfach? Nun gut, das macht sich tatsächlich bemerkbar, denn grafisch bekommen wir einiges geboten. Los geht’s direkt im etwa fünfminütigen Tutorial und direkt weiter mit dem weit über zehnminütigen Introfilm, der schon vollgestopft ist mit brillanten Animationen von Räumen und Maschinen in ständig wechselnden Perspektiven. Den letzten Schliff bringen die zahlreichen Effekte: Blitze zucken vom Himmel, Regen prasselt herunter. Es wurde enorm detailgetreu gearbeitet. Ich kann mich nicht erinnern, in einem Adventure schon mal einen so langen und dabei aufwändig inszenierten Introfilm gesehen zu haben. Es scheint was dran zu sein, wenn der Publisher in der Presseinfo schreibt, dass sich „bei der Umsetzung die Erfahrung der Entwickler im Simulationsgenre auszahle".

Und ziemlich eindrucksvoll geht es im Rest des Spiels, also der eigentlichen Spielgrafik weiter, die sehr düster ist. Was natürlich auch die Thematik bedingt, da es ja nicht richtig hell wird in New York. Ebenfalls ist es wegen der Handlung nachvollziehbar, dass wir kaum eine Person treffen. Insgesamt gibt es nur sehr wenige Charaktere und dadurch wirkt das Spiel besonders anfangs etwas leer, wenn wir in den Straßen von New York losgeschickt werden und einsam unsere Laufwege erledigen müssen.

Grundsätzlich hat man aber ein Setting geschaffen, das wirklich schön anzusehen und mit 150 Orten auch sehr umfangreich ist. Hierzu hat man übrigens die Hintergründe aus zahlreichen (nach eigenen Angaben 12.000) Fotos von New York und den anderen Orten nachgestellt. Auch hier begeistern bewegte Wolken, Regen-, Blitz- und andere Effekte.

Die Figuren wurden grafisch recht professionell umgesetzt, besonders die des Hauptdarstellers, in den man mehr Arbeit gesteckt hat. Dabei wirken die drei weiteren Figuren manchmal noch ein wenig ungelenk. Rydecs Mimik und Gestik hingegen wurde im Intro und in vielen Einstellungen im Spiel gekonnt bis auf kleinste Detail animiert. Auch wenn man so in einigen Nahaufnahmen merkt, dass die Lippenbewegungen nun wirklich nicht mit dem deutschen Text übereinstimmen, habe ich schon lange nicht mehr so eine interessant animierte Figur gesehen, bei der es wirklich Spaß macht, zuzuschauen.

 

Fazit

Es ist offensichtlich dass der Newcomer TML Studios bemüht war, frischen Wind ins altehrwürdige Genre zu bringen und dem Spiel ein junges Image zu geben. Sunrise soll hip, frech und dynamisch rüberkommen. Und das gelingt größtenteils auch, besonders grafisch, denn hierin sind unter anderem die besonderen Stärken zu sehen. Schon im Introfilm fährt man ein Aufgebot an selten gesehenen Animationen, Effekten, Szenen- und Perspektivwechseln auf. Und auch die eigentliche Spielgrafik kann sich trotz der Unbelebtheit der düsteren Straßen von New York wahrlich sehen lassen. 

Was das Spiel von den meisten anderen Adventures unterscheidet, ist das Fehlen des Inventars. Das ist mal ein netter Ansatz, der für Abwechslung sorgt. Aber wenn ich ehrlich sein soll, hätte mir das Spiel mindestens genauso gut, wenn nicht gar besser ohne diese Limitierung gefallen.

Auch die zweite „Neuerung", nämlich, dass Rydec nicht rennen kann, halte ich nicht für sensationell revolutionär, sie bremst eher die Dynamik.

Was neben diesen "sagenhaften" Neuerungen bzw. ein wenig Kritik unter dem Strich übrig bleibt, ist ein äußerst solide erstelltes Adventure. Die Story wird spannend und witzig erzählt. Ich hoffe und erwarte bei dem offenen Ende, dass das nicht TML Studios letzter Ausflug ins Adventure-Genre war und gebe eine ganz ganz knappe

 

Gesamtwertung von 80%

 

 

Bewertungssystem Adventure-Archiv:

  • 80% bis 100% sehr gutes Spiel (sehr empfehlenswert)
  • 70% bis 79% gut (empfehlenswert)
  • 60% bis 69% befriedigend (bedingt empfehlenswert, mit Abstrichen)
  • 50% bis 59% ausreichend (nicht gerade empfehlenswert)
  • 40% bis 49% ziemlich schlecht (eher abzuraten - etwas für Hardcore-Adventure-Freaks und Sammler)
  • 0% bis 39% grottenschlecht (lieber die Finger davon lassen)

 

Minimalkonfiguration:

  • Windows XP/Vista
  • Pentium IV oder Athlon XP mit 1,2 GHz
  • 512 MB RAM
  • 8 GB freier Festplattenspeicher
  • DirectX 9.0c Version 7/2007-kompatible Grafikkarte
  • DirectX-kompatible Soundkarte
  • DVDROM-Laufwerk

Gespielt unter:

  • Win XP
  • AMD Athlon XP 2400+
  • 512 MB RAM
  • Grafikkarte Radeon 9200 Series
  • DVD-Laufwerk
  • Festplatte 60 GB

 

 

Rydec
Rydec

 

 

Max
Max

 

 

Brian
Brian

 

 


Muss Van Halen ...äh... Van holen.
Muss Van Halen ...äh... Van holen.

 

 


Rumms, und dann explodierte während des Speicherns auch noch der Bildschirm!
Rumms, und dann explodierte während des Speicherns auch noch der Bildschirm!

 

 

 

Das Multitool geht immer mehr in die Brüche
Das Multitool geht immer mehr in die Brüche

 

 

 

Und auch Rydec bekommt im Laufe des Spiels einige Blessuren ab
Und auch Rydec bekommt im Laufe des Spiels einige Blessuren ab

 

 

 

Die Streitereien zwischen Ray und Max sind wenig unterhaltsam
Die Streitereien zwischen Ray und Max sind wenig unterhaltsam

 

 

 

Nur mit Jennifer scheint sich Rydec auf normale Weise unterhalten  zu können
Nur mit Jennifer scheint sich Rydec auf normale Weise unterhalten zu können

 

 

 

Die anderen Charaktere sind nicht ganz so gut animiert wie Rydec. Manchmal schade!
Die anderen Charaktere sind nicht ganz so gut animiert wie Rydec. Manchmal schade!

 

 

 

In einem Adventure einer Firma, die sonst nur Simulationen hergestellt hat, gibt es halt Hubschrauber während der Ladezeit zu sehen
In einem Adventure einer Firma, die sonst nur Simulationen hergestellt hat, gibt es halt Hubschrauber während der Ladezeit zu sehen

 


 


 

 

 

 

 

 

Copyright © André für Adventure-Archiv, 09. Februar 2008

 

 

Zurück zur Adventure-Archiv Startseite